2000
01. April - Festgala zum 100-jährigen Bestehen
Weroth und seine „Frohe Stunde“
- Presse
- Bilder
Westerwälder Zeitung vom 03. April 2000
Nassauische Neue Presse vom 03. April 2000







14. Mai - Verleihung der „Zelterplakette“
28. Mai - Wettstreit in Münster
Zu einem Wettstreit im hessischen Rodgau, genauer in der Stadt Münster im Kreis Darmstadt-Dieburg, brechen die Sänger bereits frühmorgens um 7.00 Uhr vom Vereinslokal aus auf. Wie stets in den letzten Jahren fährt Klaus Schwarz, Sohn unseres Aktiven Helmut Schwarz, den Bus. Dank seiner Fahrkünste braucht man keine Verzugszeiten zu einer normalen Autofahrt einzurechnen, so daß man, bis auf einen Mitfahrer, ausgeruht, wohlbehalten und vor allem rechtzeitig in Münster ankommt.
Dieser eine, nämlich Manfred Fachinger, hat sich auf einer Silberhochzeit die vorangegangene Nacht um die Ohren geschlagen und wirkt bei der Einfahrt in Münster bereits äußerlich recht unansehnlich. Als Klaus dann – zuvor etwas früh rechts abgebogen – zurücksetzen muß, wird Manfred gezwungen, auch sein Inneres nach außen zu kehren, was, in verdauter Form vor dem hinteren Reifen liegend, auch recht unansehnlich wirkt.
Frohen Mutes betreten die Sänger nun dennoch das Festgelände und finden außerordentlich gute äußere Rahmenbedingungen vor. Die drei Jahre alte Kulturhalle Münster ist eine echte Augenweide und man sieht an jedem Detail, daß hier nicht gespart wurde. Der große Saal ist für einen Wettstreit geradezu ideal. Als wir die Bühne betreten, finden sich über den Köpfen an kleinen Drähten hängend noch kleinere Übertragungsmicrophone, die das Gesungene ins Foyer übertragen.
Der Auftritt selbst verläuft annähernd ideal. Die Wertungsrichter Willi Becker und Michael Rinscheid sehen den Chor klar vor seiner Konkurrenz auf den ersten Plätzen der Klasse M 3. In der Gesamtabrechnung liegt die „Frohe Stunde“ satte 18 ( in Worten: achtzehn) Punkte vor dem zweitplazierten Chor aus Jügesheim.
Klasse M 3
- MGV "Frohe Stunde" Weroth
Gemeldete Sängerzahl: 49, Chorleiter: Jens Röth- Lied A: Rose Marie v. Rudi Kühn
- Lied B: Soon, ah will be done v. W. L. Dawson
- Lied C: Das Ringlein v. Wilhelm Nagel
- Konkurrenz:
- Sängerbund Mainflingen 1901 e.V.
49 Sänger, Chorleiter: Gottfried Kärner - Sängervereinigung Jügesheim
40 Sänger, Chorleiter: Matthias Herr - Liederkranz Frohsinn Eppertshausen
45 Sänger, Chorleiter: Manfred Küchler
- Sängerbund Mainflingen 1901 e.V.
Nach dem Singen zieht sich der Vorstand mit dem 2. Vorsitzenden Hans-Georg Jung zu einer kurzen Sitzung zurück. Da der 1. Vorsitzende erkrankt ist (möglicherweise hat er einen Bandscheibenvorfall erlitten) müssen angesichts der bevorstehenden Festtage zum 100 jährigen Bestehen kurzfristig wichtige Entscheidungen getroffen werden.
An die Bekanntgabe der Wertungen schließt sich im 2000 Mann-Festzelt ( mit Weinpavillion, bayerischem Spezialitätenstand, Sektbar und Pizzeria) eine herzhafte Siegesfeier an, an welcher der Vorstand nun selbstverständlich – allerdings nun auch ohne den 2. Vorsitzenden, der zum Geburtstag seiner Tochter heimfährt – wieder teilnimmt. Zu den Klängen einer Alpen-Rock-Band ( die ungefähr 1000 Mal das Lied vom Anton aus Tirol zum Besten geben) steigt die Stimmung stetig an.
