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1970-1979

1970​

21.Juni - Wertungssingen in Niederhadamar​

Mit dem Chor „Und die Stunde schlägt/Der Tod und das Mädchen“ und dem Volks-lied „Alte Weiber“ in einem Satz von Walter Rein erwerben sich die Sänger das Ge-samtprädikat „Hervorragend“.

25./26. Juli - 70-jähriges Bestehen der Frohen Stunde​

Zum festlichen Anlaß veranstaltet die „Frohe Stunde“ diesmal ein Waldfest auf dem Sportplatz Weroth. Die Veranstaltung beginnt mit einem kleinen Festzug vom Ver-einslokal Pörtner zum Festzelt. Trotz ungünstiger Witterung kann man sich über ein vollbesetztes Zelt freuen. Dem Samstagabend mit Liedvorträgen der Nachbarvereine folgt am Sonntagmorgen nach dem Hochamt der Frühschoppen. Hieran schließ sich ab 13.00 Uhr mit einem Ballonwettfliegen und Tor Wandschießen die Kinderbelustigung an. Ab 15.30 Uhr können sich die Jubilare und Gäste beim Fußballspiel der 1. Mann-schaft gegen Hundsangen auch von der sportlichen Leistungsfähigkeit einzelner Sänger überzeugen. Zum Abschhluß spielt gegen Abend eine Musikkapelle zum Tanz auf.

13. September - Vereinsausflug nach Köln​

Ein Tagesausflug führt die Sänger 1969 nach Köln und an das Grab von Altbundes-kanzler Konrad Adenauer in Rhöndorf. Nach Besichtigung des Doms, der Rheinanlagen und Adenauers letzter Ruhestätte findet der Tag abends in Leutesdorf bei Wein, Weib und Gesang seinen feucht fröhli¬chen Abschluß.

Was passiert 1970 sonst noch ...​

  • 12.Juni - Großes Gemeinschaftskonzert in der Limburger Markthalle mit dem Limburger MGV
  • 14. Juni - Gruppensingen in Niedererbach
  • 11. Juli - Teilnahme am Kreissängerfest in Wirges in einer Chorgemein- schaft mit dem MGV Ruppach-Goldhausen
  • Gerhard Monreal feiert sein 10 jähriges Chorleiterjubiläum in den Diensten der „Frohen Stunde“ und erhält einen Präsentkorb

1971​

16. Mai - Prädikatssingen in Obererbach​

Beim Prädikatssingen in Obererbach ist der Chor offenbar nicht in bester Verfassung. Obwohl sich Kritiker Rudolf Desch für die „Römischen Weinsprüche“ von Harald Genzmer ein Gesamprädikat „ gut – sehr gut“ und für „Seht es regnen, seht es gie¬ßen“ von Heinrich Poos ein „Sehr gut“ abringen kann, sind die ansonsten „Hervorra¬gend“ gewohnten und natürlich auch verwöhnten Sänger etwas enttäuscht.

13.Juni - Wettstreit in Höhn​

Klasse I Konkurrenz: MGV Meudt/Dahlen _Sänger Chorl.: MGV Rennerod _Sänger Chorl.:

Gemeldete Sängerzahl: ___ Chorl.: Gerhard Monreal Chor : Römische Weinsprüche v. H. Genzmer Klassensingen : Und die Stunde schlägt ...v. K. Lißmann Höchstes Ehrensingen : Seht es regnen, seht es gießen v. H. Poos

Eine weitere Enttäuschung bringt offenbar der Wettstreit in Höhn, dessen Ergebnis in der Niederschrift nicht festgehalten ist. Vielmehr heißt es an der einschlägigen Stelle, „ nach diesem Wettstreit machte sich eine allgemeine Unzufriedenheit innerhalb der „Frohen Stunde“ bemerkbar. Diese war wohl auf das etwas schlechte Abschneiden bei dem Wettstreit in Höhn zurückzuführen.“ Das man im Klassensingen den 1. Preis und im Ehren- und Höchstehrensingen jeweils den 2. Preis erhält und dennoch unzufrieden ist, läßt sich in unterschiedlichster Weise interpretieren. Fest steht nur, daß die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurückbleiben, es offenbar schwerfällt, das hohe Niveau zu halten und man sich schwertut, dies auch nur kurzfristig zu akzeptieren. Ein Wesenszug der Sänger, der sich auch heute noch hie und da bemerkbar macht. Ein Urteil darüber, ob dies für die Entwicklung des Vereins positiv oder eher negativ zu bewerten ist, mag jeder für sich selbst fällen.

