2007
12. Januar - Jahreshauptversammlung
Das Jahr 2007 begann traditionell mit unserer Jahreshauptversammlung am 12. Januar im Saal unserer Vereinswirtschaft. Die Versammlung wurde an diesem Abend von Hans-Georg Jung geleitet. Er begrüßte die anwesenden 33 aktive und 3 passive Mitglieder und hielt zunächst eine kurze Rückschau auf das erfolgreiche Jahr 2006. Er dankte den Chorleitern, Vorstandsmitgliedern und Sängern für die fruchtbare und angenehme Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Nach den Berichten des Geschäftsführers, des Kassierers, der Kassenprüfer sowie der einstimmigen Entlastung des Vorstandes standen nun als Hauptpunkt die Neuwahlen des Vorstandes an. Zunächst aber dankte Hans-Georg Jung den ausscheidenden Vortandsmitgliedern Peter Duchscherer und Bruno Heep für deren langjährige Unterstützung im Vorstand und überreichte beiden ein Geschenk. Nun ging es zu den Neuwahlen. Da alle anderen Vorstandsmitglieder ihre Arbeit im Vorstand weiterführen wollten gab es für die einzelnen Posten keine weiteren Vorschläge und die Wahl konnte zügig durchgeführt werden. Am Ende stand folgendes Ergebnis:
- In der Säule I, dem geschäftsführenden Vorstand, sind weiterhin Johannes Hannappel und Hans-Georg Jung als Sprecher des Chores, Bernd-Josef Metternich als Geschäftsführer und Klaus Münz als Kassierer tätig.
- Die Säule II besteht aus Markus Fein als Notenwart, Hans-Peter Kaiser und Paul Weimer. Als neues Mitglied kommt hier Andreas Kronimus als stellv. Geschäftsführer hinzu.
- Schließlich die Säule III, die aus Edi Hannappel als stellv. Kassierer, Gerold Haselsteiner als stellv. Notenwart, Franz Klein und, ebenfalls als neues Mitglied, Leonard Weyand besteht.
Bemerkenswert ist hier sicherlich, dass es bei dieser geheim durchgeführten Wahl keine einzige Nein-Stimme gab. Wahlleiter Dieter Pörtner wertete dieses Ergebnis als großen Vertrauensbeweis für die geleistete Vorstandsarbeit. Gleichzeitig sei es aber auch Verpflichtung für die Zukunft. Ein weiterer wichtiger Punkt war die Änderung der Satzung im Hinblick auf die Ehrenmitgliedschaft. Die bisherige Praxis Sänger, die 40 Jahre aktiv gesungen haben, zum Ehrenmitglied zu ernennen, stellt, wenn man auf das immer höher werdende Durchschnittsalter des Chores sieht, die Besonderheit dieser Auszeichnung in Frage. Der Vorstand schlägt der Versammlung vor dies in der Satzung zu ändern. Nach eingehender Aussprache stimmen die Anwesenden mit 31 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen zu.
Die neue Regelung lautet nun: „Ehrenmitglied kann jede Person werden, die insgesamt 50 Jahre aktiv gesungen oder sich um den Verein und/oder das Chorwesen insgesamt besondere Verdienste erworben hat. Die Ernennung erfolgt von der Hauptversammlung auf Vorschlag des Vorstandes“. Die Versammlung endete wie immer mit dem Lied „Das Morgenrot“.
20. Januar - Familienabend „Bastionesdooch“
Für den 20. Januar hatten wir alle Mitglieder sowie die Witwen unserer verstorbenen Mitglieder zu einem Familienabend ins Bürgerhaus eingeladen. Es sollte auch eine kleine Wiederbelebung des „Bastionestooch“ werden, wo in früheren Jahren zum Fest des Hl. Sebastian der MGV seine Theateraufführungen veranstaltete.
Zu Beginn gestalteten wir einen Gedenkgottesdienst für die lebenden und Verstorbenen Mitglieder in unserer Kapelle musikalisch mit. Pater Ottmar Steinebach hatte sich dankenswerter Weise bereit erklärt die Messe zu halten und war sichtlich froh, den Weröther Feiertag seit langem wieder einmal mitfeiern zu können. Im Anschluss ging es dann ins Bürgerhaus um hier im Kreise der Vereinsfamilie einen insgesamt gelungenen Abend zu verbringen.
Nach einer kurzen Begrüßung und nach einem, etwas verspäteten gemeinsame Essen, standen dann die Ehrungen verdienter Sänger im Mittelpunkt. Helmut Schwarz wurde für 60 Jahre aktive Mitgliedschaft in unserem Chor geehrt. Er ist der erste Sänger in unserem Verein dem diese Ehrung zuteil wurde, ebenso der letzte Aktive, der seit dem Wiederbeginn nach dem 2. Weltkrieg in unserem Chor noch mitsingt.
Eine Ehrung für 25 Jahre aktives Singen erhielt Herbert Malm. Er war insgesamt 13 Jahre lang unser 1. Vorsitzender, was gleichzeitig die längste Amtszeit in unserer Vereinsgeschichte bedeutet. Den Höhepunkt seiner Amtszeit bildete sicherlich das überaus erfolgreiche 100-jährige Jubiläum im Jahr 2000. Die außergewöhnlichen Verdienste dieser beiden Sänger waren für den Vorstand mit ein Grund, die Ehrungen im Rahmen des Familienabends durchzuführen.
