2011
09. April – Frühjahrskonzert beim MGV „Eintracht“ Nentershausen
Nach einem äußerst ruhigen Jahresbeginn kamen dann an einem Wochenende im Frühling gleich 3 Termine nacheinander. Unsere Sangesfreunde vom MGV „Eintracht“ Nentershausen hatten uns kurzfristig, da einige Chöre die eigentlich schon zugesagte Mitwirkung wieder zurückgenommen hatten, zu Ihrem Frühjahrskonzert am 9. April eingeladen. Obwohl dem Vorstand bewusst war, dass auch bei uns einige Sänger aus privaten und beruflichen Gründen nicht anwesend sein konnten, wollten wir doch unseren Nachbarverein nicht enttäuschen und nahmen die Einladung an. Und alles in allem gelang uns in der neuen Halle in Nentershausen auch ein ganz ordentlicher Auftritt. Trotz einiger intonatorischer Schwierigkeiten beim „Soon ah will be done“, zu meiner Schande in erster Linie verursacht beim 2. Tenor, lies uns das Publikum nicht ohne eine Zugabe, dem „Feuersturm der Reben“, von der Bühne. Den meisten Zuhörern waren die missratenen Stellen nicht aufgefallen und voll des Lobes für unsere gezeigte Leistung.
10. April – Kritiksingen der Sängergruppe Ost in Nentershausen
Gleich am nächsten Tag, dem 10. April, fand das diesjährige Kritiksingen der Sängergruppe Ost ebenfalls in Nentershausen statt. Als Kritiker fungierte wieder einmal der Kölner Domkapellmeister Eberhard Metternich, uns durch seine verwandtschaftliche Verbundenheit mit Weroth bestens bekannt und deswegen auch umso kritischer in seinen Beobachtungen. Denn wie er selbst sagte, müssen bei unserem Chor gerade wegen der Teilnahme am letztjährigen Deutschen Chorwettbewerb nun auch viel höhere Maßstäbe angelegt werden.
Und da kamen wir bei unserem 1. Stück, dem „Periti autem“ nicht so gut weg. Die erste Hälfte des Werkes gelang uns sehr gut, doch mit Beginn der Fuge waren die Punktierungen nicht mehr exakt, der Chor fing an zu hudeln. Dadurch, dass die Tonhöhe noch um einen halben Ton stieg, war auch der Schluss nicht mehr ganz rein. Alles Dinge, die vom Kritiker erkannt und angesprochen wurden.
Beim 2. Stück, dem „Soon ah will be done“, gab es von Eberhard Metternich viel Lob und nur kleine Anmerkungen zur Verbesserung. Ihm hatte das Spiritual wirklich sehr gut gefallen. Besonderes Lob erhielt der 2. Bass für sein Solo am Ende des Mittelteils, was er mit dem Prädikat „das war einfach GRANDIOS“ auszeichnete.
Alles in allem war Eberhard Metternich von der Entwicklung des Chores schon beeindruckt, zeigte aber auch die Dinge auf, die noch zu verbessern sind. Eine, nach Meinung aller Beteiligten, für uns sehr fruchtbare Kritikbesprechung.
02. Juni – Internationales Harmonie-Festival in Lindenholzhausen
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Den 1. musikalischen Höhepunkt des Jahres bildete sicherlich die Teilnahme am 6. internationalen Harmonie Festival am 2. Juni, dem Himmelfahrtstag, in Lindenholzhausen. Wie schon beim letzten Festival 2005 traten wir auch diesmal in Chorgemeinschaft mit den Sängern der „Eintracht“ Frickhofen als Männerchor Frickhofen/Weroth auf. Jedoch, anders als vor 6 Jahren, hatten wir dieses mal nicht für den Chorwettbewerb sondern in der Kategorie 11 – Männerchöre mit Volksliedprogramm – gemeldet.
Nach nur 5 gemeinsamen Proben hatten sich beide Chöre doch erstaunlich schnell zusammengefunden und unter der professionellen Leitung von Jens Röth hatte sich wieder ein aus ca. 85 Sängern bestehender homogener Klangkörper gebildet. Konkurrenten in unserer Kategorie waren der MGV „Harmonie“ 1853 Delkenheim und der „Kemper Werkschor“ Olpe aus Deutschland sowie die beiden Vertreter aus Österreich, der Männerchor Götzis und der LIEDERmännerChor Alberschwende, beide Chöre aus dem Vorarlberg.