Bei der Abfahrt werden dann doch schon einige Ausfälle gesichtet. Nachdem man aber auf der Raststätte Medenbach noch einmal nachgetankt hat (1\2 Liter Büchsen) gelingen Empfang und Ständchen vor dem Vereinslokal unter dem Dirigat von Christoph Weimer wie in alten Zeiten ( Jens Röth mußte uns nach dem Singen verlassen, weil er mit Frickhofen ebenfalls einen Wettbewerb besuchte, wo er die Tageshöchstpunktzahl erreichen konnte).
Erstmalig werden die Sänger vom Orts(ober-)bürgermeister Frank Reusch begrüßt, der mit einem Faß Bier aus dem Seckel der Gemeinde ebenfalls nahtlos an alte Zeiten anknüpft. Der 1. Vorsitzende läßt es sich trotz Krankheit ebenfalls nicht nehmen "seine" Sänger zu grüßen und zu beglückwünschen. Gemeinsam mit den mitgereisten und noch hinzukommenden Sängerfrauen ( die zum Teil in Steinefrenz der Abendmesse aus Anlaß der Einführung von Waltraud Malm in das Amt der Pfarrbeauftragten beiwohnten) findet ein weiterer erfolgreicher Tag in der Geschichte der „Frohen Stunde“ im Vereinslokal „Lindenhof“ u.a. mit den Klängen von Friedrich Silcher seinen Ausklang.
16.-18. Juni - Festwochenende zum 100 jährigen Bestehen
- Presse
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Westerwälder Zeitung vom 08. Juni 2000
Westerwälder Zeitung vom 22. Juni 2000
Westerwälder Zeitung vom 09. Dezember 2000
- Freitag
- Samstag
- Sonntag
Gaudi Pur


















Chorwettbewerb




















Volksliederwettbewerb




















01. Oktober - Wettstreit in Breidenbach
Eine Rückverpflichtung gegenüber der Dirigentin Stefanie Reinhard (die mit verschiedenen Chören auch am Wettstreit in Weroth teilgenommen hat) führt uns auf den Wettbewerb des Frauenchores ins hessische Breidenbach (Kreis Marburg-Biedenkopf). Bei Nieselregen und widrigem Wetter startet der Bus mit unserem bewährten Fahrer Klaus Schwarz in eine Gegend, die für den Chor größtenteils sängerisches Neuland ist. (Einige Sänger waren allerdings bereits Jahre zuvor auf Einladung des ehemaligen Kaplans Meuser, der dort seine erste Pfarrstelle erhalten hatte, mit dem Kirchenchor dort gewesen)
Der erste Eindruck von den Rahmenbedingungen ist gut. Der Wettbewerb findet in einer Sporthalle statt. Ausschank und Bewirtung (alles nur gegen Bons) sind in einer etwas kleineren Halle angesiedelt. Ein Mitglied des Frauenchores geleitet uns zu unserem Proberaum. Wir ziehen indessen ein Durchsingen an der frischen Luft vor.
Mit dem GV „Einigkeit-Harmonie“ 1898 e.V. Reiskirchen stellt sich nur ein Konkurrent in unserer Klasse M 3 vor. Interessanterweise bietet sich aber einmal ein direkter Vergleich der Chöre im Chorwerk A, denn beide Vereine singen „Versus memorialis“ von Carl Friedrich Zelter. Die Ergebnisse im Einzelnen:
Klasse M 3
- MGV "Frohe Stunde" Weroth
Gemeldete Sängerzahl: 45, Chorleiter: Jens Röth- Lied A: Versus memoriales v. C.F. Zelter
- Lied B: Forschen nach Gott v. Konradin Kreutzer (erstmalig bei einem Wettbewerb aufgeführt)
- Lied C: Rose Marie v. Rudi Kühn
- Konkurrenz:
- GV Einigkeit-Harmonie 1898 e.V. Reiskirchen
38 Sänger, Chorleiter: J. Stankewitz
- GV Einigkeit-Harmonie 1898 e.V. Reiskirchen
Das Urteil der beiden Wertungsrichter Arthur Groß und Gerold Engelhart fällt deutlich aus. Im Chor A erhält die „Frohe Stunde“ mit 124 Punkten 4 Punkte mehr, als der Mitstreiter aus Reiskirchen. Im Klassenpreis (Punkte aus A und B) liegt die „Frohe Stunde“ 9 Punkte besser ( 238 gegenüber 229) Im Ehrensingen ( Lied C) trennen die Konkurrenten 8 Punkte ( „Frohe Stunde“ 116 Reiskirchen 108) und beim Dirigentenpreis 11 Punkte (176 zu 165). Trotz einer Sonderklasse mit fünf Chören und zwei Chören in der Männerchor“königs“klasse 1 kann die „Frohe Stunde“ zumindest im Ehrensingen mit der Tageshöchstpunktzahl (116 Punkte) des MGV „Eintracht“ 1869 Watzenborn-Steinberg e.V. gleichziehen ( „Rose Marie“ gegen „Shenandoah“). Rundum eine gelungene Vorstellung, die sicherlich auch in dieser Region der „Frohen Stunde“ einen guten Ruf verschaffen wird.