Die Ehrungen übernahm der Ehrenvorsitzende der Sängergruppe III, Josef Kaspari, der diese Aufgabe auf Grund seiner freundlichen Beziehung zu unserem Verein auch gerne übernommen hatte. Hans-Georg Jung dankte Beiden im Namen des MGV für die geleistete Arbeit und übereichte ein Geschenk. Eigentlich sollte auch Rudi Pehl an diesem Abend für 25-jähriges Singen geehrt werden, doch leider konnte er aus gesundheitlichen Gründen an dieser Feier nicht teilnehmen. Sobald möglich wird diese Ehrung nachgeholt.
Nach dem offiziellen Teil ging es dann etwas ungezwungener zu. Eine Fotoshow mit Bildern und Filmen, zusammengestellt von Johannes Hannappel, rundete den sehr harmonisch verlaufenden Abend ab.
06. Februar - Beerdigung von Egon Pörtner
Noch am Tag der Beerdigung von Hans Kronenberg erreichte uns die nächste traurige Nachricht. Am Morgen des 30. Januar war im Limburger Krankenhaus unser förderndes Mitglied Egon Pörtner verstorben. Egon Pörtner war 16 Jahre lang auch aktives Mitglied gewesen und hinterlässt in seiner Familie sowie im gesamten Weröther Dorfleben eine große Lücke. Besonders zu erwähnen ist seine engagierte Mitarbeit im Notvorstand des Jahres 1991, als der Verein auf der Suche nach einem 1. Vorsitzenden war. Bei seiner Beerdigung am 06. Februar legten wir ihm zum Gedenken eine Blumenschale nieder und Edi Hannappel hielt eine Grabrede.
28. Februar - Fackelzug zur Goldene Hochzeit von Edith und Günter Schäfer
Am 28. Februar feierten die Eheleute Edith und Günter Schäfer das Fest ihrer goldenen Hochzeit. Unser Chor umrahmte den Fackelzug der Ortsgemeinde mit einem Ständchen. Johannes Hannappel ging in seiner Dankesrede besonders auf die vielen Verdienste unseres ehemaligen aktiven Sängers und Vorstandsmitglieds Günter Schäfer ein. Er dankte ihm für seine über 60 jährige Mitgliedschaft in unserem Verein. Anschließend lud „de Elzer“ alle Anwesenden zu einem Umtrunk ins Bürgerhaus ein, von dem wir auch schnell Gebrauch machten.
28. April - Frühlingskonzert beim MGV "Concordia" Girod
Der MGV „Concordia“ Girod hatte uns zur Mitwirkung bei ihrem Frühlingskonzert am 28. April eingeladen. Natürlich waren wir dieser Einladung gerne gefolgt und da auch unsere Sangesfreunde aus Frickhofen anwesend waren, brachten wir zunächst gemeinsam zwei Lieder zum Vortrag. Obwohl wir schon fast zwei Jahre lang nicht mehr gemeinsam aufgetreten waren, gelangen die Vorträge doch erstaunlich gut. Bei unserem alleinigen Auftritt glichen wir uns dann doch eher dem unterdurchschnittlichen Niveau des gesamtem Konzertes an. Vielleicht lag es auch an unserer Liedauswahl, dass das Publikum mit Beifall doch eher geizte.
12. Mai - Dankamt zur Goldenen Hochzeit von Hedwig und Helmut Schwarz
Die nächste Goldene Hochzeit des Jahres feierte am 07. Mai Hedwig und Helmut Schwarz. Auf Wunsch unseres Ehrenmitgliedes gestalteten wir das Dankamt am 12. Mai in der Pfarrkirche Steinefrenz mit, ebenso den abendlichen Fackelzug der Ortsgemeinde am Bürgerhaus. Johannes Hannappel dankte unserem zur Zeit ältesten Sänger und auch seiner Frau für die langjährige Unterstützung unseres Vereins und übereichte ein Geschenk. Ein sichtlich gerührter Jubilar lud anschließend alle Beteiligten zu Speis und Trank ins Bürgerhaus ein und wir nahmen diese Einladung natürlich gerne und auch ausgiebig an.
02. Juni - Chorwettbewerb in Somborn
Aus Anlass seines 115 jährigen Bestehens richtete der Männerchor 1891 Somborn am 02. Juni einen Chorwettbewerb aus, zu dem wir uns in der Klasse M3 angemeldet hatten. Wir traten gegen den MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag von der Bergstrasse an, der, wie es im Vorfeld hieß, ein recht leistungsstarker Chor sein sollte. Das Wertungsgericht bildete an diesem Tag Frau Linda Horowitz und der uns bestens bekannte Artur Groß. Als Vorträge hatten wir das Chorwerk „Der Tambour“ von Hugo Distler sowie die Volkslieder „Wohlauf, ihr Gäste“ von Erasmus Widmann und den „Drunken Sailor“ gemeldet.