Veranstaltungsort war diesmal das Konzertzelt B, das aber für ein Zelt über eine sehr gute Akustik verfügte. Die Jury bildete sich aus einem Trio von höchstem internationalem Rehnohme, bestehend aus der Bulgarin Theodora Pavlovitch, Professorin aus Sofia, dem deutschen Prof. Wolfgang Schäfer aus Frankfürt und, als Juryvorsitzender, Robert Sund aus Schweden. Jeder der Chöre durfte 3 Volkslieder vortragen, wir hatten uns für die Stücke, „What shall we do with the drunken sailor“, „Das schwäbische Echo“ von Gustav Dingemann und das Spiritual „Soon ah will be done“ von William L. Dawson entschieden.
Unter dem Beifall des zahlreich erschienen Fachpublikums betraten wir die Bühne und präsentierten unser, insgesamt gesehen, sehr gelungenes Programm auf einem guten Niveau. Chor und Chorleiter verließen die Bühne sehr zufrieden und waren der Meinung, dass man sich hier sehr gut dargestellt hatte. Doch auch die anderen Chöre, besonders der Chor aus Olpe und beide Chöre aus Österreich zeigten sehr gute Leistungen, sodass sehr schnell klar wurde, dass es in dieser Klasse ein knappes Ergebnis geben wird. Dies wurde uns auch durch unsere zahlreich mitgereisten Fans bestätigt.
Und so kam es dann auch. Der Werkschor aus Olpe erhielt sehr gute 22,17 Punkte, unsere Chorgemeinschaft 22,00 Punkte und mit 21,00 Punkten erhielt der Männerchor Götzis die dritthöchste Wertung. Natürlich war man zunächst etwas enttäuscht, aber schnell war man sich bewusst, dass man gegen den „Auswahlchor“ aus Olpe mit ihren 20 ausgesuchten Sängern gar nicht so schlecht da stand. Lohn der Mühen war das Zertifikat in „Silber“ und das Prädikat „Mit sehr gutem Erfolg teilgenommen“. Entsprechend aufwändig fiel denn bereits die Feier vor Ort aus und auch Bürgermeister Reusch brauchte anlässlich eines kleinen Empfangs vor dem Vereinslokal mit Lob nicht zu sparen.
Einmal mehr wird für ihn mit diesem seltenen Erfolg deutlich, dass die FROHE STUNDE ein würdiger Vertreter der heimischen Chorszene ist. Dies wird auch deutlich wenn man das Wettbewerbsergebnis im gesamten sieht. So lagen wir in der Künstlerischen Note mit 22,67 Punkten sogar an 1. Stelle aller deutschen Männerchöre und nur 3 Chöre aus der Männerkammerchorklasse aus Taipei und den USA erhielten hier eine höhere Punktzahl. Von den insgesamt 114 teilnehmenden Chören, von denen manche sicherlich zur internationalen Spitze zählen, lagen wir mit dem 36. Rang im guten oberen Drittel des Festivals.
Sowieso war dieses Festival nicht nur für die Teilnehmer als auch für die Zuhörer und Gäste ein einzigartiges Erlebnis. Ein dickes Lob an die Harmonie Lindenholzhausen für eine tolle Organisation dieser Veranstaltung, die das interessierte und fachkundige Publikum immer wieder zu Begeisterungsstürmen veranlasste. Es ist wohl einmalig in Deutschland, innerhalb weniger Tage ein solch hochwertiges Klangerlebnis von Chören aus aller Welt mit zu erleben.






21. August – Chor- und Orchesterkonzert in Frickhofen
Das „Canticum“ Weilburg veranstaltete am 21. August in der Pfarrkirche Frickhofen ein eindruckvolles Chor und Orchesterkonzert. Mitwirkende waren alle Röth-Chöre, also neben dem „Canticum“ auch der Kirchenchor Steinefrenz/Weroth und die Männerchöre aus Frickhofen und Weroth. Das wirklich sehr gute und beeindruckende Orchester stellte sich aus Mitgliedern des Frankfurter Sinfonieorchesters und des Staatstheaters Wiesbaden zusammen. Wir bestritten dieses Konzert ausschließlich in Chorgemeinschaft mit den Sängern aus Frickhofen und brachten hier sechs geistliche Werke dar, wobei das „Ave Maria“ von Franz Biebl und das „Soon ah will be done“ beim Publikum besonders gut ankamen. Im Mittelpunkt des Konzertes stand aber sicherlich die Aufführung der „Krönungsmesse“ von Mozart, beiendruckend vorgetragen vom „Canticum“ und dem Kirchenchor unterstützt vom Orchester. Stehende Ovationen des Publikums waren der verdiente Lohn für die Sänger und Musiker. In der Nassauischen Neuen Presse war später zu lesen: „Großer Musikgenuss! Zum ersten Mal zeigte Musikdirektor Jens Röth mit all seinen Ensembles wie schön Chormusik sein kann“.
