2009
20. Januar - Gedenkgottesdienst für die lebenden und verstorbenen Mitglieder
Musikalisch begann das Jahr wieder mit dem Gedenkgottesdienst für unsere lebenden und verstorbenen Mitglieder an unserem Sebastianstag, dem 20. Januar in unserer Kapelle. Besonders gedachten wir bei dieser Messe unseren im Jahr 2008 verstorbenen Mitgliedern Robert Sternberger und Josef Pörtner.
Zum Vortrag kamen:
- Wohin soll ich mich wenden v. Franz Schubert
- Schlaf Freund v. ?
- Forschen nach Gott v. Konradin Kreutzer
- Sanctus v. Franz Schubert
- Harre meine Seele v. Arnold Kempkens
01. Februar - Matinee des Chorverbandes Rheinland-Pfalz im Schloß Waldthausen bei Mainz
Den ersten musikalischen Höhepunkt bildete schon ziemlich früh im Jahr die Mitwirkung bei einer Veranstaltung des Chorverbandes Rheinland-Pfalz im Schloß Waldthausen bei Mainz. Der Chorverband feierte im Jahr 2009 sein 60 jähriges Gründungsfest und hatte am 01. Februar zu einer Matinee mit Festakt eingeladen. Neben einem Jugendstreichorchester vom Landesmusikgymnasium Montabaur, den Dombläsern vom Mainzer Dom, dem Landes Pop- und Jazzchor und dem Kammerchor „Belcanto“ aus dem Sauerland wurde auch uns die Ehre zuteil, quasi als Vertreter der Männerchöre an dieser Veranstaltung teilzunehmen.
Den äußeren Rahmen bildete ein eher kleiner Konzertsaal, der aber auf Grund seiner Höhe eine außergewöhnlich gute Akustik besitzt. Und dies kam natürlich allen Akteuren entgegen, sodaß sich ein Konzert auf allerhöchstem Niveau entwickelte. Auch wir konnten an diesem Sonntagmorgen das Publikum mit unseren Vorträgen beeindrucken. Nach lang anhaltendem Beifall kamen wir nicht ohne eine Zugabe von der Bühne.
Für uns war es wichtig, daß wir hier eine sehr gute Visitenkarte abgegeben hatten, da der gesamte Vorstand des Chorverbandes, ein Staatssekretär vom Landeskulturministerium sowie der Präsident des Landesmusikrates anwesend war. Und wenn dann eben dieser Präsident Prof. Mahling bei seiner Rede vor allen Zuhörern unsere Leistung besonders hervorhebt und uns mit Nachdruck dazu einlädt, am rheinland-pfälzischen Chorwettbewerb teilzunehmen kann man schon von einem Erfolgsmoment reden, der vielleicht richtungsweisend für die Zukunft unseres Chores war. Nach einem anschließenden Imbiss mit Umtrunk konnten wir zufrieden die Heimreise antreten.
Zum Vortrag kamen:
- Wohlauf, ihr Gäste v. Erasmus Widmann
- Der Tambour v. Hugo Distler
- Abschied v. Mathieu Neumann
- What shall we do with the drunken sailor v. A. Parker / R. Shaw
- als Zugabe: Das Herz v. Friedrich Silcher
13. Februar - Konzert mit René Kollo in Weilburg
Ein zusätzlicher Auftritt kam dann recht kurzfristig hinzu. Der bekannte Tenor René Kollo war mit seinem Programm „Ein Tag, ein Jahr, ein Leben“ auf Deutschland und gastierte am 13. Februar in der Schloßkirche in Weilburg. Wie es scheinbar bei seinen Konzerten üblich ist, lädt er zur Unterstützung des Programms immer noch einen Chor aus der Umgebung als Mitwirkenden ein. Und so kam über seinen musikalischen Begleiter der Kontakt mit Jens Röth zustande. Der wiederum setzte sich, da die Veranstaltung schon fünf Tage später stattfinden sollte, sofort mit uns und den Sängern aus Frickhofen in Verbindung, sodaß wir als Chorgemeinschaft Frickhofen/Weroth bei dem Kollo-Konzert mitwirkten.
