1960-1969
1960
02. Januar - Generalversammlung mit Neuwahlen
In seinem Rückblick auf das Jahr 1959 stellt der Schriftführer (Josef Schönberger) unverblümt fest, daß der vergleichsweise dünne Terminkalender ohne Wettstreit dem Verein nicht gutgetan hat.. Insbesondere der Besuch der Proben läßt sehr zu wünschen übrig.
Bei den anstehenden Vorstandswahlen wird „mit Ach und Weh“ der alte Vorstand für ein Jahr wiedergewählt.
03. Januar - Einweihung des renovierten Kriegerdenkmals
Bei der Renovierung des Außenputzes der Kapelle in Weroth wird das der Zivilgemeinde Weroth gehörende Kriegerdenkmal von der Wand der Kapelle entfernt. Es wird eine durchgreifende Erneuerung durchgeführt und bei der Fa. Merfels in Hundsangen ausgestaltet. Durch eine Sondersammlung kann die Renovierung bezahlt werden. Am 03. Januar 1960 wird das Kriegerdenkmal neu eingeweiht. Um 09.45 Uhr ist ein Amt für die Gefallenen und Vermißten in der Pfarrkirche in Steinefrenz. Nachmittags um 15.00 Uhr findet dann in der Kappelle von Weroth eine Andacht statt, an die sich die Einweihungsfeier anschließt. Laut Schulchronik war es eine schlichte, aber erhebende Feier, wenn sie auch in strömendem Regen stattfand. Der MGV steuert zwei Liedvorträge zur Feierstunde bei. ( aus der Pfarrchronik)
13.,19.,20.,26. und 27. März - Aufführungen des Trauerspieles „Maria Stuart“
Der Verein hatte sich hier wieder einer echten Herausforderung gestellt „Ein voller Erfolg – ein originalgetreues Spiel des MGV „Frohe Stunde“ und „Ein neues Ruhmesblatt in der Geschichte der „Frohen Stunde“, so urteilten „Nassauer Bote“ und „Westerwälder Zeitung“. Die Presse war sich auch diesmal weitgehend einig. Die Darsteller hatten unter der Regie von Spielleiter Peter Malm eifrig geprobt. „Daß trotz der Umwelteinflüsse sich Leute hergaben, Abend für Abend dieses schwierige Stück einzuüben, kann man als Idealismus im wahrsten Sinne des Wortes bezeichnen (WWz) Margret Weimer begeisterte als Maria Stuart durch ihre Ausdrucksfähigkeit. Daneben agierten weitere Hauptakteure, wie Marianne Metternich als Königin Elisabeth, Alfred Malm als Mortimer, Josef Metternich (Graf von Leicester), Hermann Jung (Paulet), Josef Malm (Shrewsbury), Bernhard Metternich (Burleigh), Werner Malm (Melvil), Inge Kaiser (Amme Kennedy), Josef Hoffmann (Graf von Kent) und Josef Kronimus als Davison.
Dezember - Beerdigung Jakob Reusch
(Auszug aus einem Nachruf) In einer sangesfrohen Familie aufgewachsen, in der man gerne vor der Haustüre sitzend, gemeinsame Lieder in den Sommerabend sang, erhielt er mit acht Jahren als beglückendes Weihnachtsgeschenk seine erste Geige. Bei Musiklehrer Heinz Hannappel in Limburg nahm er seinen ersten Violinunterricht, in dem er bald so außergewöhnliche Fortschritte machte, daß ihn sein Volksschullehrer schon im Alter von zehn Jahren mit dem Einüben der Lieder in der Schule beauftragte. (...)
Als eifriger Sänger in der „Frohen Stunde“ lernte er bei seinem ehemaligen Geigenlehrer Heinrich Hannappel, der damals den Verein dirigierte, die ersten Schritte in der Stabführung. (...)