21. – 24. September – 13. Internationales Volkslied Festival „Europe and its Songs“ in Barcelona
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Anreise und Eröffnungskonzert
Wieder einmal hatte sich der Verein im Jahr 2011 einen bis dahin in der Vereinsgeschichte einmaligen Höhepunkt gesetzt. Einmalig schon deshalb, weil der Chor erstmals zu einem Wettbewerb per Flugzeug anreiste. Ziel war die katalanische Metropole Barcelona, wo vom 21.-24. September das 13. internationale Volkslied Festival „Europa and its songs“ stattfand. Einmalig auch dies, trat die „Frohe Stunde“ doch erstmals auf spanischem Boden auf. Zunächst ging es jedoch, nach einem angenehmen Flug, vom Flughafen Barcelona in den etwa 60 Kilometer entfernten Badeort Callela, wo wir während der Tage im Hotel Santa Monika untergebracht waren.
Nachdem wir die Zimmer bezogen und ein erstes Mittagessen im Hotel zu uns genommen hatten ging es dann am frühen Nachmittag erstmals in die Innenstatt von Barcelona. Schon auf der Fahrt bemerkte man die steigende Verkehrsdichte auf den Strassen je näher man dem Zentrum kam und wo die Verkehrsregeln, typisch für eine südeuropäische Stadt, schon mal sehr großzügig ausgelegt werden. Aber unseren Busfahrer Raul ließ das Alles kalt. Der überholte schon mal einen anderen Bus mitten auf einer Kreuzung auf der Außenspur ohne mit der Wimper zu zucken. Als Raul uns dann mitten auf der Rambla aus dem Bus ließ, gewannen wir schon mal einen ersten Einblick von der hektischen Betriebsamkeit dieser Stadt.
Die Rambla ist ein Einkaufsboulevard, der sich von der Plaza de Catalunya quer durch die Altstadt bis zum Meer erstreckt und eine der Touristenattraktionen dieser Stadt. Da musste wir schon aufpassen, dass wir uns in diesem Menschengewühl nicht aus den Augen verloren. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichten wir dann den Platz vor der Kirche Santa Maria del Pi. In dieser Kirche fand an diesem Abend, quasi als Einstimmung und Begrüßung für den Wettbewerb, das Eröffnungskonzert statt. Alle 19 teilnehmenden Chöre brachten während dieses Konzertes ein Lied dar. Wir waren auch gleich als erster Chor dran und trugen das „Ave Maria“ von Franz Biebl vor. Der Auftritt gelang alles in allem recht passabel aber bei weitem nicht optimal. Trotz einer recht guten Akustik kam der Chor nie so recht ins musizieren und wirkte sehr unkonzentriert, was wohl in erster Linie an den Reisestrapazen des Tages und an den hohen Temperaturen in der Kirche lag, an die man sich erst gewöhnen musste. Wir wussten aber schon mal, auf was wir beim Wettbewerb am nächsten Tag achten und was wir verbessern mussten.
Die Mehrzahl unserer Sänger entfloh anschließend der Hitze in der Kirche und trafen sich im gegenüberliegenden Straßenkaffee, um hier bei angenehmen Temperaturen und einem kühlen Bier den weiteren Abend zu verbringen. Und schnell wurden auch schon einige Lieder angestimmt, die von vorbeigehenden Passanten mit Beifall belohnt wurden. Diejenigen, die bis zum Schluss des Konzertes in der Kirche geblieben waren berichteten von einem teilweise sehr hohem Niveau der anderen Chöre. Und so ging es dann etwas später als geplant wieder zurück in unser Hotel nach Callela.
Proben, Freizeit und Wettbewerb
Am nächsten Tag trafen wir uns kurz nach dem Frühstück zu einer intensiven Probe im Hotel. Hier sprach Chorleiter Jens Röth noch mal die Fehler vom Eröffnungskonzert an, ging auf jedes einzelne der vorzutragenden Stücke ein und wies auf die Schwierigkeiten hin, auf die wir beim Wettbewerb unbedingt achten müssten. Bis zum Mittagessen blieb dann noch genügend Zeit, sodass sich ein Großteil der Sänger die Badesachen anzogen und zum Strand gingen, wo die meisten der mitgereisten Frauen schon in der Sonne lagen. Hier genossen wir dann für eine Stunde das Strandleben und erfrischten uns bei einem Bad im Mittelmeer, einige auch auf dem Wasser. Diejenigen, die nicht am Strand waren erkundigten zu Fuß die Stadt Callela oder machten es sich am Hotel-Pool gemütlich.