Ob es nun daran lag, daß der 13. Februar auch noch ein Freitag war, auf jeden Fall war das Konzert eher als mäßig zu bezeichnen. Die Schloßkirche war mit ca. 300 Besuchern gerade mal zur Hälfte besetzt und auch der Meister selbst wirkte bei den Proben recht fahrig und unkonzentriert. Beim Konzert steigerte er sich zwar, aber das Programm bot nur wenig Abwechslung und so zog sich der Abend etwas zäh dahin.
Die Lieder, die gemeinsam vorgetragen werden sollten, konnte oder wollte er nicht singen, sodaß nur zum Schluß das Lied „Der Mond ist aufgegangen“ gemeinsam mit René Kollo gesungen wurde. Positiv zu erwähnen war nur, daß der gemeinsame Auftritt mit Frickhofen sehr gut gelang, obwohl wir schon lange nicht mehr zusammen aufgetreten waren.
Zum Vortrag kamen:
- Wohlauf, ihr Gäste v. Erasmus Widmann
- Soave fia il morir v. Giovanni P. da Palestrina
- Nachtgebet v. Mathieu Neumann
- Sancta Maria v. Johannes Schweitzer
21. März - Konzert mit dem Musikverein Hundsangen im Bürgerhaus Weroth
- Bericht
- Bilder







25. April - Konzert „Liederblüte“ Hirschberg
Am 25. April nahmen wir wieder einmal an einer Veranstaltung in Hirschberg teil. Anscheinend hatten wir bei unserem letzten Gastspiel im Herbst 2007 so viel Eindruck hinterlassen, dass uns die Verantwortlichen des Gemischten Chores „Liederblüte“ Hirschberg auch zu ihrem Jubiläumskonzert aus Anlass ihres 100-jährigen Bestehens eingeladen hatten. Die Veranstaltung fand wiederum im etwas beengten Dorfgemeinschaftshaus statt und zog sich durch die vielen Reden der Ehrengäste und Ehrungen verdienter Mitglieder doch sehr in die Länge. Trotzdem fanden wir auch diesmal wieder ein dankbares Publikum vor, das unsere gelungenen Vorträge mit langanhaltendem Beifall belohnte, sodass wir nicht ohne eine Zugabe die Bühne verlassen konnten. Uns allen wird aber sicherlich die Feier nach dem Ende der Veranstaltung in guter Erinnerung bleiben, wo alle teilnehmende Chöre noch lange gemeinsam Lieder anstimmten, natürlich mit dem entsprechenden Konsum von Bier und Wein. Mehrere Male wurde die Rückfahrt des Busses verschoben, sodass wir erst spät in der Nacht wieder heimkehrten.
Zum Vortrag kamen:
- Wohlauf, ihr Gäste v. Erasmus Widmann
- Der Tambour v. Hugo Distler
- Soave fia il morir v. Giovanni P. da Palestrina
- Nachtgesang im Walde v. Franz Schubert
- Das Herz v. Friedrich Silcher
- What shall we do with the drunken sailor v. A. Parker/ Robert Shaw
- Im Feuerstrom der Reben v. Jens Röth
- Zugabe: Ermunterung v. Herbert Wallas
17. Mai - Kritiksingen der Sängergruppe III in Girod
Das jährliche Kritiksingen der Sängergruppe III wurde im Jahr 2009 vom MGV „Concordia“ Girod durchgeführt, der gleichzeitig sein 100-jähriges Bestehen feierte. Chorleiter Jens Röth hatte uns schon frühzeitig informiert, dass er an diesem Tag als Wertungsrichter bei einem Chorwettbewerb tätig sei und uns somit nicht zur Verfügung stand. Da wir den Auftritt bei unseren Freunden aus Girod jedoch nicht absagen wollten, erklärte sich unser Vizechorleiter Christoph Weimer bereit, uns an diesem Tag zu leiten, jedoch ohne eine anschließende Bewertung durch den Kritiker Martin Winkler. Zum Vortrag brachten wir an diesem Sonntagmorgen „Unter der Linde“ von Mathieu Neumann und „Das Herz“ von Friedrich Silcher, und beide Lieder gelangen uns ausnehmend gut. Den Unterschied in der Chorleitung bemerkte man kaum. Entgegen der Absprache ließ es sich Martin Winkler nicht nehmen, ein paar kurze aber recht vielsagende Bemerkungen über den Leistungsstand unseres Chores abzugeben. Auch in der anschließenden zweiten Halbzeit im Festzelt hinterließen wir in Girod einen guten Eindruck.