Das kleine Westerwalddörfchen Zehnhausen bei Wallmerod erlebte Jakob Reusch erstmals als fähigen Dirigenten. Mit dem MGV „Sangesfreude“ dieses Dorfes errang er seine ersten aufsehenerregenden Erfolge. Dann fiel ihm in der gefälligen, aber sicheren Art seiner Stabführung, mit seiner pädagogischen Fähigkeit und guten Auffassung, ein Verein nach dem anderen zu. (...)
Nachstehende Vereine standen mehr oder weniger lange Zeit unter seiner Stabführung: die Männergesangvereine Weroth, Steinefrenz, Nentershausen, Ruppach-Goldhausen, Großholbach, Girod, Nassau, Holzappel und Westerburg. Im Jahre 1955 feierte er sein 25jähriges Dirigentenjubiläum. Mit seinem Heimatverein „Frohe Stunde“ holte er sich die meisten und schönsten Erfolge. (...)
Jakob Reusch war ein Naturtalent. Eine systematische Ausbildung, die ihm versagt blieb, hätte ihn zweifelsohne zu den besten Aussichten berechtigt. Seine Bescheidenheit, sein umgängliches und humorvolles Wesen, das er selbst bis in die letzte Phase seiner lebensbedrohenden Erkrankung nicht verlor, sowie sein pädagogisches Können machten ihn zu einem geschätzten Chormeister in seinen Vereinen, die ihm ein treues Gedenken bewahren, nachdem ihm der Tod (...) allzufrüh, im 55. Lebensjahre, den Stab aus der Hand genommen hat.
was passierte 1960 sonst noch ...
- 20. Januar - Liederabend an St. Sebastian (Programm noch vorhanden)
- Gestaltung des Familienabends an Rosenmontag
- 06. August - Teinahme am Festkommers der Spvgg. Steinefrenz/Weroth
- Gruppensingen in Goldhausen und letzter öffentlicher Auftritt mit Chorleiter Jakob Reusch
1961
17. Mai - Beerdigung von Lehrer Hebchen
Chorleiterwechsel – Gerhard Monreal übernimmt den Dirigentenstab
16. Juli - Wettstreit in Mülheim
Die „Frohe Stunde“ singt in der zweiten Klasse mit vier Vereinen, die offenbar überlegen sind. Daß man dennoch einen 2. und einen 3. Preis erringt, erscheint den Sängern auch angesichts des Chorleiterwechsels als Achtungserfolg. Zum Vortrag kamen „Heija im frischen Wind“ v. Walter Rein, „Heute wollen wir das Ränzlein schnüren“ v. Wolfgang Lüderitz, „Sturm“ v. Eberhard Ludwig Wittmer und „Rheinisches Fuhrmannslied“ v. Paul Zoll.
August - Rundfunkaufnahme mit dem Südwestfunk
Der Südwestfunk nimmt eine Reihe von Volksliedern auf. Es sind moderne Tonsätze, die dem Chor bei der Einstudierung nicht sonderlich zusagen, bei der Wiedergabe jedoch Gefallen finden und auch gute Kritiken bekommen. Zu Ehren des verstorbenen Chorleiters Jakob Reusch sendet der Südwestfunk auch noch einmal das im Mai 1959 unter dessen Leitung u.a. aufgenommene Silcher-Programm
Was passierte 1961 sonst noch ...
- 20. Januar - Liederabend am Sebatiansfeiertag
- 22. Januar - Konzert in Weroth mit Eitelborn
- Juli - Freundschaftssingen in Weltersburg beim MGV „Liederkranz“
- Gruppensingen in Pütschbach
1962
20. Januar -Gemeinschaftskonzert mit dem MGV „Cäcilia“ Lindenholzhausen
Nach Meinung des Schriftführers hat kein Konzert der letzten Jahre in Weroth solchen Anklang gefunden, wie dieses. Die Sänger aus Lindenholzhausen spornen die „Frohe Stunde“ zu besonderer Leistung an. Die Darbietungen sind sehr gut und namhafte Kritiker spenden beiden Chören besonderes Lob. Das Konzert soll deshalb in Lindenholzhausen wiederholt werden.