Die Bedingungen am Austragungsort des Wettbewerbes, eine etwas heruntergekommene Schulturnhalle, konnte man doch als sehr bescheiden bezeichnen und die schlechte Akustik im Saal trug auch dazu bei, dass wir mit gemischten Gefühlen die Bühne betraten. Doch nach anfänglichen kleinen Schwierigkeiten steigerten wir uns von Vortrag zu Vortrag und boten insgesamt eine sehr eindrucksvolle Leistung. Doch auch die Konkurrenz aus dem Odenwald bot eine ansehnliche Darbietung, sodass man mit einem knappen Ergebnis rechnete.
So ging es dann in das mit viel Liebe geschmückte Festzelt, in dem eine sehr gute Band auch sofort gute Stimmung verbreitete. Bis zur Bekanntgabe der Punkte am späten Abend waren wir wegen der guten Musik und des kräftigen Gebrauchs von Gerstensaft und hochprozentigem Wodka schon bester Laune. Die Freude steigerte sich noch, als man das Ergebnis erfuhr.
Mit 124 Punkten für das Chorwerk und 116 bzw. 117 Punkten für unsere Volkslieder hatten wir insgesamt 19 Punkte Vorsprung vor dem Konkurrenten. Man konnte sogar mit den großen Chören der M2 und M1 mithalten. Auch Jens Röth erreichte mit 177 Punkte den 1. Dirigentenpreis und damit insgesamt mit anderen Chorleitern den 2. Platz des gesamten Wettbewerbes.
Nachdem „Kätreine Helmut“ und „Bombe“ als ältester und jüngster Sänger die Preise entgegengenommen hatten ging es dann weiter mit dem Feiern, besonders als dann auch noch einige Frauen vom Frauenchor Horbach ins Spiel kamen. Spät in der Nacht traten wir dann mehr oder weniger nüchtern die Heimreise in den Westerwald an.
03. August - Dankgottesdienst zur Goldenen Hochzeit von Inge und Rudi Pehl
Ein weiteres hochzeitliches Jubiläum fand am 3. August statt. Inge und Rudi Pehl hatten sich vor genau 50 Jahren das Ja-Wort gegeben und feierten dies im Kreise ihrer Verwandten, Freunde und Bekannten. Auf Wunsch der beiden gestaltete die „Frohe Stunde“ den nachmittäglichen Dankgottesdienst in der Kapelle mit. Trotz einer sehr dünnen Besetzung gelangen uns die Stücke recht gut und fanden auch Gefallen beim Jubelpaar. Auch der abendliche Fackelzug der Ortsgemeinde wurde natürlich von unserem Chor musikalisch umrahmt. Da Rudi Pehl bei den Ehrungen am Anfang des Jahres aus gesundheitlichen Gründen fehlte wurde er an diesem Abend auch noch für 25 Jahre aktives Singen geehrt. Die Ehrung erfolgte durch den neuen Vorsitzenden der Sängergruppe III, Herrn Hans-Joachim Bartsch aus Heilberscheid. Nach den ausgiebigen Reden lud das Jubelpaar alle Anwesenden zu einem Umtrunk ins Bürgerhaus ein.
29. September - Kritiksingen der Sängergruppe III in Steinefrenz
Nach mehrmaligen Verschiebungen des Termins sowie des Austragungsortes fand das Kritiksingen der Sängergruppe III am 29. September in Steinefrenz statt. Als Kritiker hatte man mit Prof. Volker Hempfling diesmal einen national wie international erstklassigen Fachmann in Sachen Chormusik engagiert.
Bisher war man gewohnt, dass nach dem Vortrag eines Chores der Kritiker seine Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge von seinem Podium aus abgab. Bei Volker Hempfling ging es für die Chöre nach den jeweiligen Vorträgen erst richtig los. Er ging zu den Sängern auf die Bühne und ging Stück für Stück die vorgebrachten Lieder im Detail durch. Auch gymnastische und tänzerische Einlagen wurden von den Chören abverlangt und trieben so manchem Sänger die Schweißperlen auf die Stirn.
Im Hinblick auf den Wettbewerb in Prag brachten wir die Stücke „Wohlauf, ihr Gäste“ und „Der Tambour“ zum Vortrag. Professor Hempfling zeigte sich tief beeindruckt von unseren Darbietungen. Als er zu uns auf die Bühne kam, stellte er zunächst die Frage „Warum wart ihr eigentlich nicht beim letzten deutschen Chorwettbewerb?“ Diese Frage aus so berufenem Mund sagt allein eigentlich schon alles aus. Trotzdem gab er noch einige nützliche Anregungen und Vorschläge und zeigte uns auf, was wir noch verbessern können. Alles in allem war er sehr zufrieden mit uns, sodass wir, Gott sei Dank, vor größeren Tanzvorführungen verschont blieben.
Insgesamt litt die Veranstaltung sehr an der mangelnden Beteiligung seitens der Gruppenchöre. Nur 10 von 20 Vereine waren erschienen, sodass man über die Zukunft des Kritiksingens sowie der Sängergruppe selbst ein großes Fragezeichen setzen muss.