Zum Vortrag kamen:
- Unter der Linde v. Mathieu Neumann
- Das Herz v. Friedrich Silcher
07. Juni - Chorwettbewerb in Wenden
Der Chorwettbewerb am 7. Juni im sauerländischen Wenden bildete den ersten Höhepunkt im Jahr 2009. Wir traten dort in der Klasse M3 an, die, nachdem zwei Chöre im Vorfeld die Teilnahme abgesagt hatten, neben unserem Chor nur noch aus dem MGV „Concordia“ Hainchen bestand. Als Jury fungierten an diesem Tag die uns bestens bekannten Artur Groß und Gerold Engelhard.
Der Wettbewerb selbst fand in der Aula des Wendener Schulzentrums statt, die auch noch über eine ausreichend gute Akustik verfügte. Wir trugen hier die Stücke „Soave fia il morir“, „Wohlauf, ihr Gäste“ und „What shall we do with the drunken sailor“ vor.
Obwohl uns keine gravierenden Fehler unterliefen, fehlte uns bei den Vorträgen die nötige Lockerheit, es wirkte alles einwenig leicht angestrengt, wie es auch von vielen unserer mitgereisten Fans bemerkt wurde. Und da der Konkurrent aus dem benachbarten Hainchen eine sehr ansprechende Leistung bot, rechnete man mit einem sehr knappen Ergebnis.
Bei der Bekantgabe der Punkte im Festzelt wurde dies auch bestätigt. Für das Chorwerk erhielten beide Chöre je 143 Punkte und nur bei den Volkliedern erhielten wir mit 135 und 137 Punkten je 2 Punkte mehr, sodass wir insgesamt mit 4 Punkten vor dem Chor aus Hainchen lagen. Die Wertung bekommt jedoch eine ganz andere Bedeutung, wenn man bedenkt, dass beide Chöre mit einigem Abstand über der höherklassigen M2 lag. Schließlich hatten wir auch noch den Meisterpreis in den kleinen Klassen erreicht und Jens Röth konnte sich über den Gewinn des Dirigentenpreises freuen.
Nachdem unseren beiden jüngsten Sängern Lukas und Martin die Pokale überreicht wurden, feierten wir diesen Erfolg natürlich noch ausgiebig im Festzelt, solange, bis auch die letzte Getränkemarke vernichtet war und wir dann so ziemlich als letzter Chor die Heimreise antraten.
18. Juli - 80. Geburtstag von Helmut Schwarz
Das erste Ständchen im Jahr brachten wir am 18. Juli unserem Ehrenmitglied Helmut Schwarz dar. Er war am 14. Juli 80 Jahre alt geworden und feierte diesen Tag mit seiner Familie, Freunden und Nachbarn in unserem Bürgerhaus. Hans-Georg Jung ging in seiner Dankesrede besonders auf die liebenswerten Eigenheiten von Helmut als eines der letzten Weröther „Originale“ ein. Ein sichtlich bewegter Jubilar dankte anschließend dem Chor und lud uns zu Speis und Trank ein. Der Chor stand an diesem Abend unter der souveränen Leitung unseres Vizes Manfred Fachinger.