Familienabend mit Verlosung
Erstmalig findet – dem Wunsch eines großen Teils der Mitglieder entsprechend – ein Familienabend statt. Zwei Lustspiele und eine Verlosung sorgen für Unterhaltung und eine Tanzkapelle für den nötigen Schwung.
03.Juni - Wertungssingen in Guckheim
Nachdem die Sänger aus Guckheim Veranstaltungen der „Frohen Stunde“ immer rege besucht hatten, sah man sich verpflichtet, sich auch an deren Jubiläum und Wertungssingen zu beteiligen.Ein „sehr gut gewähltes Programm“ bestätigt der Wertungsrichter auf dem Wertungsbogen. „Sehr gut“ für das Chorwerk „Heija im frischen Mai“ v. Walter Rein und für das Volkslied „Muß i denn ...“ ebenfalls v. W. Rein sind der verdiente Lohn für die Sänger und ihren Dirigenten
29. Juli - Ausflug
Diesmal führt ein Ausflug durch das schöne Lahntal nach Braunfels und über das Weiltal bis zum Römerkastell der „Saalburg“. Nach Kultur im Überfluß schließen sich ein gemütlicher Abend in Flacht und eine späte Heimreise an.
27. Oktober - Einweihung der neuen Schule
Das ganze Dorf ist versammelt, als am Samstag dem 27. Oktober nachmittags um 14.00 Uhr die „Frohe Stunde“ unter Leitung ihres Chorleiters Gerhard Monreal mit dem Choral „Der Mensch lebt und bestehet“ die Einweihungsfeierlichkeiten für die neue Schule eröffnet und mit einem weiteren Vortrag bereichert. Wie so oft–so auch hier – ist es für die Sänger eine Selbstverständlichkeit, die Feiern der Zivilgemeinde musikalisch zu umrahmen.
01. Dezember - Gemeinschaftskonzert in Lindenholzhausen
Im Saalbau der Turn- und Sportgemeinde Lindenholzhausen herrschte bei Konzertbeginn eine geradezu drangvolle Enge. Diesen enormen Zulauf hatte ohne Zweifel der ausgezeichbete Ruf der beiden konzertierenden Chöre, des MGV „Cäcilia“ Lindenholzhausen und des MGV „Frohe Stunde“ Weroth bewirkt, wie der Kritiker der Nassauischen Neuen Presse in seinem Bericht anmerkt. Die „Frohe Stunde“ erwidert am 1. Dezember den Freundschaftsbesuch der „Cäcilia“ vom vergangenen Januar. Lassen wir die Kritiker berichten:
Der MGV „Frohe Stunde“ Weroth schloß sich (an die Eröffnung des Abends durch die „Cäcilia“; Anm.d.Red.) mit dem „Nachtgesang im Walde“ von Franz Schubert an. Was die verhältnismäßig kleine Sängerschar hier und in den drei hübschen Liedern von Anton Dvorak („Das verlorene Liebchen“, „Ein Kränzlein von Majoran“ und „Spatz und Eule“) gesangstechnisch bot, war über alles Lob erhaben. Der Chor sang mit äußerster Präziision und überaus deutlicher Aussprache, er trug nicht vor, er musizierte in des Wortes bester Bedeutung. Gefährliche Klippen, wie die recht eigenwillige Rhythmik und Melodik der Slawen wurde nahezu spielerisch bewältigt, zudem strömte der Chor eine Einsatzfreude und eine Bühnensicherheit aus, die auf gründliche intensive Schulung des Chores durch den Dirigenten Gerhard Monreal schließen lassen. Der Wiedergabe von Friedrich Smetanas „Seefahrt“ fehlte noch der letzte Schliff, sie wirkte nicht ganz ausgereift. (..) Auch in der Volksliedgestaltung sind die Werother Sänger sattelfest, es war ein Genuß ihnen zuzuhören. (Dr. Günther Obst von der Nassauischen Neuen Presse)
Dieser mittelgroße Verein kann was, pardon: kann viel ! Dem Verfasser aus zwei früheren Gemeinschaftskonzerten bestens bekannt, sei anfangs gleich festgestellt, daß die mit Hingebung und Begeisterung singende Schar ihr unter Jakob Reusch erreichtes Niveau nicht nur gehalten hat (was schon sehr viel bedeutet), sondern durch leichtes und lockeres Singen sich ins Reich des mehr künstlerischen erheben konnte. Wohllautend die Ausgeglichenheit der Stimmen und ihr guter Ansatz, die niemals übersteigerte Dynamik, die Sicherheit im rhythmischen Bereich. Angenehm auch die Einfühlung in die verschiedenen Stilepochen mit ihren Erfordernissen. (...)Einige Freunde aus dem Tenor werden darauf achten müssen, daß das „ch“ selbst kein halbes „sch“ werden darf ( es gab schon mansches ..., Bäschlein usw.). Die Bekanntschaft mit den Werother guten Sängern wird dem Publikum aus Lindenholzhausen sicher sehr erfreulich gewesen sein und Achtung abgezwungen haben. ( Pseudonym F.S. von der Westerwälder Zeitung )
was passierte 1962 sonst noch ...
