2015
19. April – Brunchkonzert beim Vocalensemble Diez
Aus Anlass seines 25-jährigen Bestehens veranstaltete das Vocalensemble Diez am 19. April ein Brunch-Konzert in der Mehrzweckhalle in Birlenbach. Wie schon der Name der Veranstaltung vermuten ließ, fand das Konzert an diesem sonnigen Sonntagmorgen in sehr lockerer Atmosphäre statt. Alle mitwirkenden Chöre boten in erster Linie gefällige Volkslieder oder moderne Liedbearbeitungen dar, sodass insgesamt gesehen ein recht abwechslungsreiches Programm geboten wurde. Auch wir brachten dem Publikum eine Auswahl unserer Volkslieder dar und zeigten, trotz eher kleiner Besetzung, eine durchaus überzeugende Leistung, sodass wir ohne eine Zugabe nicht von der Bühne durften.
26. April – Kritiksingen der Sängergruppe Ost
Zum alljährlichen Kritiksingen trafen sich die Chöre der Sängergruppe OST diesmal in Nentershausen. Am 26. April trug jeder der teilnehmenden Chöre zwei Stücke vor, die dann von Kritiker Prof. Harald Jers von der Musikhochschule Mannheim bewertet wurden. Wir hatten im Hinblick auf den internationalen Wettbewerb in Linz die Stücke „Der Abendhimmel“ von Bruckner und „Periti Autem“ von Mendelssohn-Bartholdy zum Vortrag ausgewählt und waren auch gleich als zweiter Chor schon ziemlich früh dran. Beide Stücke gelangen uns recht ansehnlich. Besonders beim „Abendhimmel“, den wir erstmals vor Publikum vortrugen, waren wir wie auch unserer Chorleiter mit unserer Leistung zufrieden. Auch Harald Jers lobte in seiner sehr ausführlichen Kritikbesprechung den Chor für seinen engagierten Auftritt. Er ging aber auch auf die Schwierigkeiten bei diesem Stück ein und zeigte uns, wo wir noch Defizite haben. Auch zu dem Thema Tonangabe gab er uns einige nützliche Tipps. Alles in allem konnten wir aus dem letztjährigen Kritiksingen doch einiges Positive für unsere zukünftige Chorarbeit mitnehmen.
03. – 07. Juni – Anton-Bruckner Chorwettbewerb in Linz, Österreich
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Organisation und Veranstaltungsorte
Zunächst ein besonderes Lob dem Veranstalter des Festivals, der Fa. Interkultur mit Sitz in Fernwald. Die Mitarbeiter von Interkultur standen uns vor und während der Tage immer mit kompetentem Rat zu Seite, waren dabei immer freundlich und zuvorkommend. Dann waren da die genialen Veranstaltungsorte des Festivals. Der prächtige, große Mariendom, in dem das Eröffnungskonzert stattfand. Das Augustiner Stift St. Florian, welches einige Kilometer außerhalb von Linz liegt, und in dessen Stiftskirche und im Marmorsaal Freundschaftskonzerte mit den teilnehmenden Wettbewerbschören abgehalten wurden. Auch wir durften hier im Marmorsaal gemeinsam mit Frauenchören aus München und Finnland, einem gemischten Chor aus Estland und einem Kinderchor aus Singapur konzertieren, was allein schon wegen der genialen Akustik des Saales ein Hörgenuss war. Beeindruckend auch das Brucknerhaus, im Jahr 1974 von Herbert von Karajan eröffnet, direkt an der Donau gelegen, mit einer eigenartigen Architektur und einem beeindruckenden Konzertsaal. Hier fanden alle Wettbewerbsveranstaltungen statt.
Der Wettbewerb
Und zum Wettbewerb selbst passte wohl am besten das Motto klein aber sehr, sehr fein. Obwohl nur 19 Chöre aus Österreich, Estland, Litauen, Finnland, Norwegen, Kroatien, Singapur, Rumänien, Deutschland, den Philippinen und den USA am Wettbewerb teilnahmen war die Qualität außerordentlich hoch. Ausgenommen den Kinderchor aus Singapur beeindruckten alle Chöre durch ein hohes Maß an Musikalität und Klangschönheit. Allein an einem solch hochwertigen Wettbewerb teilnehmen zu dürfen ist schon eine Ehre, und so hatten wir uns zum Ziel gesetzt mit unserer bestmöglichen Leistung hier nicht mehr als nötig gegenüber den anderen Chören abzufallen. Schon im Vorfeld hatten wir immer wieder betont, bei dieser Reise die volle Aufmerksamkeit auf den Wettbewerb zu legen. Selbst dort in Linz hatten wir noch zusätzliche Proben in unserem Hotel durchgeführt, was sich besonders in punkto Konzentration positiv auswirkte.