06. Oktober - Liederabend beim MGV Dutenhofen
Am 6. Oktober nahmen wir am Liederabend des MGV Dutenhofen teil. Wir brachten hier in erster Linie das Programm für Prag zum Vortrag, und die sehr schwierige Akustik der großen Sporthalle war eine sehr gute Vorbereitung für diesen Wettbewerb. Alles in allem gelang uns ein sehr guter Auftritt, obwohl wir auch noch einige Schwachstellen bei einigen Stücken registrieren musste. Dem zahlreich erschienenen Publikum, sowie unseren mitgereisten Fans aber gefielen unsere Vorträge, sodass wir um eine Zugabe nicht herum kamen. Auch beim anschließenden Umtrunk wurden bis zur Heimfahrt noch zahlreiche Lieder gesungen.
25. bis 28. Oktober - 21. Internationaler Chorwettbewerb "Praga Cantat" in Prag, Tschechien
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Reisetagebuch von Johannes Hannappel
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Anfahrt
Am Donnerstag früh kurz vor 06.00 Uhr treffen sich die Sänger und ihre drei „F“ (Frauen, Freundinnen und Fans), um sich vier schöne und vor allem erlebnisreiche Tage in der goldenen Stadt Prag zu gönnen. Im Vordergrund steht die Teilnahme bei der 21. Auflage des „Praga cantat“ (Prag singt), einem alljährlich im Herbst stattfindenden, internationalen Chorwettbewerb, zu dem sich neben der „Frohen Stunde“ noch insgesamt rund 30 Chöre aus den unterschiedlichsten Nationen angemeldet haben. Daneben will man natürlich auch die Stadt erkunden und der Vorstand erhofft sich insgesamt ein noch engeres Zusammenwachsen der Chorfamilie.
Pünktlich stehen Bus und Fahrer Wolfgang der Fa. Rosi Reisen vor dem Vereinslokal und so startet die Truppe um 06.00 Uhr gen Prag. Den ersten geselligen Teil bildet um 08.00 Uhr das gemeinschaftliche Frühstück auf der Autobahnraststätte, für das Chefkoch Leonhard Weyand jede Menge Spezialitäten organisiert hat. Neben der obligatorischen Fleischwurst mit Brötchen kommt noch daumendicker Bierschinken, Laugengebäck und Käse in mundgerechten Portionen zum Einsatz.
Gut gestärkt setzt man die Reise fort und genießt vier Stunden später in und an einem gutbürgerlichen Restaurant im bayerischen Wald das erste wohlschmeckende Pils der Reise (zu Fleischwurst mit Brötchen, daumendickem Bierschinken, Laugengebäck und Käse). Die etwas eintönige Speisenfolge hat den unbestreitbaren Vorteil –Dank Leonhard - kostenlos zu sein, was zusammen mit der neu hinzugekommenen Getränkespezialität die zuvor etwas verschlafene Stimmung deutlich hebt. Die wahren Gourmets können sich selbstverständlich auch im Restaurant stärken.
Weitere ca. ein dreiviertel Sunden später am Grenzübergang zu Tschechien dann das erste denkwürdige Zusammentreffen mit der Konkurrenz. Zwei Busse der Fa. Dornburg Reisen und an deren Heckscheibe je ein Plakat mit dem Hinweis. „“Cäcilia“ Chöre Lindenholzhausen auf dem Weg nach Prag. Fahrer Wolfgang bemüht sich, bereits hier zumindest fahrtechnisch in Führung zu gehen. Dies gelingt jedoch nur zur Hälfte, denn zwei weitere Busse sind voraus und nicht mehr einzuholen.
Ankunft in Prag
Nachdem sich der Bus kurz vor Prag noch einmal in eine Art Wechselstube verwandelt hat erreichen alle wohlbehalten gegen 16.00 Uhr das TOP Hotel in Prag, dessen Top sich rein äußerlich zunächst vor allem in seiner Größe zeigt. Hier treffen wir erstmals auf EVA unsere tschechische Reiseleiterin, die uns in allen Nöten zur Seite steht und später zur Goldmarie wird. Auch nach dem Einchecken und einem ersten Abendessen erweist sich unsere Unterkunft als durchaus TOP und beherbergt neben der „Frohen Stunde“ auch noch die „Cäcilia“ Chöre mit zweihundert Personen. Da es neben der musikalischen auch noch verwandtschaftliche und bekanntschaftliche Bindungen zur „Cäcilia“ gibt, kommt es zu vielen interessanten Begegnungen und Gesprächen, die nach der Rückkehr in die Heimat bei allen Beteiligten als Bereicherung und besonderes Erlebnis im Gedächtnis bleiben.
Empfang im Altstädter Rathaus
Nachdem sich abends bereits ein Teil der Truppe aufgemacht und ins Prager Nachtleben gestürzt hat, werden Chorleiter Jens Röth und Vorstandssprecher Johannes Hannappel zusammen mit den offiziellen Vertretern der anderen Teilnehmerchöre zum Altstädter Rathaus chauffiert, wo die Stadt gegen 21.00 Uhr zu Ehren der Gäste einen Empfang gibt. Ein Vertreter des Magistrats begrüßt die Anwesenden und wünscht den Veranstaltungen einen guten Verlauf. Der künstlerische Leiter Miroslav Kosler dankt für die freundlichen Worte; Jens und Johannes für die kleinen Häppchen und die sich anschließende fachkundige Führung. Ein Erlebnis der besonderen Art, dass man nur empfehlen kann. Damit endet der erste Tag in Prag, der Dank einer reibungslosen Organisation zu den besten Hoffnungen Anlass gibt.