- Rosenmontag - Die Gestaltung fällt in diesem Jahr der „Frohen Stunde“ zu und auch die Frauen der Sänger steuern einen Anteil bei
- Teilnahme am Festkommers des Kirchenchores Hundsangen
- 08. Juli - Gruppensingen beim MGV „Liederkranz“ Dahlen
- Konzertbesuch in Obererbach
- Liederabend beim MGV „Beethoven“ Dernbach
1963
20. Januar - Ein Konzert fällt der Witterung zum Opfer
Das traditionelle Winterkonzert, daß in diesem Jahr am Patronatstag stattfinden sollte, fällt aus. Riesige Schneemassen versperren sämtliche Zufahrtsstraßen, so daß weder Zuschauer, noch der eingeladene Gastchor MGV „Cäcilia“ Ruppach-Goldhausen das Dorf erreichen können
29. Januar - Generalversammlung mit Neuwahl des Vorstandes
Bernhard Pörtner legt in der Generalversammlung sein Amt als 1. Vorsitzender nieder. Er führte den Verein seit dem 2. Februar 1951, ziemlich genau zwölf Jahre lang und wird auf Vorschlag aus der Versammlung zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Neuer 1. Vorsitzender der „Frohen Stunde“ wird Josef Malm. Zu seinem Stellvertreter berufen die Anwesenden Josef Hoffmann.
09. März - ...Ausgefallenes wird nachgeholt
Trotz Verschiebung sieht der Saal an diesem Abend ein volles Haus mit guten Leistungen der Chöre und der stattlichen Einnahme von 345,-- DM.
2. Juni - Wettstreit in Miehlen
In der II. Klasse erringt der Verein einen 1., einen 3. und einen 4. Preis und ist darüber nicht sehr glücklich. Man glaubt sich angesichts der Aussagen mutmaßlich neutraler Beobachter nicht ganz gerecht bewertet, in einer doch sehr schweren Konkurrenz.
29. Juni - Kommers bei der „Eintracht“ in Limburg
Zum 100 jährigen Bestehen richtete der MGV „Eintracht“ in Limburg ein großes Sängerfest u.a. mit einem Prädikatssingen aus, an dem auch die „Frohe Stunde“ teilnahm. Ein „sehr gut“ des Kritikers Professor Hermann Schröder aus Köln bescheinigte die offenbar tadellose Leistung.