Den Lohn für die teilweise anstrengende Arbeit konnten wir dann bei unserem Wettbewerbsauftritt einfahren. Durch eine engagierte, konzentrierte, aber dennoch immer lockere und musikalisch sehr hohe Leistung gelangen uns die Vorträge allesamt auf hohem Niveau. Wir trugen in unserer Kategorie A2, Männerchöre mit Pflichtstück, folgende Chorwerke vor: als Pflichtstück „Der Abendhimmel“ von Anton Bruckner, dann das „Periti autem“ von Felix Mendelssohn, weiter den „Veit Stoß“ von Klaus Ochs und zum Abschluss „Wohlauf, ihr Gäste“ von Erasmus Widmann. Ein zufriedener Chorleiter sagte nach unserem Auftritt: „Mehr geht nicht, das war das Maximum was dieser Chor derzeit zeigen kann“. Man kann die Leistung wohl mit der beim Wettbewerb in Prag durchaus gleich setzten.
Auch die Jury, bestehend aus 5 international hochkarätigen Fachleuten, würdigte unsere Leistung mit der Bewertung von 19,53 Punkten sowie der Vergabe eines Silberdiploms der höchsten Stufe 10. Groß war der Jubel und alle Beteiligten lagen sich in den Armen. Mit dieser Wertung lagen wir im guten Mittelfeld des Wettbewerbes und es hatte sich wieder einmal gezeigt, dass wir als Laienchor in der Lage sind bei einer solch hochkarätigen Veranstaltung zu bestehen.
Beratungsrunde & Abschlusswettbewerb
Höhepunkte des Wettbewerbes waren für mich zum einen die Beratungsrunde und zum anderen der Abschlußwettbewerb um den Großen Preis. In der Beratungsrunde, die schon gleich am ersten Tag stattfand, hatten wir Gelegenheit vorab schon mal unser Wettbewerbsprogramm 3 Juroren zu präsentieren und mit ihnen durchzusprechen. Im Einzelnen waren das die Schwedin Helene Stureborg, der Slowene Primoz Kerstanj und Peter Habermann, Leiter des bekannten Jugend-Rundfunkchores Wernigerode. Und es war schon sehr interessant und lehrreich mit diesen Fachleuten knapp eine Stunde zusammenarbeiten zu dürfen. Natürlich gaben sie uns auch wichtige Hinweise zur Verbesserung unserer Vorträge und wie uns Peter Habermann nachher sagte, seien wir so ziemlich der einzige Chor gewesen, der die Verbesserungsvorschläge beim Wettbewerb auch umgesetzt hätte.
Beim abschließenden Wettbewerb um den Großen Preis sangen die besten Chöre in den jeweiligen Kategorien den Gesamtsieger aus. Und was man da an wundervollem Chorgesang zu hören bekam war schon einmalig und relativierte die Wertung nochmals. Der verdiente Sieger des Wettbewerbes, der gemischte Universitätschor aus Tacoma von der nordamerikanischen Westküste zeigte hier, dass er zu Recht zu den weltweit besten Chorformationen zählt. Und wir durften dies miterleben.
Touristisches Programm & Geselligkeit
Natürlich boten wir an den Tagen auch ein touristisches Programm an. Schon auf der Hinfahrt machten wir Zwischenstation in Passau und hatten Gelegenheit die Altstadt mit dem Dom zu besichtigen. Der mitgereiste Anhang hatte Gelegenheit das herrlich an der Donau gelegene Kloster Melk zu besichtigen und auch von dem Angebot einer interessanten und informativen Stadtbegehung durch die Linzer Altstadt mit Rundgang durch den Mariendom wurde Gebrauch gemacht.
Natürlich kam auch das Gesellige nicht zu kurz, dafür sorgte unsere Reisegruppe schon selbst. Bei den abendlichen Besuchen der örtlichen Biergärten, sei es im Klosterhof oder im Stadtbräu Josefs, kam bei kühlem Bier und gutem Essen schnell gute Stimmung auf und es wurde viel gesungen. Einige ließen es sich sogar nicht nehmen, am frühen Sonntagmorgen, so gegen 6.00 Uhr, unseren schon früher abreisenden Chorleiter persönlich zu verabschieden. Alles in allem durften wir in Linz wieder einmal erlebnisreiche Tage verbringen, die wohl noch lange in unserem Gedächtnis bleiben werden.