Zum Vortrag kamen:
- Unter der Linde v. Mathieu Neumann
- Das Morgenrot v. Robert Pracht
26. August - Silberhochzeit Annette und Wolfgang Malm
Am 26. August brachten wir nach unserer wöchentlichen Probe ein weiteres Ständchen dar. Annette und Wolfgang Malm hatten Ende Juli ihre „Silberne Hochzeit“ begannen, und waren an diesem Mittwochabend extra von Hundsangen nach Weroth gekommen um dies gemeinsam mit unserem Chor zu feiern. Johannes Hannappel dankte in seiner Dankesrede unserem passiven Mitglied Wolfgang für seine langjährige Arbeit als Vizechorleiter unseres Chores, der uns immer, wenn es irgend ging, mit Rat und Tat unterstützte. Zu erwähnen ist noch, dass es uns tatsächlich gelang an diesem Abend das von den beiden gestiftete 50-Liter Fass Bier zu leeren. Eine außergewöhnliche Leistung.
Zum Vortrag kamen:
- Das Herz v. Friedrich Silcher
- Wohlauf, ihr Gäste v. Erasmus Widmann
- Der Tambour v. Hugo Distler
06. September - Diamantene Hochzeit der Eheleute Kratz
Ein weiteres Ständchen brachten wir aus Anlass der Diamantenen Hochzeit der Eheleute Kratz am 6. September dar. Unser förderndes Mitglied Werner Kratz hatte unseren Chor zu einem mittäglichen Empfang auf der Freimühle eingeladen, wo wir den offiziellen Teil der Feier mit einigen Liedern musikalisch mitgestalteten. Der anschließenden Einladung zu Speis und Trank kamen wir, bei herrlichstem Spätsommerwetter, gerne nach.
Zum Vortrag kamen:
- Das Morgenrot v. Robert Pracht
- Forschen nach Gott v. Konradin Kreutzer
- Unter der Linde v. Mathieu Neumann
19. September -Landeschorwettbewerb in Bingen
Die Teilnahme am 8. Rheinland-Pfälzischen Chorwettbewerb in Bingen bildete den absoluten Höhepunkt des Jahres. Der Wettbewerb fand diesmal im Rahmen des „Festivals der Stimmen“ bei schönem Spätsommerwetter am 19. September in Bingen statt. Der Umstand, dass in diesem Jahr das Chorwerk „Soave fia il morir“ eines der vorgegebenen Pflichtstücke kam uns bei der Vorbereitung natürlich sehr entgegen und war auch mit ausschlaggebend für unsere Entscheidung zur Teilnahme am Landeschorwettbewerb.
Jedoch erfuhren wir schon im Frühjahr des Jahres, dass sich Dirigent Jürgen Fassbender schon seit geraumer Zeit einen Auswahlchor mit dem Namen „Liedertafel“ zusammenstellte und diesen Chor in unserer Klasse C2 ab 41 Sänger angemeldet hatte. Dieser Chor stellt eine Auswahl der besten Sänger der Chöre aus Freiendiez, Niederzeuzheim, Ebernhahn und Plaidt dar und bei uns kam schnell der Verdacht auf, dass dies alles von langer Hand geplant war um eine Teilnahme Jürgen Fassbenders beim nächsten Deutschen Chorwettbewerb zu ermöglichen. Chorleiter Jens Röth und der geschäftsführende Vorstand dachte ernsthaft über die Rücknahme der Anmeldung oder zumindest einen schriftlichen Protest beim Landesmusikrat nach, einigten sich dann jedoch darauf, die Herausforderung anzunehmen und sich bestmöglichst vorzubereiten.
Mit der von uns ausgewählten Literatur wollten wir den Juroren die ganze Bandbreite unseres Könnens aufzeigen. Neben dem „Soave“ hatten wir noch „Wohlauf, ihr Gäste“, „Der Tambour“, „ Veno“ von Smetana, den „Drunken Sailor“ und zum Schluß „Das Herz“ von Silcher gemeldet.