Sightseeing oder Eröffnungskonzert
Nachdem man bereits Tags zuvor entschieden hat, am Vormittag auf eine Probe zu verzichten, muss man sich nach dem Frühstück entscheiden. Alternativ gibt es die Möglichkeit, sich entweder auf eigene Gefahr und Rechnung die Stadt anzusehen, oder aber - dem offiziellen Programm folgend - am Eröffnungskonzert in der Staatsoper teilzunehmen. Der Autor dieser Zeilen folgt der Gruppe in die Staatsoper und zeigt sich – wie alle anderen – insbesondere auch vom äußeren Rahmen sehr beeindruckt. Dem Festakt der feierlichen Eröffnung des Wettbewerbs folgt ein Konzert der „Bambini di Praga“, einem Kinder- oder eher Jugenchor aus Prag, der ein Feuerwerk der guten Laune abbrennt und insbesondere durch seine hinreißenden Interpretationen einer Vielzahl von internationalen Volksliedern zu begeistern weiß. Besonders die Performance eines südafrikanischen Titels reißt die Besucher zu Beifallstürmen hin.
Wettbewerb
In dieser Form musikalisch bestens eingestimmt treffen sich schließlich die Sänger nach dem Mittagessen um ca 14.00 Uhr im Hotel zu einer ersten eigenen Verständigungsprobe. Da es in dem riesigen Hotelkomplex wohl genügend Räume, aber nur ein „Probelokal“ mit Instrument gibt (dass die Freunde aus Lindenholzhausen in Beschlag genommen haben), entschließt man sich zur Probe im Foyer des Kongresssaales, wo sich für die 34 Sänger mit ihrem Chorleiter ausreichend Raum findet, ohne in den Weiten dieser Riesenherberge irgendjemand zu stören.
Die Probe selbst verläuft etwas behäbig, wobei viele offenbar dem schmackhaften Mittagessen Tribut zollen müssen. Dennoch treffen sich alle gutgelaunt gegen 16.00 Uhr in der Hotellobby und das eigentliche „Unternehmen Prag“ beginnt.
Das Nationalhaus selbst beeindruckt durch seine äußere Erscheinung und ist ein mehr als würdiger Rahmen für einen internationalen Wettbewerb. Die Akustik des Mayakovsky Saales, dem eigentlichen Austragungsort der Konkurrenz, ist überwältigend und kommt der Literatur der „Frohen Stunde“ entgegen. Während wir noch den anderen Kategorien lauschen steigt die Spannung.
Kurz vor dem eigentlichen Einsingen treffen sich die Sänger noch einmal zu einem Gruppenbild im Treppenhaus. Ein Blick in die Gesichter verrät Spannung, aber weder Hektik noch Nervosität. Der Umgang ist trotz hoher Konzentration freundlich und harmonisch. Jeder weiß: „Hier können wir nur gewinnen.“
Schließlich führt uns eine eigens vom Veranstalter abgestellte Begleitperson in den Proberaum, dessen Fenster sperrangelweit aufstehen und neben frischer Luft auch Sirenengeheul und Verkehrslärm einlassen. In dieser Form noch einmal schockartig wachgerüttelt, findet Jens Röth offenbar genau die richtigen Worte und Stimulantien, um die Truppe noch einmal „heiß“ zu machen.
Hochmotiviert betreten wir daher um ca. 19.20 Uhr die Bühne und es gelingt, was wir uns zum Ziel gesetzt haben: „So gut zu singen, wie wir das können.“ Bereits nach wenigen Takten merkt jeder Sänger, dass heute Alles möglich ist. Als wir die Bühne unter tosendem Applaus verlassen, scheint das ersehnte Golddiplom in greifbare Nähe gerückt. Überglücklich kann man diesen Tag beschließen und darauf hoffen, dass die Jury unseren Eindruck teilt.
Abschluss im Nationalhaus
Im Gewölbekeller des Nationalhauses und auch sonst feiert man noch ausgiebig den gelungenen Auftritt, mit Tschechen und Bosniern und schließt den Tag mit einem Geburtstagsständchen an unseren Geschäftsführer Bernd-Josef Metternich.
Stadtrundfahrt
Nachdem man kurzfristig beschlossen hat, die Stadtrundfahrt zwei Stunden später als geplant anzutreten und das für 13.00 Uhr im Hotel geplante, gemeinsame Mittagessen zu Gunsten eines Imbiss in der Stadt ausfallen zu lassen, treffen sich alle mehr oder weniger ausgeruht gegen 10.00 Uhr in der Hotellobby.
Noch einmal lässt man den Wettbewerbsauftritt und die „Nachwehen“ Revue passieren, um sich dann interessiert den Ausführungen der beiden Begleitpersonen zu widmen. Zunächst bringt uns Wolfgang mit seinem edlen Gefährt zur Prager Burg. Auf dem Weg dorthin erfahren wir, dass sich die Gruppe dort teilen muss, um einen ansprechenden Eindruck zu gewinnen und den Erläuterungen der fußläufigen Führung besser folgen zu können. So begleitet Eva die auf der linken Busseite Sitzenden (oder waren es doch die rechts) und neu als Führerin kommt für die (jeweils) Anderen Dagmar dazu.