Das Ergebnis wird selbstverständlich traditionsgemäß gefeiert, so daß sich der Vorsitzende Herbert Malm bereits am „Tatort“ veranlaßt sieht, den Geldpreis in Bons umzuwandeln, um auf Vereinskosten allen Aktiven das ersehnte Erfrischungsgetränk zur Verfügung stellen zu können. Vor dem Vereinslokal „Lindenhof“ (erstmalig von der Frau des Exsheriffs Sabine Hannappel mit einer kurzen Ansprache empfangen) beschließen die Sänger unter dem Beifall der Anwesenden mit einem Ständchen und in der Wirtschaft mit einem letzten Bierchen den erfolgreichen Tag.
28. Oktober - Konzert in Nauborn
Zum Jubiläumskonzert anläßlich seines 80 jährigen Bestehens hat der MGV „Sängerbund“ Nauborn (bei Wetzlar) die „Frohe Stunde“ in die Turnhalle der Nauborner Wetzbachtalschule eingeladen.( Der „Sängerbund“ hatte am Chorwettbewerb in Weroth teilgenommen und sich ein silbernes Diplom ersungen) Der Abend beginnt zunächst im wahrsten Sinne des Wortes „etwas verfahren.“ Dank der virtuosen Fahrkünste unseres tapferen Mitstreiters Klaus Schwarz ( besonders beim Rückwärtsfahren) können wir jedoch wie gewohnt direkt vor dem Eingang der Turnhalle aussteigen, so daß wir gut in der Zeit liegen.
Das Ansingen im Freien mit einem stark dezimierten Aufgebot (es fehlen 11 Sänger) führt jedoch zur Erkenntnis, daß auch sängerisch das gewohnte Gleis noch nicht erreicht ist. Die ebenfalls „etwas verfahrenen“ Harmonien der „Ruhe“ von Schubert veranlassen unseren Chorleiter Jens Röth, dieses Werk aus dem Programm zu nehmen.
Das Konzert selbst gestalten ausnahmslos die Sänger aus Nauborn und Weroth. Vor gut besuchtem Haus in einer sehr spartanisch anmutenden Kulisse (meint zumindest under Haus- und Hofbühnenbauer Markus Fein) gelingt zumindest im zweiten Teil der Veranstaltung ein annähernd fehlerloser Auftritt, so daß uns mit der „Birke“ sogar eine Zugabe abverlangt wird.
Mit dem von beiden Chören gemeinsam vorgetragenen „Morgenrot“ von Robert Pracht beginnt eine dann endlich fehlerfreie „Nachspielzeit“. Der Hinweis des Moderators auf die historischen Bezüge dieses Werkes, dessen Dichter aus dem Vereinslokal des „Sängerbundes“ Nauborn stammt und die Verse just dort niedergelegt hat, rührt auch die Sänger der „Frohen Stunde“ an.
Der Besuch des Gasthauses Hofmann (an dem eine Erinnerungstafel zu Ehren Conrad Hofmanns angebracht ist) ist damit jedem Liebhaber dieses Stückes (das sind alle Sänger des Vereins) angesichts dieser Umstände –unabhängig von der Einladung des gastgebenden Chores und der Werbetafel, die „Weilburger Lord-Pils ankündigt – geradezu eine heilige Verpflichtung.