Kurz nach der Ankunft in Bingen kam aber schon die erste Aufregung. Der Austragungsort des Wettbewerbs war die Mehrzweckhalle der Grundschule „Am Mäuseturm“ und eigentlich für eine solche Veranstaltung viel zu klein. Das größte Problem aber war, dass die aufgebauten drei Stufen auf den die Chöre singen sollten höchstens Platz für 25 Sänger hatte. Wir entschlossen uns aber schnell in unserer gewohnten Aufstellung vor den Stufen den Auftritt zu absolvieren.
Und diese Entscheidung war goldrichtig. Trotz der recht eigenartigen Akustik der Halle waren wir von Anfang an hoch konzentriert, gleichzeitig besaßen wir aber auch die nötige Lockerheit und Beweglichkeit im Chor. Bei allen Stücken konnten wir unsere Stärken in der Dynamik und Textinterpretation zeigen. Jens Röth sprach später von einer 98prozentigen Leistung, die mit der in Prag zu vergleichen sei.
Neben dem Publikum spendeten auch die 5 Juroren reichlich Beifall. Höchst zufrieden verließen wir die Bühne und waren uns einig, gegenüber der starken Leistung der Fassbender’chen „Liedertafel“ nicht allzu viel abgefallen zu sein. Einige von unseren zahlreich mitgefahrenen Fans sahen uns sogar ein wenig im Vorteil.
Und so warteten wir gespannt auf die Bekanntgabe der Wertung durch Prof. Mahling, dem Präsidenten des Landesmusikrates. Die „Liedertafel“ erhielt mit 22 Punkte das Prädikat „mit sehr gutem Erfolg teilgenommen“, gleichzeitig die Weitermeldung zum Deutschen Chorwettbewerb. Doch dann die Überraschung, die hochkarätige Jury unter Vorsitz von Prof. Hempfling, mit Jürgen Budday, Susanne Rohn, Wolfgang Schäfer und Stefan Kalmer gab unserem Chor mit 21 Punkten das gleiche Prädikat und vergaben an uns eine Option, am Deutschen Chorwettbewerb 2010 in Dortmund teilzunehmen.
Noch vor der Halle ging dann das Feiern loß, nachdem man sich aus den umliegenden Tankstellen und Supermärkten mit Bier versorgt hatte, da am Veranstaltungsort Biernotstand herrschte. Nach einer feucht-fröhlichen Heimfahrt, einem Empfang vor unserem Vereinslokal mit den Glückwünschen der Ortsgemeinde feierte man noch bis spät in die Nacht mit Freibier und Pizza. Aber es ging ja noch weiter.
Die eigentliche Überraschung aber geschah bei der Preisverleihung am nächsten Tag in der Binger Basilika St. Martin. Sabine und Johannes Hannappel und meine Wenigkeit waren an diesem Sonntagnachmittag eher widerwillig nach Bingen gefahren, weil halt jemand die Urkunden abholen musste. Und nach einem 45minütigen Stau auf der A3 und Regen in Bingen war man bei der Ankunft gleich ganz bedient.
Nachdem jeder Chor seine Teilnehmerurkunde von Prof. Mahling erhielt bereitete sich man innerlich schon wieder auf die Heimfahrt vor. Doch es gab ja noch die Verleihung der Sonderpreise.
Zur großen Freude der Drei wurde der „Frohen Stunde“ der Sonderpreis für die beste Interpretation eines Volkliedes zugesprochen. Der von Ministerpräsident Kurt Beck gestiftete Preis wurde durch Frau Schumacher vom Kultusministerium verliehen. Das Ausmaß der Freude ist im dann etwas verwackelten Videomitschnitt von Sabine nur andeutungsweise zu erkennen. Wenn man bedenkt, das in einem fast nur aus Auswahlchören und Vokalensembles bestehenden Teilnehmerfeld dieser Preis unserem Chor zugesprochen wurde, ist dies wieder einmal eine hohe, vielleicht sogar die höchste Auszeichnung in der langen Vereinsgeschichte der „Frohen Stunde“ Weroth.