Diesem Trupp folgt auch der Autor dieses Berichts und erlebt zunächst den stündlich, obligatorischen Wachwechsel an einem der Eingangstore zur Burg. Während der weiteren Stunden erkunden die Beteiligten fast alle Ecken (bis auf das Innere des Doms) auf dem riesigen Areal. Dabei bieten sich immer wieder wunderschöne Blicke auf die Stadt, auf die deutsche Botschaft (die während der Wende berühmt wurde),die englische Botschaft und das Wallenstein-Palais. Der Rundgang führt vorbei an dem berühmten „Fenstersturzfenster“ und endet schließlich für diese Führung nach dem Überqueren der Moldau auf der nicht minder berühmten Karlsbrücke vor der astronomischen Uhr am Altstädter Rathaus. Nach einem späten Mittagessen nimmt Wolfgang schließlich gegen 16.00 Uhr die komplette Truppe am Hauptbahnhof wieder auf und chauffiert sie zurück ins Hotel.
Offizielle Abschlussfeier und Siegerehrung
Die Spannung steigt. Um 19.00 Uhr beginnt die 1. Abschlussfeier im Nationalhaus mit der Siegerehrung und Preisverleihung lt. offiziellem Programm in den Chorkategorien A,B,E und F. Was dann folgt ist jetzt noch – auch mit dem Abstand von einigen Tagen – kaum zu begreifen. Zunächst sammelt sich der größte Teil der Sänger mit entsprechender Gefolgschaft aus Sicht des Saales links ziemlich unmittelbar vor der Bühne, während Chorleiter und je ein Vorstandsvertreter auf die Bühne gebeten werden.
Eröffnet wird die Feier von einer Bläsergruppe auf der Empore über der Bühne mit einer standesgemäßen Fanfare. Grußworte der offiziellen Vertreter der Jury etc. schließen sich an und eine Dame moderiert vielsprachig (im Wesentlichen tschechisch, englisch, französisch, italienisch und deutsch). Die Spannung steigt.
Zunächst singen wohl die ohne Wertung am Wettbewerb teilnehmenden Chöre gemeinsam ein Lied aus allen Richtungen des Saales. Die Vertreter dieser Chöre erhalten je eine Urkunde und ein Gastgeschenk in Form einer Keramikglocke. Dann ein erstes verständliches Ergebnis. Der Frauenchor der „Cäcilia“ erhält ein Silberdiplom. Die Bedeutung dieses Vorganges erschließt sich nur teilweise. Inder Rückschau war zu diesem Zeitpunkt wohl schon klar, das die verbleibenden Chöre alle ein Golddiplom „ersungen“ hatten.
Unter dem Dirigat einer russischen Chorleiterin singen alle Frauenchöre zusammen ihr Pflichtstück. Die Vertreter der drei übrigen Frauenchöre in dieser Kategorie erhalten ihr goldenes Diplom und danach wird der Kategoriesieger feierlich verkündet. Die Spannung steigt weiter.
Dann wird die Kategorie der Maile choirs, der Männerchöre angekündigt. Ein erster Freudentaumel. Tatsächlich wird kein bronzes oder silbernes Diplom vergeben. Als erster Chor erhält Lindenholzhausen ein Golddiplom und dann geschieht das von vielen Erhoffte bzw. Ersehnte. Aus der Hand des Jurymitgliedes Jiri Kolar nehmen Jens und Johannes ein Golddiplom entgegen. Damit haben sich alle Anstrengungen gelohnt, alle Rechnungen sind aufgegangen und man genießt den Augenblick. Die Erwartungen sind erfüllt und man kann sich behaglich zurücklehnen.
Als der Chorleiter der Cäcilia“, Matthias Schmitt, plötzlich zum Bühnenrand geht und das von allen Männerchören gelernte und gemeinsam gesungene Pflichtstück „Veno“ dirigiert, scheint sich die Prognose zu erfüllen, dass der Kategoriesieger Lindenholzhausen heißen wird. Nachdem auch der slowenische Chor sein Golddiplom erhalten hat, moderiert die Sprecherin vielsprachig die Bekanntgabe des Kategoriesiegers an. Angesichts des gekonnten Brimboriums steigt tatsächlich noch einmal die Spannung. Das Ganze mündet in dem vielfach bekannten „and the winner is ...und Frau Moderatorin beginnt mit tschechischem Akzent zu buchstabieren ......M ....(bereits jetzt gibt s erste Rufe aus den Reihen der Sänger) .... G ......und urplötzlich bricht ein vielstimmiger Jubelschrei aus den Reihen der „Frohen Stunde“ los, noch ehe die Moderatorin vollendet, was eigentlich nicht zu fassen ist ....V......“Frohe Stunde“ Weroth.