Dann ging es am frühen Nachmittag in Konzertkleidung wieder in die Innenstadt von Barcelona zur Kirche Santa Maria del Pi. Hier stand um 16.00 Uhr jedem Chor eine 15-minütige Einsingezeit zur Verfügung. Wir nutzten die Zeit in erster Linie um uns die optimale Aufstellung für unseren Chor zu merken und uns wieder an die äußeren Umstände in der Kirche zu gewöhnen. Bis zum Wettbewerbsbeginn um 19.00 Uhr blieb dann noch Zeit, zumindest das gotische Viertel Barcelonas, in dem wir uns befanden, ein wenig auf eigene Faust zu erkunden. Ob nun beim Besuch der riesigen Markthalle „la Boqueria“, ein Erlebnis für unsere Gastronomieabteilung oder beim Gang durch die nahegelegene Kathedrale, dem Dom der Stadt, mit seinem beeindruckendem Kreuzgang, in dessen Gärten Magnolien und Palmen wachsen und Gänse frei herumlaufen, überall strömten eine Vielzahl von Eindrücken auf uns ein. Und überall in den verschlungenen Gassen und auf allen Plätzen wurde musiziert und getanzt, feierte man doch in dieser Woche „La Merce“, das höchste Stadtfest Barcelonas, bei dem auch gigantische, großköpfige Puppen in der Stadt aufmarschierten.
Dann wurde es erstmalig ernst. Wieder als erster Chor eröffneten wir den abendlichen Wettbewerb, als einziger in der Klasse M1, Männerchöre ab 40 Sänger und alleiniger Vertreter Deutschlands. Die international besetzte Jury bestand aus der Estin Kai-Töe Ellermaa, dem Östereicher Felix Resch, dem Spanier Xavier Baulies i Bochaca und Michael Rinscheid aus Deutschland, der auch den Vorsitz inne hatte.
Wir brachten nacheinander die Stücke „What shall we do with the drunken sailor“, „Das Herz“, „Rosemarie“, „Steal away“ und „Soon ah will be done“ zum Vortrag. Schon vom ersten Lied an merkte man, dass der Chor diesmal ganz anders zu Werke ging als am Vortag. Ausgenommen vielleicht beim „Rosemarie, gelangen alle Stücke nahezu perfekt. Es wurde fein musiziert und der Chor war mit Freude aber dennoch konzentriert bei der Sache.
Der langanhaltende Beifall des Publikums wie auch das wohlwollende Nicken einiger Jurymitglieder bestätigten uns in unserer Meinung, wieder einmal einen Auftritt auf allerhöchstem Niveau bewältigt zu haben, ähnlich denen in Prag oder Dortmund. Auch viele der nachfolgenden Chöre aus Argentinien, Venezuela, Österreich, Norwegen, Finnland, Estland, Tschechien, Lettland, Georgien und der Ukraine zeigten teilweise außergewöhnliche Leistungen, die das Publikum begeisterten.
Nach einem diesmal nur kurzen Besuch des gegenüberliegenden Straßenkaffees, ging es schon um 21.00 Uhr wieder zurück nach Callela, inklusive eines Zwischenstopps, bei dem der sonst eher ruhige Fahrer Raul kurzzeitig die Fassung verlor, als die Mehrzahl der Sänger nicht die WC’s aufsuchten, sondern sich im Freien erleichterten. „Policia“ und „Sancion“, dem spanischen Wort für Bestrafung, waren mehrmals der spanischen Wortflut zu entnehmen. Nachdem Raul sich wieder beruhigt hatte kamen wir wohlbehalten am Hotel an, wo wir mit einer verdienten Feier den Tag ausklingen.
Stadtrundfahrt, Preisverleihung und Abschluss
Am nächsten Tag stand dann zunächst eine große Stadtrund fahrt an. An der Stierkampfarena vorbei war der „Templo de la Sagrada Familia“ unser erstes Ziel. Dieses beeindruckende Kirchenbauwerk des spanischen Architekten Antoni Gaudi ist wohl jetzt schon, obwohl noch lange nicht fertiggestellt, das Wahrzeichen der Stadt. Bei einem Rundgang um die Kirche konnten wir die einzigartige Architektur dieses Bauwerks mit seinen 4 bis jetzt fertigen Türmen bewundern. Entgültig fertig, wird die Kirche einmal aus 18 Türmen bestehen, von denen der Höchste eine Höhe von 170 Metern erreichen wird. Erleben werden das aber nur die wenigsten von uns. Vorbei an weiteren Sehenswürdigkeiten ging es dann zum Stadion des FC Barcelona, dem „Camp Nou“. Nach einem Rundgang durch das Museum konnten wir dort auch das Innere des Stadions besichtigen. Vorbei am Nationalpalast mit den Wasserspielen der „Fuente Magica“ ging es dann auf der alten Formel 1-Rennstrecke hinauf zum Berg „Montjuic“. Von hier, wo auch das Olympiagelände der Spiele von 1992 liegt, hat man einen sehr schönen Ausblick auf die Stadt.