31. Oktober - Konzert der Chorvereinigung „Liedertafel“ Oberzeuzheim
Die Chorvereinigung „Liedertafel“ Oberzeuzheim feierte im Jahr 2009 ihr 90jähriges Bestehen und hatte unseren Chor zur Mitwirkung bei einem Konzert am 31. Oktober eingeladen. Die Veranstaltung fand in der Mehrzweckhalle des Dorfes statt das recht zahlreich erschienene Publikum erlebte ein Konzert auf ansprechendem Niveau, wofür allein schon die „Dißharmoniker“ aus Obertiefenbach sorgten, die ebenfalls mitwirkten. Aber auch unser Chor konnte eine gute Visitenkarte in Oberzeuzheim abgeben. Alle Vorträge gelangen ausnehmend gut, wobei besonders die „Schilflieder“ und das „Steal away“ beim Publikum besonderen Anklang fand und wir um eine Zugabe nicht herum kamen. Natürlich war auch hier nach dem Konzert wieder mal nicht Schluß mit dem Singen, sodass wir nach dem Genuss von reichlich Gerstensaft als letzte die Halle verließen.
Zum Vortrag kamen:
- Wohlauf, ihr Gäste v. Erasmus Widmann
- Der Tambour v. Hugo Distler
- Veno v. Bedrich Smetana
- Ermunterung v. Herbert Wallas
- Schilflieder v. Heinrich Sutermeister
- What shall we do with the drunken sailor v. Parker/Shaw
- Steal away v. Jens Röth
- Als Zugabe: Im Feuersturm der Reben v. Jens Röth
07. November - Workshop mit Prof. Volker Hempfling
Am 7. November führte der Fachverband Deutscher Berufschorleiter im Sebastiansaal unseres Bürgerhauses eine Chorleiterfortbildung durch. Da unser Chorleiter im erweiterten Vorstand dieses Verbandes tätig ist, hatte er diese Veranstaltung nach Weroth geholt und unser Chor diente dabei quasi als Studiochor und Versuchsobjekt für die weiteren teilnehmenden Chorleiter. Als Dozent konnte der uns schon aus Bingen bestens bekannte Prof. Volker Hempfling gewonnen werden. Und es war schon ein beeindruckendes Ereignis, einem der profiliertesten Chorleiter und Musiklehrer der deutschen Chorszene bei der Arbeit zuzuschauen und von ihm zu lernen. Einige sehr nützliche Übungen beim Singen, besonders durch körperliche Bewegungen, brachten eine erstaunliche Verbesserung in unserem Chorklang und unserer Intonation. Der Nachmittag brachte uns viele neue Erkenntnisse, die wir in unseren Chorproben sinnvoll nützen können. Doch auch Prof. Hempfling machte die Veranstaltung sichtlich Spaß und lobte zum Ende die gute Zusammenarbeit mit unserem Chor und war besonders vom hohen Leitungsvermögen beeindruckt. Schade war nur, dass lediglich 3 Chorleiter an dieser Fortbildung teilgenommen hatten.
14. November - Konzert MGV „Liederkranz“ Berod
In ihrer Konzertreihe „ Der MGV „Liederkranz“ trifft Freunde“ veranstalteten die Beröder Sänger zum zweiten Mal ein Konzert in der sehr anspruchsvoll dekorierten Sport- und Kulturhalle der Verbandsgemeinde in Wallmerod und wir waren der Einladung zur Mitwirkung natürlich gerne nachgekommen. Als weitere Mitwirkende traten hier noch der „Junge Chor Wallmerod“ und der Pop- und Jazzchor YOU 'N' JOY Lindenholzhausen, einer der vielem Chöre der „Cäcilia“ Familie des Chorleiters Matthias Schmidt auf.