Wie ernst man die Aufgabe nimmt, durch eine deutliche Umsatzsteigerung das Fortbestehen der historischen Stätte zu sichern, zeigt der Umstand, daß man sich erst gegen ca. 2.00 Uhr in der Früh zur Heimfahrt entschließen kann. Insbesondere die älteren Sänger, die offenbar noch eine kleine Nachfeier zum 75. Geburtstag ihres Sangesbruders Alois Fein mit einschließen, sind sich ihrer Verpflichtung gegenüber der Tradition bewußt. Auch nachdem bereits alle Jungen im Bus Platz oder Liege genommen haben, sind sie kaum zu einem Verlassen des gastlichen Ortes zu überreden.
Unser Chorleiter half uns im Übrigen nach Kräften, der Feier auf geschichtsträchtigem Boden mit einigen herzhaften Liedvorträgen einen würdigen Rahmen zu verleihen. Den Sängern aus Nauborn und den Wirtsleuten sei an dieser Stelle für ihre kameradschaftliche Aufnahme und freundliche Unterstützung gedankt. Besonderer Dank gilt aber den beiden „Königskindern“ Günther Röth und Hans-Georg Jung, die anläßlich ihres ersten gemeinsamen Soloauftrittes an diesem Abend mit „Es waren zwei Königskinder“ unzertrennlich erschienen und ständig nach sängerischen Zugaben verlangten, um lautstark mit ein zu stimmen.
Der Abend endet allerdings, wie er begonnen hat, nämlich „etwas verfahren“. Während sich etliche Businsassen nach Kräften bemühen, einer Sonderreinigung des Fahrzeuges entgegenzu“würgen“, wird ihre Ausdauer noch einmal kräftig strapaziert. Ca. einen Kilometer vor der Kreuzung „Buch Richard“ gerät unser Bus in einen Stau. Die wenigen noch aufnahmefähigen Sänger können in Erfahrung bringen, daß ausgebrochene Pferde auf der Fahrbahn in Richtung Kreuzung getrieben werden, die uns veranlassen im Schritttempo hinterher zu tuckern. Nachdem Klaus Schwarz die Lage sondiert hat, biegt er kurzer Hand in Richtung Wallmerod ab und stellt beim Abbiegen die Widerstandsfähigkeit einiger Sänger noch ein letztes Mal auf eine ernste Probe. Gegen ca 3.00 Uhr früh ist die Sängerschar dann pünktlich zu Hause, um die Uhr der Weisung durch Funk und Fernsehen entsprechend zur Beendigung der Sommerzeit eine Stunde zurück zu drehen.
11. November - Jubiläumskonzert anläßlich des 100-jährigen Bestehens im Bürgerhaus
- Bericht
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Für das abschließende Jubiläumskonzert macht die „Frohe Stunde“ noch einmal alle Kräfte mobil. Bereits in der letzten Gesangstunde (mittwochs vor dem Konzert) meldet Eduard Hannappel, daß die Veranstaltung ausverkauft ist. Der Zuspruch ist enorm und letztlich sicher auch dem anspruchsvollen Programm zu verdanken. Das Vocalensemble des Kölner Domes unter der Leitung von Domkapellmeister Eberhard Metternich (Sohn des ehemaligen Aktiven Alfons Metternich) und der Baritonsolist Ulrich Kratz (Sohn unseres inaktiven Mitgliedes Werner Kratz) bürgen neben der „Frohen Stunde“ für einen niveauvollen Abend.
Vor den 400 Zuschauern im restlos ausverkauften Bürgerhaus reiht sich Höhepunkt an Höhepunkt. Für die Sänger der „Frohen Stunde“ ist die Anspannung besonders groß, weil man mit dem Schubertstück „Ruhe, schönstes Glück der Erde“ das im Chor wohl mit Abstand in den letzten beiden Jahren am meisten geprobte Stück aufführt. Die „Ruhe“ ist inzwischen ein fester Begriff und bis zu diesem Abend nicht gerade in bester Erinnerung.
Der Wettstreit in Nentershausen, bei dem der Chor bereits nach wenigen Takten fast „umgefallen“ wäre, ist vielen noch in bester Erinnerung. Auch die Tatsache, daß man dem Stück in Nauborn aus welchen Gründen auch immer nicht gewachsen war und es vom Programm streichen mußte, trägt zur Spannung mit bei. Um so größer ist dann die Freude, als es – gerade vor eigenem Publikum bei diesem herausragenden Anlaß gelingt – dieses wohl bislang für die „Frohe Stunde“ schwerste Stück in überzeugender Manier darzubieten.