Nach einem sehr guten Mittagessen in einem Lokal an der Placa Reial, wo sich allerdings die Begleichung der Rechnung ein wenig problematisch gestaltete, ging es dann zu Fuß die Rambla hinauf wieder zur Santa Maria del Pi, wo um 17 Uhr in der nun übervollen Kirche die Preisverleihung des Wettbewerbs begann. Nach den Dankesreden des Veranstalters Hans-Albert Courtial und Herrn Hans Urrigshardt, dem Präsidenten des Wettbewerbs, gab der Vorsitzende der Jury Michael Rinscheid die Punkte und die jeweilig erreichte Medaille bekannt. Und die Freude unter uns war sehr groß, als er uns mit erreichten 94 Punkten das Erringen der Goldmedaille mitteilte. Mit der siebtbesten Wertung aller 18 teilnehmenden Chöre konnten wir auch hier in Barcelona überzeugen. Umso höher ist der Erfolg einzuschätzen, stellte man uns doch hier auf eine Stufe mit manch semiprofessionellem Esemble. Und dies auch verdientermaßen, wie uns von einigen Jurymitgliedern bestätigt wurde.
Ein freudestrahlender Jens Röth nahm die Urkunde und Medaille in Empfang und da diese aus Gold war, durften wir als Krönung auch noch am abschließenden Preisträgerkonzert teilnehmen. Auf Wunsch der Jury trugen wir hier noch mal das „Steal away“ unseres Dirigenten vor was mit viel Beifall belohnt wurde. Höhepunkt hier waren sicherlich die Vorträge des „jungen Chores MASKA“ aus Lettland, der von der Jury zu Recht die Maximalpunktzahl von 100 Punkten erhielt.
Nach diesem freudigen Ereignis ging es dann, wieder zu Fuß, hinunter zum Hafen, wo der Veranstalter alle Mitwirkenden zur „Fiesta Catalunya eingeladen hatte. Für den Fußmarsch, wo sich die letzten 1000 m doch bedenklich lange zogen, wurden wir am Hafengelände mit einer tollen Party belohnt. Und alles umsonst. Nicht nur das sehr gute mehrgängige Menü mit leckeren Fischspezialitäten aller Art, auch jegliche Getränke waren von Präsident Hans Urrigshardt gesponsert. Als Krönung gab es auch noch ein „Fauerwork“ vom gegenüberliegenden Ufer. Schließlich spielte noch eine sehr gute Live-Band Hits aus den 70er und 80er Jahren nach denen bis in die Nacht getanzt wurde. Es war schon ein schönes Erlebnis, wie all die Menschen verschiedenster Nationalität miteinander gefeiert haben. Wobei bei uns die deutsch-norwegischen Beziehungen eindeutig im Vordergrund standen. Mit einstündiger Verspätung betraten wir dann wieder den Bus und trafen erst spät in der Nacht wieder am Hotel ein. Am nächsten Morgen erst mal ein ungewohntes Bild, denn nach all den sonnigen Tagen regnete es in Callela.
Nach dem Frühstück und dem Auschecken aus dem Hotel ging es ein letztes mal in die Innenstadt von Barcelona, wo auf der Placa de Catalunya das letzte Konzert der Wettbewerbschöre stattfand. Hier hatte der Veranstalter aber für eher bescheidene äussere Bedingungen gesorgt. Es stand nur ein sehr kleines Zelt mit einer noch kleineren Bühne zur Verfügung und da es auch in Barcelona regnete war es hier doch ziemlich ungemütlich. So verließen wir doch recht schnell nach unserem Auftritt die Veranstaltung um noch einwenig die Stadt zu erkunden, ehe es dann am frühen Nachmittag wieder zum Flughafen Barcelona ging. Nachdem wir uns dort von unserem lieben Busfahrer Raul verabschiedet hatten, bestiegen wir dort das Flugzeug in Richtung Heimat.