Was dann folgt ist mit Worten nicht mehr zu beschreiben. Alle liegen sich in den Armen. Selbst die zurückhaltendsten legen plötzlich ungeahnte Emotionen frei. Sänger, Ehefrauen, Freundinnen und Fans, alles jubelt wild durcheinander, bis das Unglaubliche sich auch für Jens und Johannes auf der Bühne realisiert: Eine Sensation. Der MGV „Frohe Stunde“ Weroth ist mit 34 Sängern unter seinem Dirigenten Jens Röth in der tschechischen Hauptstadt Prag Kategoriesieger der Männerchöre eines renommierten intern. Wettbewerbes, des „Praga cantat“ 2007. Als Jens und Johannes Pokal und Urkunde in den Händen halten und die „Frohe Stunde“ vom Organisator gebeten wird zum Abschluss dieser Veranstaltung, allen Anwesenden noch eine Kostprobe ihres Könnens zu geben, fließen beim „Maidle“ von Silcher schon erste Freudentränen.
Als sich das Unmögliche schließlich in den Köpfen festgesetzt hat und angesichts des Pokals und der Urkunde nicht mehr wegzudiskutieren ist, brechen alle Dämme. Es ist der größte Wettbewerbserfolg in der 107 jährigen Geschichte des Vereins, eine Sternstunde der „Frohen Stunde“, die es nun standesgemäß zu feiern gilt.
Inoffizielle Abschlussfeier
Eva, unsere tschechische Goldmarie, die sich ebenfalls ihrer Tränen nicht schämt und von Allen herzlich gedrückt wird, hat (vielleicht in weiser Voraussicht) in einem Gewölbekeller der Altstadt einen Raum angemietet, indem man nach einem Abendessen aus der böhmischen Küche unter den Klängen eines Akkordeons den Erfolg gebührend begießt.
Nachdem Sabine Hannappel Sängern und Chorleiter für alle Mitgereisten herzlich gratuliert hat, erklingt für den Chor die Hymne: „So sehen Sieger aus ... Schalalala Danach fließt das tschechische Bier in Strömen; man singt und schunkelt im Wechselspiel mit dem Akkordeon und genießt den ungeahnten Erfolg. Tatsächlich sorgen die Damen der Schöpfung an diesem Tag dafür, dass Sänger und Chorleiter wirklich wie Sieger aussehen und organisieren noch kurz vor Ladenschluss goldfarbene Schals.
Bis spät in die Nacht dauern die Feierlichkeiten und werden in der Hotelbar teilweise bis zum frühen Morgen fortgesetzt. Ein schottischer Edelzögling (zum Junggesellenabschied mit seinen Kumpels mal eben für´s Wochenende in Prag) erfährt dort ebenso die Geschichte der „Frohen Stunde“ („von wegen kleines Dörfchen“) wie viele andere internationale Hotelgäste. Und selbst mit den dort noch verbliebenen Sängern der „Cäcilia“ entspinnen sich noch freundschaftliche Gespräche, nachdem die „Überraschung“ auch dort einigermaßen verdaut ist. Für den Autor dieser Zeilen fällt dann um 4.30 Uhr „alter Zeit“ der Hammer. Einige Wenige genießen aber noch den Vorzug, mit der Umstellung von der Sommer- auf die Normalzeit eine Stunde länger zu haben.
Heimreise
Der Sonntagmorgen beginnt für viele Mitreisende zu früh. Angesichts der vorgeschriebenen Lenkzeiten ist die Abreisezeit um 09.00 Uhr jedoch nicht verhandlungsfähig. Wie nicht anders zu erwarten, kommt es daraufhin zu kleinen Verzögerungen. Der Eine kommt mit den subjektiv eingeplanten 10 Minuten Frühstückszeit nicht aus; dem Anderen reicht die Zeit zur Regeneration nicht, obwohl er das Frühstück ganz ausfallen lässt. Es soll sogar welche geben, die schlicht verschlafen haben.
Auffallend ist, dass offenbar eine Erkältungswelle grassiert, da sämtliche Sänger selbst im Frühstücksraum trotz moderater Temperaturen nicht auf die neuerworbenen Schals verzichten können. Noch anwesende, uns wohlgesonnene Gäste aus Lindenholzhausen vermerken dies mit einem Augenzwinkern. Tatsächlich scheinen die Schals neben ihrer ureigenen wärmenden Aufgabe auch schon recht schnell eine gewisse Symbolkraft erhalten zu haben, berichtet man doch von Sängern, die sich auch schlafend von diesem edlen, aber eigentlich doch recht profanen Stück Stoff nicht trennen konnten.
Einige Zeit nach 09.00 Uhr heißt es dann jedoch entgültig Abschied nehmen, vom Top-Hotel, von Goldmarie Eva und schließlich von Prag. Auf der Rückfahrt glühen dann die Drähte in die Heimat und erste Glückwunsche treffen ein. Dank Internet, und Handy hat sich unser sensationeller Erfolg bereits weithin herumgesprochen und die Feierlaune im Bus erhält neue Nahrung. Steigende Umsätze in der Getränkekasse des Fahrers und kürzer werdende Intervalle bei der Benutzung der Bordtoilette sprechen für sich. Im Untergeschoss des Busses entsteht eine Art rollende Kneipe und immer wieder kommt es zu tumultartigen Ausbrüchen, wenn das Erlebte in immer neuen Facetten berichtet und interpretiert wird.