Konzert im Augustiner Stift



































































































































































05. Juli – Lindenblütenfest in Zehnhausen
Auf Einladung des Lindenvereins Zehnhausen gestalteten wir am 5. Juli den sonntäglichen Gottesdienst bei deren alljährlich stattfindenden Lindenblütenfest mit. Da Jens Röth an diesem Tag terminlich verhindert war, standen wir wieder einmal unter der bewährten Leitung unseres Vizes Manfred Fachinger. Obwohl wir, gerade im 2. Bass, personell etwas unterbesetzt waren, gelangen uns die ausgewählten sakralen Vorträge allesamt sehr gut, sodass uns die Gottesdienstbesucher zum Abschluss mit Applaus belohnten. Bei hochsommerlichen Temperaturen von über 30 Grad ging es dann direkt mit einem ausgiebigen Frühschoppen weiter, bei dem gemeinsam mit den Sangesfreunden aus Zehnhausen noch einige Lieder angestimmt wurden.
14. November – Stimmbildungstag des CV Rhein-Lahn in Lahnstein
Den musikalischen Abschluss des Jahres bildete am 14. November ein Konzert in der Aula des Johannes-Gymnasiums in Niederlahnstein. Der CV Rhein-Lahn führte an diesem Samstag dort eine Chorfreizeit durch und hatte uns zur Mitwirkung beim Abschlusskonzert eingeladen. Neben den teilnehmenden Projektchören konnten wir hier in zwei jeweils ca. 30-minütigen Auftritten die ganze Bandbreite unseres musikalischen Repertoires zeigen. Beide Auftritte gelangen auch sehr gut, was uns vom fachkundigen Publikum mit langanhaltendem Beifall belohnt wurde, sodass wir am Ende noch zwei Zugaben geben mussten. Auch Jürgen Fassbender, der als Dozent für die Männerchöre an dem Workshop mitwirkte, zeigte sich von unseren Vorträgen beiendruckt und beglückwünschte uns zu unserer Leistung. Zum geselligen Abschluss des Abends wanderten wir dann zur nahegelegenen Maximilians-Brauerei, wo wir bei gutem Essen und Bier vom Fass noch einige Lieder zum Besten gaben.
05. Dezember – Jahresabschlussfeier
Zum Ausklang des Jahres veranstalteten wir am 5. Dezember eine Feier in unserem Bürgerhaus. Eingeladen waren alle Mitglieder mit Ihren Ehepartnern sowie die Witwen unserer verstorbenen Mitglieder und über 90 Personen waren der Einladung auch gefolgt. Bei leckerem Essen und kühlen Getränken ließen wir es uns an diesem Abend richtig gut gehen. Die Feier war auch Anlass einige verdiente Sänger für langjährige Mitgliedschaft zu ehren. Hans-Jürgen Schönberger blickte im Jahr 2015 auf seine 50-jährige aktive Mitgliedschaft zurück und wurde dafür mit einem Geschenk seitens des Vereins geehrt. Ebenso wurden Markus Fein, Johannes Hannappel, Hans-Georg Jung, Christoph Malm, Thomas Malm und Bernd-Josef Metternich für 40-jährige aktive Mitgliedschaft geehrt. Edi Hannappel dankte in seiner Laudatio allen Geehrten für die geleistete Arbeit und überreichte die Geschenke. Ein besonderer Dank geht hier aber nochmals an Leo Weyand, der zusammen mit seinem Kochteam, bestehend aus Manfred Fachinger, Andreas Malm, Torsten Meuer, Thomas van Baaijen, Christoph und Paul Weimer, wieder einmal ein vorzüglich angerichtetes Büffee präsentierte.
Was passiert 2015 sonst noch …
- 10. Januar – Jahreshauptversammlung mit Ehrung Markus Fein für 25 Jahre Notenwart
- 18. Januar – Ständchen zum 75. Geburtstag unseres Sängers Eduard Hannappel
- 20. Januar – Gedenkgottesdienst für die lebenden und verstorbenen Mitglieder der Frohen Stunde
- 12. Juni – Ständchen zur Silbernen Hochzeit von Hans-Peter und Gabriele Kaiser
- 26. Juli – Thekendienst auf der Sportwoche der Spvgg. Steinefrenz/Weroth
- 26. Juli – Tod unseres ältesten Mitglieds Fritz Thierbach
- 26. September – Ständchen zum 80. Geburtstag unseres passiven Mitglieds Walter Gläser
- 10. Oktober – Bewirtung des Konzerts der „vocawäller“ im Bürgerhaus Weroth
- 15. November – Gedenkfeier am Ehrenmal (Volkstrauertag)
- 02. Dezember – Ständchen zum 75. Geburtstag unseres Sängers Günter Röth nach der Chorprobe