Zuhause wurden wir natürlich standesgemäß durch die Vertreter der Ortsgemeinde Frank Reusch und Hermann Kleppel empfangen, die uns beide zu unserem Erfolg gratulierten und uns dafür dankten, dass wir den Namen unserer Gemeinde auch in Spanien so würdig vertreten hatten. So gingen dann die erlebnisreichen Tage von Barcelona erneut mit einer Feier inklusive Freibier von der Ortsgemeinde zu Ende.
Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle einmal bei allen Mitgereisten. Wir vom Vorstand hatten es im Vorfeld mit einigen Unwägbarkeiten zu tun und wussten auch nicht genau, welche Probleme vor Ort auf uns zukommen würden. Wir hofften hier auf das Verständnis der Mitreisenden. Aber auch diesmal hatten wir wieder eine tolle Truppe beisammen, die sich gegenseitig half und diszipliniert alle Absprachen folgte. Nie gab es ein Wort der Kritik. Das erleichtert die Arbeit der Verantwortlichen ungemein. Hierfür nochmals herzlichen Dank.



































































































































































































































































06. November – Konzert beim MGV „Frohsinn“ Baiertal
Am 6. November wirkten wir bei einem Konzert des MGV „Frohsinn“ Baiertal mit. Seit den Tagen in Dortmund beim DCW verbindet uns mit dem Chor aus der Kurpfalz quasi schon eine kleineFreundschaft. Das Konzert fand im Palatin, dem Kulturzentrum von Wiesloch statt, ein beeindruckendes Haus mit einer sehr guten Akustik. Neben den beiden Männerchören wirkte auch der Frauenchor „Bellacanta„ der Baiertaler mit, ebenfalls unter Leitung von Stefan Kistner. Dieser feierte an diesem Tag auch noch sein 25-jähriges Chorleiterjubiläum, wofür er auch geehrt wurde.
Nachdem wir uns ausgiebig am Kuchenbüffet gestärkt hatten ging es dann auf die Bühne und es gelang uns ein ausnehmend guter Auftritt. Ausgenommen vom „Ave Maria“, wo der 1. Tenor am Ende ein wenig die Geduld verlor und so den Schluß ziemlich ruinierte, gelangen uns alle Stücke sehr gut, was uns vom zahlreich erschienenen Publikum mit langanhaltendem Beifall bestätigt wurde. Nach dem Konzert ging es dann ins benachbarte Baiertal, wo mit einem gemeinsamen Abendessen der Tag endete.
Ein grosses Lob geht an dieser Stelle an die Baiertaler für die Gastfreundschaft und besondere Herzlichkeit, die wir an diesem Tag erleben durften. Nicht nur dass alle Speisen und Getränke frei waren, nein auch in den Gesprächen und in den gemeinsam gesungenen Liedern war die grosse Ähnlichkeit in den Strukturen der beiden Verein zu spüren. Da müssen wir uns anstrengen, dies in gleicher Weise bei unserem geplanten Konzert zurück zu geben.
Was passiert 2011 sonst noch …
- 07. Januar – Jahreshauptversammlung mit Ehrung Edi Hannappel (40 Jahre Vorstand)
- 20. Januar – Gedenkgottesdienst für die lebenden und verstorbenen Mitglieder des Vereins
- 10. April – Ständchen zum 85. Geburtstag des Ehrenmitglieds Josef Kremer
- 14. Mai – Frühjahrskonzert beim MGV „Eintracht“ Frickhofen
- 5. Juni – Ständchen zur Goldenen Hochzeit von Wolfgang und Anneliese Diefenbach
- 16. Juli – Thekendienst auf der Sportwoche der Spvgg. Steinefrenz/Weroth
- 04. August – Fackelzug zur Goldenen Hochzeit der Eheleute Mersteiner
- 03. September – Jubiläumskonzert 110 Jahre MGV „Frohsinn“ Steinefrenz
- 22. Oktober – Ständchen zur Goldenen Hochzeit von Alfred und Inge Kremer
- 13. November – Gedenkfeier am Ehrenmal (Volkstrauertag)
- 26. November – Jahresabschlussfeier im Bürgerhaus