1970-1979
1970
21.Juni - Wertungssingen in Niederhadamar
Mit dem Chor „Und die Stunde schlägt/Der Tod und das Mädchen“ und dem Volks-lied „Alte Weiber“ in einem Satz von Walter Rein erwerben sich die Sänger das Ge-samtprädikat „Hervorragend“.
25./26. Juli - 70-jähriges Bestehen der Frohen Stunde
Zum festlichen Anlaß veranstaltet die „Frohe Stunde“ diesmal ein Waldfest auf dem Sportplatz Weroth. Die Veranstaltung beginnt mit einem kleinen Festzug vom Ver-einslokal Pörtner zum Festzelt. Trotz ungünstiger Witterung kann man sich über ein vollbesetztes Zelt freuen. Dem Samstagabend mit Liedvorträgen der Nachbarvereine folgt am Sonntagmorgen nach dem Hochamt der Frühschoppen. Hieran schließ sich ab 13.00 Uhr mit einem Ballonwettfliegen und Tor Wandschießen die Kinderbelustigung an. Ab 15.30 Uhr können sich die Jubilare und Gäste beim Fußballspiel der 1. Mann-schaft gegen Hundsangen auch von der sportlichen Leistungsfähigkeit einzelner Sänger überzeugen. Zum Abschhluß spielt gegen Abend eine Musikkapelle zum Tanz auf.
13. September - Vereinsausflug nach Köln
Ein Tagesausflug führt die Sänger 1969 nach Köln und an das Grab von Altbundes-kanzler Konrad Adenauer in Rhöndorf. Nach Besichtigung des Doms, der Rheinanlagen und Adenauers letzter Ruhestätte findet der Tag abends in Leutesdorf bei Wein, Weib und Gesang seinen feucht fröhli¬chen Abschluß.
Was passiert 1970 sonst noch ...
- 12.Juni - Großes Gemeinschaftskonzert in der Limburger Markthalle mit dem Limburger MGV
- 14. Juni - Gruppensingen in Niedererbach
- 11. Juli - Teilnahme am Kreissängerfest in Wirges in einer Chorgemein- schaft mit dem MGV Ruppach-Goldhausen
- Gerhard Monreal feiert sein 10 jähriges Chorleiterjubiläum in den Diensten der „Frohen Stunde“ und erhält einen Präsentkorb
1971
16. Mai - Prädikatssingen in Obererbach
Beim Prädikatssingen in Obererbach ist der Chor offenbar nicht in bester Verfassung. Obwohl sich Kritiker Rudolf Desch für die „Römischen Weinsprüche“ von Harald Genzmer ein Gesamprädikat „ gut – sehr gut“ und für „Seht es regnen, seht es gie¬ßen“ von Heinrich Poos ein „Sehr gut“ abringen kann, sind die ansonsten „Hervorra¬gend“ gewohnten und natürlich auch verwöhnten Sänger etwas enttäuscht.
13.Juni - Wettstreit in Höhn
Klasse I Konkurrenz: MGV Meudt/Dahlen _Sänger Chorl.: MGV Rennerod _Sänger Chorl.:
Gemeldete Sängerzahl: ___ Chorl.: Gerhard Monreal Chor : Römische Weinsprüche v. H. Genzmer Klassensingen : Und die Stunde schlägt ...v. K. Lißmann Höchstes Ehrensingen : Seht es regnen, seht es gießen v. H. Poos
Eine weitere Enttäuschung bringt offenbar der Wettstreit in Höhn, dessen Ergebnis in der Niederschrift nicht festgehalten ist. Vielmehr heißt es an der einschlägigen Stelle, „ nach diesem Wettstreit machte sich eine allgemeine Unzufriedenheit innerhalb der „Frohen Stunde“ bemerkbar. Diese war wohl auf das etwas schlechte Abschneiden bei dem Wettstreit in Höhn zurückzuführen.“ Das man im Klassensingen den 1. Preis und im Ehren- und Höchstehrensingen jeweils den 2. Preis erhält und dennoch unzufrieden ist, läßt sich in unterschiedlichster Weise interpretieren. Fest steht nur, daß die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurückbleiben, es offenbar schwerfällt, das hohe Niveau zu halten und man sich schwertut, dies auch nur kurzfristig zu akzeptieren. Ein Wesenszug der Sänger, der sich auch heute noch hie und da bemerkbar macht. Ein Urteil darüber, ob dies für die Entwicklung des Vereins positiv oder eher negativ zu bewerten ist, mag jeder für sich selbst fällen.
19. September - Gruppensingen ohne „Frohe Stunde“
Erstmalig kann der Verein nicht auftreten, obwohl er anwesend ist. Mißverständnisse des Veranstalters bei Verschiebungen der Auftrittsreihenfolge einzelner Vereine „verhindern“ den Auftritt der „Frohen Stunde“. Verein oder Vorstand trifft jedoch kei¬nerlei Verschulden. Die Vorgänge gehen ausschließlich zu Lasten des Veranstalters, wie in der später folgenden Gruppenversammlung noch einmal ausdrücklich festge¬halten wird.
13.Oktober - Außerordentliche Aktivenversammlung
Die Ereignisse des letzten Halbjahres sind Gegenstand einer außerordentlichen Akti¬venversammlung. Hier kommt es zu einer Aussprache über die Arbeit des Chorleiters, insbesondere seine Liedauswahl und dergleichen. Offenbar sieht man hier Anlaß zur Kritik. Zwar findet eine geheime Abstimmung über eine weitere Zusammenarbeit mit Chor¬leiter Monreal statt. Das Ergebnis wird in der Niederschrift jedoch ebenfalls nicht aktenkundig gemacht und der Chor setzt die Zusammenarbeit zunächst fort.