Dementsprechend war natürlich das gesamte Programm eher auf moderne Unterhaltungsliteratur ausgelegt und bestand hauptsächlich aus Bearbeitungen von Pop-, Swing- und Jazzsongs. Wir fielen da mit unserer eher klassischen Männerchorliteratur wohl etwas aus dem Programmrahmen, aber aus Termingründen konnten wir speziell für dieses Konzert keine modernen Stücke einüben.
Doch dem Publikum schien auch dies sehr zu gefallen, was der langanhaltende Applaus am Ende unserer Vorträge bewies. Aber auch die anderen Chöre boten durchweg eine sehr gute Leistung sodass diese gut besuchte Veranstaltung insgesamt gesehen sehr gelungen war. Und da ja auch unsere Freunde aus Zehnhausen und Berod auch sehr gerne feiern, wurde noch bis spät in die Nacht bei Speis und Trank gemeinsam musiziert.
Zum Vortrag kamen:
- Wohlauf, ihr Gäste v. Erasmus Widmann
- Der Tambour v. Hugo Distler
- Veno v. Bedrich Smetana
- Ermunterung v. Herbert Wallas
- Schilflieder v. Heinrich Sutermeister
- What shall we do with the drunken sailor v. Parker/Shaw
- Steal away v. Jens Röth
- Als Zugabe: Im Feuersturm der Reben v. Jens Röth
15. November - Gedenkfeier der Ortsgemeinde am Ehrenmal
Schon am nächsten Morgen, dem 15. November, fand die Gedenkfeier der Ortsgemeinde für die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege am Ehrenmal statt. Unter Leitung unseres Vizes Christoph Weimer umrahmten wir die Andacht mit zwei geistlichen Gesängen.
Zum Vortrag kamen:
- Wohin soll ich mich wenden v. Franz Schubert
- Forschen nach Gott v. Konradin Kreutzer
28. November - 75. Geburtstag von Hans Kaiser
Ein weiteres Ständchen fand am 28. November statt. Unser aktives Ehrenmitglied feierte an diesem Tag seinen 75. Geburtstag und wir gratulierten ihm dazu mit ein paar Liedern. Johannes Hannappel hob in seiner Dankesrede vor allem Hans Kaisers Treue zum Chor und die Loyalität gegenüber dem Vorstand hervor. Der anschließenden Einladung zum Umtrunk in unserem Vereinslokal kamen wir natürlich gerne und auch ausgiebig nach.
Zum Vortrag kamen:
- Unter der Linde v. Konradin Kreutzer
- Der Spielmann v. Arnold Kempkens
12. Dezember - Jahresabschlussfeier im Bürgerhaus
Den Abschluss des Jahres 2009 bildete eine Feier in unserem Bürgerhaus, zu der alle Mitglieder mit deren Angehörigen sowie die Witwen unserer verstorbenen Mitglieder eingeladen waren. Johannes Hannappel konnte an diesem Abend fast 90 Gäste begrüßen und übergab nach dem offiziellen Teil auch gleich das Wort an den eigentlichen Chef des Abends, unseren Koch Leo Weyand. Er und seine Helfer Walter Fasel, Alex Hustiak, Torsten Meuer, Andreas Malm und Paul Weimer hatten ein Büfett zusammengestellt, das es so wohl noch nicht in Weroth gegeben hatte. Über Lachs, luftgetrockneten Schinken, Krustenbraten, Ente verschiedene Nudelpfannen und leckerem Nachtisch gab es alles was das Genießerherz begehrte. Neben unserem genialen Kochteam gilt es aber auch unserer Kirmesgesellschaft zu danken, die uns an diesem Abend sehr gut bewirtete.
Was passiert 2009 sonst noch ...
- 09. Januar - Jahreshauptversammlung
- 31. Juli - Thekendienst Sportwoche Spielvereinigung