Beide Auftritte an diesem Abend gestalten sich für die Zuhörer zum echten Kunstgenuß und hinterlassen ein überaus positives Echo. Das der zweite Teil vielleicht etwas zu lang geriet und das Publikum letztlich überaus dankbar reagierte, als es nach schwieriger Kost bei den beiden letzten Stücken des Vocalensemble sich endlich entspannt zurücklehnen durfte, vermag die durchwegs positive Bilanz nicht zu trüben. Die Tatsache, daß bis zum letzten Vortrag noch immer die berühmte Stecknadel das Maß aller Dinge war, spricht für sich.
Schließlich mündete der Abend sogar noch in einer Hommage an das Datum (11.11), als die Zuschauer es sich nicht nehmen ließen, bei „Am Dom zo Kölle“ erst klatschend, dann schunkelnd und schließlich singend mit ein zufallen. Derart wirkungsvoll eröffnet, gelang dann auch noch die 3. Halbzeit, in der Mitwirkende und Zuhörer von 23.30 Uhr bis zum frühen Morgen um 06.30 Uhr (beim Eier backen in der Küche von Christoph und Hertha Weimer ) noch einmal die Höhepunkte der Jahrhundertfeierlichkeiten Revue passieren ließen!

















15. November – 1. Gesangstunde mit neuem Klavier
Zur ersten Gesangstunde mit dem neuen Klavier – das am vergangenen Samstag beim Konzert seine Premiere hatte – treffen sich die Sänger wie gewohnt im Saal der Gastwirtschaft „Lindenhof“. Da jetzt alle Feierlichkeiten hinter uns liegen, können wir uns nun auf neue Literatur konzentrieren. Dazu gehört in erster Linie das Chorwerk „Veit Stoß“ von Klaus Ochs, das wir zwar in zwei, drei vorangehenden Gesangstunden schon einmal angesehen haben, heute aber erstmals intensiv proben.
16. November – Beerdigung unseres inaktiven Mitgliedes Ignatius Gläser
Zur Beerdigung des inaktiven Mitgliedes Ignatius Gläser tragen auch die Sänger mit zwei Liedvorträgen bei. Bei dem Werk von Klopstock „Über den Sternen .....“ kommt der Chor jedoch nicht über die ersten Takte hinaus, weil aus unerfindlichen Gründen die Harmonien nicht stimmen. Vizechorleiter Christoph Weimer beläßt es daraufhin bei dem in gewohnter Manier vorgetragenen Lied.
22. November - Das alte Klavier verlässt uns
Nach der Gesangstunde sammelt Christoph Malm, der das alte Klavier vom Verein gekauft hat, einige Sänger um sich, um das alte Klavier in sein Haus (Unterstr. 12) zu transportieren. Immerhin 11 jüngere Sänger sind nötig, um das Instrument – wie schon so oft – die Außentreppe des Saales hinunter, durch die Gastwirtschaft, über die Straße, durch die Garage und schließlich die enge Treppe hoch in das Haus von Christoph Malm zu schleppen.
01. Dezember - Goldene Hochzeit Erwin und Liesel Malm
Auf Wunsch der Kinder des Jubelpaares sollte die „Frohe Stunde“ den Gottesdienst des Festes mit gestalten. Der Vorstand hatte daraufhin beschlossen, nicht nur diesem speziellen Wunsch zu entsprechen, sondern zukünftig bei diesem Anlaß grundsätzlich für den Gottesdienst zur Verfügung zu stehen, sofern dies von den Beteiligten gewünscht wird. Angehörige, Verwandte und Freunde und nicht zuletzt das Jubelpaar selbst zeigen sich dann auch begeistert, als es dem Chor - trotz der räumlichen Enge auf der Empore der Kappelle und der Erkältung seines Chorleiters – eine festliche Atmosphäre in das kleine Gotteshaus zu zaubern. Nicht weniger dankbar zeigt man sich bei der anschließenden Feier im Bürgerhaus, zu der sich die ganze Gemeinde im traditionellen Fackelzug hinbegeben hat. Bei den anschließenden Ansprachen wird deutlich, daß wir mit Erwin Malm einen der treuesten Sänger ehren, der sich um die „Frohe Stunde“ in vielerlei Hinsicht verdient gemacht hat.