Der Kritiker der Presse (Hans Barth) geht in seinem Bericht über die „festlichen Sängertage in Limburg“ noch einen Schritt weiter. Nach einer Besprechung der Aufführungen verschiedener Chorgemeinschaften (Chorgruppe Wollweber (6 Vereine); Chorgemeinschaft Schachl (4 Chöre);“Cäcilia“ Dietkirchen, „Cäcila“ Lindenholzhausen und „MGV 1846“ Camberg, die er alle mit mehr oder minder – teils auch harscher Kritik- versieht, resümiert er am Ende seines Artikels:
Überblickt man nun die sängerische Gesamtleistung der festlichen Tage, so muß man immer wieder feststellen, wie intensiv doch zum Teil die einzelnen Vereine arbeiten, wobei es ganz unwichtig ist, wie groß der Verein ist. Als Musterbeispiel könnte der MGV Weroth dienen, der es fertig brachte, in Stärke von 45 Mann und aus einem Dorf von 400 Seelen stammend, mit dem Chor „Und Narren sind wir nicht“ von Lißmann das Auditorium zu einer derartigen Begeisterung hinzureißen, daß man sagen konnte: jetzt ist der Funken übergesprungen! Das war Singen, technisch und musikalisch gekonnt, und das spürten sofort alle Zuhörer. Sollte diese Beispiel Schule machen, wäre der Männergesang aus dem angeblichen momentanen Kriterium wieder heraus.
13. Oktober - Kreisleistungssingen in Ransbach
Der Kritik von Bundeschormeister Rudolf Desch stellt sich der Chor beim Kreisleistungssingen in Ransbach. Selten wurde dieses Singen mit solch reger Beteiligung durchgeführt, notiert der Schriftführer. Dennoch gibt es zweimal die Note „hervorragend“ und zwar für den Chor „Und Narren sind wir nicht“ von Kurt Lissmann und das Volkslied „Juchhei, dich muß ich haben“ von Friedrich Silcher. Eine Bewertung, die nur selten vergeben wird. Rudolf Desch bestätigt darüberhinaus in der Einzelwertung einen tadellosen Stimmenausgleich und ein prachtvolles Chormaterial. (gem. Sängerzahl: 43) Wertungsbogen vorhanden
was passierte 1963 sonst noch ...
- 25. Februar - Rosenmontag (erstmalig erwähnt ist ein Ballettauftritt der Frauen u. Mädchen)
- 13. Juli - Teilnahme am Kommers in Emmerich ( auch unter der Leitung v. G. Monreal)
- 28. Juli - Gruppensingen in Heilberscheid
1964
22. Januar - Rundfunkaufnahme
Schwierige Werke tchechischer Komponisten verlangen dem Chor einiges ab, der auf eine gute Wiedergabe und entsprechende Publikumsreaktionen hofft.
22. Februar - „Frohe Stunde“ spielt „Die Räuber“
Mit der Premiere am 22. Februar beginnt eines der letzten großen Theaterprojekte der „Frohen Stunde“. Diesmal steht Friedrich Schillers Drama „Die Räuber“ auf dem Programm. Lange und intensive Vorbereitungen sind nötig, um dieses schwierige Stück zu realisieren. Schauspieler und Spielleiter lösen ihre Aufgabe jedoch hervorragend. Der Besuch ist so gut, daß das Stück insgesamt sechs mal aufgeführt wird. Hier ein Auszug aus der Besetzungsliste: Werner Malm (Graf Maximilian von Moor), Josef Hoffmann (Karl von Moor), Alfred Malm (Franz von Moor), Margret Eidt (Amalia von Edelrech), Eduard Hannappel (Hermann), Josef Hannappel (Räuber Kosinski), Hermann Jung (Spiegelberg), Bernhard Metternich (Schweizer), Wilfried Kaiser (Grimm), Hans Kaiser (Razmann), Dieter Pörtner (Schufterle), Erwin Heinrich (Roller), Norbert Hoffmann (Schwarz), Theo Endres (Daniel) und Vinzenz Malm (Pater).
08. November - Bezirksleistungssingen in Selters
Am 08. November besucht die „Frohe Stunde“ das Bezirksleistungssingen in Selters, bei dem Bundeschormeister Rudolph Desch als Wertungsrichter fungiert. Zum Vortrag kommen ein Aufgabechor („Kuriose Geschichten“ von Wolfgang Lüderitz; Prädikat: „hervorragend“), ein selbstgewählter Chor („Motette“ von Quirin Rische; „sehr gut – hervorragend“) und ein Volkslied („Ging ein Weiblein Nüsse schütteln“ von Kurt Lißmann; „hervorragend“). Mit dem Gesamtprädikat „hervorragend“ erhält der Chor eine der besten Bewertungen an diesem Tag und qualifiziert sich gleichzeitig für das Bundeschorfest. (gem. Sängerzahl: 47)
Was passierte 1964 sonst noch ...