Ankunft im Dorf
Kurz vor dem Dorf ( an der Baumschule Steeger) erwartet dann eine Abordnung der Daheimgebliebenen den Siegerbus, um ihm ein adäquates Aussehen zu geben. Geschmückt mit der Fahne des Dorfes und unter Hupen und anderen Begleitgeräuschen läuft der Triumphzug gegen ca 18.30 Uhr über die Schul- und standesgemäß die Kaiserstraße ins Dorf ein, um vor der Linde an unserem Vereinslokal von der Dorfgemeinschaft empfangen zu werden. Die überschwängliche Freude der Pragfahrer überträgt sich auf alle Anwesenden, mischt sich mit der Freude der Daheimgebliebenen über die gesunde Heimkehr ihrer Lieben und mündet in einem gemeinsamen Freudentaumel mit der Gewissheit, etwas zu erleben, von dem man noch lange erzählen wird.
Auch von offizieller Seite erfährt man Lob und Anerkennung. Verbandsbürgermeister Jürgen Paulus und Ortsbürgermeister Frank Reusch bedanken sich für die hervorragende Leistung. Einmal mehr hat sich die „Frohe Stunde“ als würdiger Repräsentant der Heimat erwiesen und nicht nur sich, sondern auch dem Dorf, der Verbandsgemeinde und dem Westerwald im Ausland neue Freunde und Anerkennung erworben.
Dafür lässt man sich nicht lumpen und lädt alle Anwesenden zum Freibier ins Vereinslokal ein. Als Sprecher des Chores bedankt sich Johannes Hannappel für den grandiosen Empfang und insbesondere bei den daheimgebliebenen Sängern, die auch durch ihre Leistung im Verein zu dem sensationellen Erfolg beigetragen haben. Letztlich haben alle, die der „Frohen Stunde“ in den 107 Jahren ihrer Geschichte ein Gesicht gegeben und die Tradition des Chorgesanges in diesem Verein aufrecht erhalten haben, ihren Anteil am Erfolg.
Nach einem letzten Liedvortrag, über dessen musikalische Qualität sich angesichts des inzwischen tatsächlich etwas lädierten stimmlichen Zustandes einiger Sänger nur spekulieren lässt, rückt die versammelte Festgemeinde ins Vereinslokal ein und lässt den Freudentag ausklingen. Es endet damit die Reise des „Kammerchores“ „Frohe Stunde“ Weroth nach Prag, denn auch mit 34 Sängern „kammer senge“ und sogar internationale Wettbewerbe gewinnen.
Auftritt: Soave fia il morir
Reaktionen nach der Preisverleiung
Abendliche Feier und gemeinsames Essen
17. November - Konzert beim gemischten Chor "Liederblüte" Hirschberg
Nach diesem erfolgreichen Auftritt auf internationaler Ebene folgte recht bald der normale Alltag auf kleineren Bühnen, genauer gesagt im Dorfgemeinschaftshaus Hirschberg. Der dortige gemischte Chor „Liederblüte“ veranstaltete am 17. November einen Liederabend und hatte uns zur Mitwirkung eingeladen. Da die Nachricht von unserem Erfolg in Prag auch schon den Weg nach Hirschberg gefunden hatte, war bei den Zuhörern eine gewisse Erwartungshaltung vorhanden. Dieser kamen wir aber sicherlich nach, da wir auch hier mit dem gleichen Engagement und der gleichen Konzentration den Auftritt bewältigten. Besonders das von Jens Röth gesetzte Stück „Im Feuersturm der Reben“ begeisterte das dankbare Publikum, sodaß wir erst nach zwei Zugaben die Bühne verlassen durften.
10. Dezember - Tod unseres Ehrenmitglieds Josef Zirfas
Zum Ende des Jahres hatten wir leider noch einen Sterbefall zu beklagen. In der Nacht zum 10. Dezember verstarb nach langer und schwerer Krankheit unser Ehrenmitglied, ehemaliger 2. Vorsitzender und Kassierer, Josef Zirfas. Er war von 1946 bis 1968 aktiver Sänger, unterstützte seit dem unseren Verein als förderndes Mitglied und war zum Zeitpunkt seines Todes unser ältestes Vereinsmitglied. Leider war es uns nicht möglich bei seiner Beerdigung am 13. Dezember zu singen da viele Sänger wie auch unser Vizechorleiter aus beruflichen Gründen verhindert waren. Eine Abordnung des Vereins erwies ihm am Grab die letzte Ehre, Hans-Georg Jung hielt eine Grabrede und legte ihm zu Ehren ein Grabgesteck nieder.
Was passiert 2007 sonst noch ...
- 23. Januar - Tod unseres Ehrenmitglieds Hans Kronenberg
- 31. März - 85. Geburtstag unseres Ehrenvorsitzenden Josef Pörtner
- 03. Juli - Ständchen zur Silbernen Hochzeit von Gabi und Thomas Weimer
- 13. Juli - Thekendienst bei der Sportwoche der Spvgg. Steinefrenz/Weroth
- 18. November - Singen am Ehrenmal (Volkstrauertag)