02. Dezember - Tod unseres Vereinswirtes Josef Pörtner
Wie eng auch für die „Frohe Stunde“ Freud und Leid beieinander liegen, beweist die Tatsache, daß in der Nacht vom 01. auf den 02. Dezember – während sich ein Teil der Sänger noch beim Freibier auf der „Goldenen Hochzeit“ befindet - unser Ehrenmitglied und ehemaliger Vereinswirt Josef Pörtner verstirbt. Fast 86 jährig (geb. am 25.12.1914) kann er sicher auf ein erfülltes Leben zurück schauen. Trotz erheblicher Mobilitätsprobleme war er jedoch geistig noch überaus rege und hatte keine akuten Beschwerden, so daß der Tod für alle Beteiligten doch recht überraschend gekommen ist.
Die „Frohe Stunde“ verliert einen engagierten Sänger und Freund, der über Jahre –auch als 1. Vorsitzender – die Geschicke des Vereins maßgeblich mit geprägt hat. In erster Linie wird „Oschels Jupp“ aber sicherlich als Vereinswirt in Erinnerung bleiben, dessen gastliches Haus über Jahrzehnte traditioneller Schauplatz fast sämtlicher Vereinsaktivitäten gewesen ist. Die „Frohe Stunde“ wird ihm sicherlich ein ehrendes Andenken bewahren.
Aus Schaden klug geworden treffen sich die Sänger am Vorabend der Beerdigung, um die vorgesehenen Lieder kurz anzusingen. Erneut wirft das Werk von Klopstock Probleme auf und wird kurzer Hand durch das „Forschen nach Gott“ von Konradin Kreutzer ersetzt. Die Aufführung der Stücke klappt denn auch reibungslos. Einem Wunsch des Verstorbenen entsprechend versammeln sich die Sänger, dann im Anschluß an den Beerdigungskaffee im Bürgerhaus noch einmal im „Lindenhof“, um ein letztes Mal auf „Oschels Jupp“ anzustoßen.
17. Dezember - Seniorenfeier
Der Seniorentag findet in fast altgewohnter Manier statt. Erstmals ist allerdings die Andacht zur Eröffnung bereits im Bürgerhaus und nicht – wie früher üblich – in der Kappelle. Beim Ansingen versammeln sich die Sänger im Saal der Gastwirtschaft, allerdings ohne die bereits bei der Seniorenfeier teinahmeberechtigten Sänger (das sind die Ehepaare, bei denen zumindest ein Partner 60 Jahre alt ist). Dabei wird augenfällig, daß unser Chor zwar bei weitem kein junger Chor mehr, aber durchaus noch singfähig ist.
30. Dezember - Dankeschönfeier für alle Hilfer der diesjährigen Festlichkeiten
Der Vorstand hat eingeladen und viele, viele sind gekommen. Als Dankeschön für die Mithilfe bei den Festlichkeiten zum 100jährigen Jubiläum ist eine Schneewanderung mit anschließendem gemütlichen Beisammensein im Bürgerhaus geplant. Wie bei allen Planungen zum Jubiläumsjahr trifft auch dieses Angebot voll in´s Schwarze, oder besser Weiße. Nicht nur die zahlenmäßige Beteiligung begeistert, sondern der Umstand, daß auch der Schnee rechtzeitig eingetroffen ist.
Mit Kind und Schlitten geht es warm eingepackt zunächst über „Petschboch“ zum Sportplatz nach Dreikirchen und von dort zur Raststation „Steinefrenz Bahnhof“. Hier ist mit frischer Bratwurst, Glühwein und Schnaps bei eisigen Temperaturen für das Wohlbehagen der Wanderer und „Wintersportler“ bestens gesorgt.
Auf den weiteren Etappen am Ortsausgang Girod (Richtung Steinefrenz) und der Giröder Grillhütte werden jeweils nur mit „Kurzem“ kurz die Akkus gefüllt, um für den Rest des Marsches über Steinefrenz und den Weröther Sportplatz unter Fackellicht gewappnet zu sein. Im Bürgerhaus findet sich schließlich eine zwar abgekämpfte, aber doch wieder recht muntere Truppe ein, die – noch einmal vortrefflich aus der Gulaschkanone verköstigt – noch bis in den frühen Morgen manche Episode des verflossenen Jahres Revue passieren läßt.