- 20. Januar - Liederabend mit Tanz als Verlegenheitsprogramm, da ein Winterkonzert und ein Theaterstück, daß sich in Vorbereitung befindet, noch nicht aufführungsreif sind.
- 09. Februar - Veranstaltung eines Maskenballes
- 29. März - Gemeinschaftskonzert mit dem MGV „Liederkranz“ Dietkirchen
- 06. Juni - Beteiligung am Festkommers des MGV „Frohsinn“ Werschau, einem Chor der ebenfalls unter der Leitung von Herrn Monreal steht
- 27. Juni - Teilnahme beim Festkommers der „Cäcilia“ Dietkirchen und noch am gleichen Abend am Kommers des MGV „Eintracht-Harmonie“ Pütschbach-Oberhausen. Diese strapaziöse Aktion beweist, daß auch bereits in dieser Zeit das Hobby in Streß auszuarten drohte.
- 26. Juli - Gruppensingen in Girod. Erstmalig äußert der Schriftführer Kritik am Austragungsmodus.
- 21. November - Gegenbesuch beim MGV „Liederkranz“ in Dietkirchen
- Ständchen für den neugewählten Bürgermeister Franz Malm
1965
04. Juli - Wettstreit in Münster ( Kreis Dieburg )
- Klasse Konkurrenz: GV „Eintracht“ Langenselbold 55 Sänger Chorl.: Willy Trageser MGV „Liederkranz“ Dietkirchen 59 Sänger Chorl.: Theodor Lebeda MGV „Sängerlust“ Bürstadt 59 Sänger Chorl.: Valentin Seib MGV „Glückauf“ Hbg-Hochheide 45 Sänger Chorl.: Arnold Kempkens
Gemeldete Sängerzahl: 50 Chorl.: G. Monreal Pflichtchor : Wer hat Zeit v. Peter Seeger Klassensingen : Und Narren sind wir nicht v. Kurt Lißmann Höchstes Ehrensingen : Ging ein Weiblein Nüsse schütteln v. Kurt Lißmann
Bei dieser bis dahin wohl stärksten Konkurrenz von hessischen und niederrheinischen Chören ersingt sich die „Frohe Stunde“ immerhin noch den 2. Klassenpreis und den 3. Ehrenpreis. Dennoch sind die ansonsten sieggewohnten Männer etwas enttäuscht, wie der Schriftführer vermerkt.
25. Juli - Gruppensingen in Weroth
1965 findet das Gruppensingen in Weroth statt und wird erstmalig als Wertungssingen durchgeführt. Laut Programm nehmen 15 Vereine an dem Singen teil. Wertungsrichter Heinz Becker bescheinigt den Sängern der „Frohen Stunde“ eine schöne und ansprechende Leistung. Zum Vortrag kamen die „Motette“ von Quirin Rische und „Juchhei, dich muß ich haben“ von Friedrich Silcher (gem. Sängerzahl: 50)
24. Oktober - Bundeschorkonzert in Höhr-Grenzhausen
„Der Männer-Gesang-Verein „Frohe Stunde“ Weroth hat durch seine strebsame und zielbewußte Chorarbeit nach erfolgreicher Teilnahme an einem Kreis- und Bezirks-Leistungssingen eine überzeugende künstlerische Leistungsstufe erreicht. Er war deshalb berechtigt an dem IX. Bundes-Chorkonzert am 24. Oktober 1965 in der Sporthalle in Höhr-Grenzhausen teizunehmen. Auch hier hat er durch seine guten Leistungen wesentlich zu der Gestaltung dieser repräsentativen Veranstaltung beigetragen.“ (Text der anläßlich des Bundeschorkonzertes an die „Frohe Stunde“ verliehenen und u.a. von Bundes-Chormeister Rudolph Desch gezeichneten Urkunde)
Was passierte 1965 sonst noch ...
- 17. Januar - Konzert in Weroth mit Steinefrenz und Dernbach
- 31. Januar - Gemeinschaftskonzert mit Ruppach-Goldhausen in Goldhausen. Beide Chöre stehen in dieser Zeit unter der Leitung von Gerhard Monreal
- 07. Juni - Teilnahme am Prädikatssingen des MGV „Eintracht“ Nentershausen (Zweimal Prädikat „sehr gut“)
- 26. September -Liederabend der „Frohen Stunde“ im Vereinslokal mit Ehrungen
- 12. Dezember - Chorkonzert mit dem MGV „Frohsinn“ in Steinefrenz
- Bau des Einbauschrankes im Vereinslokal, der auch heute noch Pokale und Noten beinhaltet.
1966
15. Januar - Generalversammlung mit Neuwahl des Vorstandes
Zahlreiche Sangesfreunde haben sich zur Jahreshauptversammlung eingefunden. Der 1. Vorsitzende Josef Malm wertet dies als Zeichen dafür, daß der Chorgesang im Dorf noch eine breite basis hat. Nach den üblichen Regularien wird unter Leitung des Ehrenvorsitzenden Bernhard Pörtner ein neuer Vorstand gewählt, dem erneut Josef Malm als 1. Vorsitzender vorsteht. Zweiter Vorsitzender wird Josef Pörtner II, Schriftführer Josef Hoffmann, Kassierer Alfred Eidt, Beisitzer Günter Schäfer, Wilfried Kaiser und Hermann Wieser. In dieser Versammlung wird auch der Beitrag für die Aktiven auf 1,20 DM monatlich erhöht. Der Schriftführer stellt fest, daß von 51 aktiven Vereinsmitgliedern durchschnittlich 40 Sänger die Proben besuchen
12. März - Theateraufführung "Der Verräter"
Vor jeweils vollem Haus spielt die „Frohe Stunde“ insgesamt fünf mal das Schauspiel in vier Akten und einem Nachspiel „Der Verräter“ von Peter Freppert. Gegen ein Eintrittsgeld von 2,50 DM sehen die Zuschauer eine Episode aus der Passion Jesu, die sich schwerpunktmäßig mit dem Verrat durch Judas Iskariot auseinandersetzt. Unter der Gesamtleitung von Josef Kronimus verstehen es die Mitwirkenden, ein hinlänglich bekanntes Thema bestechend realistisch umzusetzen. Vor dem Bühnenbild des Josef Claus aus Nentershausen agieren in den Hauptrollen Alfred Malm (Judas Iskariot), Josef Hoffmann (der fremde „Verführer“) und Vinzenz Malm (Jesus). Außerdem wirken mit: Josef Metternich (Petrus), Alfred Eidt (Lazarus), Alois Weimer (Simon), Margret Eidt (Maria Magdalena), Werner Malm (Pilatus), Joachim Eidt (Kaiphas), Josef Malm (Annas), Edi Hannappel (Nikodemus), Hermann Weller (Malchus) und als Torhüterin Ursula Zirfas. In weiteren Rollen spielen Heinz-Josef Kronimus, Herbert Kaiser, Hans-Jürgen und Gerhard Schönberger. Als Souffleur betätigt sich Theo Endres.
Was passierte 1966 sonst noch ...
- Ausflug nach Maria Laach
- Primiz Pater Ottmar Steinebach
- 04. September - Gruppensingen in Obererbach (2 Liedvorträge "Und Narren sind wir nicht", "Ging ein Weiblein Nüsse schütten" v. Kurt Lissmann; sehr gute Kritik durch Kritiker Bernhard Weber)
1967
04. Juni - Wettstreit in Obermendig
- Klasse Konkurrenz: ********************_********************
Gemeldete Sängerzahl: **___** Chorl.: G. Monreal Chor : Und Narren sind wir nicht v. Kurt Lißmann Ehrensingen : Jascha spielt auf v. W. Heinrichs Höchstes Ehrensingen : Juchhei, dich muß ich haben v. F. Silcher
1. Klasse - 2.Klassenpreis/2.Ehrenpreis
24. September - Ausflug nach Oberwalluf
Ehrenmitglied Pfarrer Schnurr hatte anläßlich seiner Versetzung in diese Gemeinde den MGV eingeladen.
22. Oktober - Kreisleistungssingen in Dernbach
Wertungsrichter Bernhard Weber verleiht dem Chor für seine Interpretation der Stücke von Kurt Lißmann ("Und die Stunde schlägt" / "Der Tod und das Mädchen"; Chorwerk) und Wilhelm Heinrichs (" Jascha spielt auf "; Volkslied) jeweils das Gesamtprädikat „hervorragend“. (gem. Sängerzahl: 55)
10. Dezember - Gemeinschaftskonzert mit „Teutonia“ Villmar
Was passierte 1967 sonst noch ...
- Es wird im Protokoll die Anzahl der jungen Sänger hervorgehoben.
- 30. Juli - Gruppensingen in Steinefrenz
- 12. November - In einer Vorstandssitzung teilt Josef Malm den Anwesenden mit, daß er in der nächsten Jahreshauptversammlung zurücktreten wird.
1968
05. Januar - Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen
Nachdem Josef Malm sein Amt vorzeitig niedergelegt hat, sind Neuwahlen unumgänglich. Die Versammlung wählt Josef Pörtner zum 1. Vorsitzenden. Sein Stellvetreter wird Hermann Wieser. Auf Beschluß der Versammlung werden aktive Mitglieder ab dem 65. Lebensjahr als Ehrenmitglieder geführt.
Wertungssingen in Nauheim (Note „Hervorragend“)
Was passierte 1968 sonst noch ...
- Teilnahme am Kommers der Freiw. Fw. Weroth
- Aktive Sänger 47 / inaktive Sänger 63 / 11 Ehrenmitglieder
1969
04. Januar - Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen
Erneut stehen Wahlen auf der Tagesordnung. Diesmal spricht die Versammlung Hermann Wieser das Vertrauen aus und wählt ihn zum 1. Vorsitzenden. Sein Stellvertreter wird Josef Metternich.
15. Juni - Wettstreit in Girod
- Klasse Konkurrenz: MGV Eitelborn MGV Höhn
Gemeldete Sängerzahl:?_ Chorl.:G. Monreal Chor : ? Ehrensingen : ? Höchstes Ehrensingen : Jascha spielt auf v. W. Heinrichs
Die „Frohe Stunde“ kann mit dem 1. Klassenpreis, dem 1. Ehrenpreis und dem 2. Preis im Höchsten Ehrensingen einen schönen Erfolg verbuchen. Zusammen mit dem 1. Dirigentenpreis erreicht sie gleichzeitig auch noch die höchste Punktzahl (354) des gesamten Wettstreits.
06.Juli - Wertungssingen in Berod
Erneut für das Werk „und die Stunde schlägt/ Der Tod und das Mädchen“ und diesmal für das Volkslied „Alte Weiber“ von Walter Rein vergibt Wertungsrichter Heinz Becker auf dem Wertungssingen in Berod jeweils das Gesamtprädikat „hervorragend“. Die „Frohe Stunde“ erhält auch hier die zahlenmäßig höchste Bewertung des ganzen Singens. (gem. Sängerzahl: 50)
Was passierte 1969 sonst noch ...
- Im Laufe des Jahres 1969 stirbt der langjährige Theaterregisseur Josef Kronimus
- 27. Juli - Gruppensingen in Meudt (gemeldete Sängerzahl: 48)
- 23. März - Gemeinschaftskonzert mit dem Limburger Männergesangverein
- 07. September - Gegenbesuch des Oberwallufer MGV