19. September - Gruppensingen ohne „Frohe Stunde“​

Erstmalig kann der Verein nicht auftreten, obwohl er anwesend ist. Mißverständnisse des Veranstalters bei Verschiebungen der Auftrittsreihenfolge einzelner Vereine „verhindern“ den Auftritt der „Frohen Stunde“. Verein oder Vorstand trifft jedoch kei¬nerlei Verschulden. Die Vorgänge gehen ausschließlich zu Lasten des Veranstalters, wie in der später folgenden Gruppenversammlung noch einmal ausdrücklich festge¬halten wird.

13.Oktober - Außerordentliche Aktivenversammlung​

Die Ereignisse des letzten Halbjahres sind Gegenstand einer außerordentlichen Akti¬venversammlung. Hier kommt es zu einer Aussprache über die Arbeit des Chorleiters, insbesondere seine Liedauswahl und dergleichen. Offenbar sieht man hier Anlaß zur Kritik. Zwar findet eine geheime Abstimmung über eine weitere Zusammenarbeit mit Chor¬leiter Monreal statt. Das Ergebnis wird in der Niederschrift jedoch ebenfalls nicht aktenkundig gemacht und der Chor setzt die Zusammenarbeit zunächst fort.

Was passiert 1971 sonst noch ...​

  • 21. März - Gemeinschaftskonzert mit Dorndorf und Oberelbert im Saale Pörtner
  • 27. März - Konzert in Hundsangen
  • 19. Juni - Konzert des MGV „Frohsinn“ Steinefrenz zum 70jährigen Bestehen
  • 29. September - Freundschaftssingen in Dehrn
  • 24. Oktober - Konzert in Höhr Grenzhausen in Chorgemeinschaft mit dem MGV Ruppach/Goldhausen

1972​

08. Januar - Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen​

Im Januar 1972 wechselt erneut die Vereinsspitze und Josef Pörtner II übernimmt die Führung als 1. Vorsitzender. Ihm steht als Stellvertreter bzw. 2. Vorsitzender Alois Weimer zur Seite.

07. April - Tod des Gründers Johann Eidt​

Am 7. April 1972 verstirbt das Ehrenmitglied des Vereins Johann Eidt, der sich in besonderer Weise um den Chorgesang in Weroth, aber auch darüber hinaus als langjähriger Vorsitzender der Sängergruppe 3 verdient gemacht hat. Als „Vonne Segger Ferrer“ ist er in Weroth auch als Altbürgermeister der Gemeinde bekannt; als „Sängervater“ Eidt hat er es in der heimischen Chorszene zu großem Ansehen ge¬bracht. Wie bei allen verstorbenen, aktiven oder inaktiven Mitgliedern, würdigt der Verein seine Verdienste bei der Beerdigung durch eine kleine Ansprache, den obli¬gatorischen Grabgesang und das Niederlegen eines Kranzes.

Was passiert 1972 sonst noch ...

  • 11. Juni - Prädikatsingen in Dreikirchen
  • 24. Juni - Waldfest in Großholbach
  • 02. Juli - Gruppensingen in Wallmerod
  • 30. Juli - Ausflug in Taunus und Hunsrück mit einem Abschluß im Weindorf Koblenz

1973​

25. März - Gründung eines Kinderchores​

An diesem denkwürdigen Tag wird – wie in der Jahreshauptversammlung zwei Mo¬nate zuvor beschlossen – quasi als Abteilung des Vereins ein Kinderchor gegründet, der ebenfalls unter der Leitung von Gerhard Monreal steht.

18. April - Anschaffung eines Klaviers​

Die am 2. Mai beginnenden Chorproben des Kinderchores finden in den Räumlich-keiten der Schule statt; hier benötigt man nun noch ein Klavier. Am 18. April wird deshalb ein neues Instrument angeschafft, dessen Kauf die Gemeinde mit 1.500,-- DM bezuschußt.

19. Juli - Schicksalsschlag für Dorf und Verein​

Die Familie Endres verunglückt auf der Fahrt in den Urlaub. Dabei kommen der Vater Willi, seine Ehefrau Rita und die Kinder Jutta und Susanne ums Leben. Weil er gar nicht mitgefahren ist, bleibt der Sohn Bernd als einzig Überlebender der Familie zurück.

In einer, wenn nicht gar der traurigsten Stunde, die unser Dorf bislang erleben muß, trägt die „Frohe Stunde“ am 9. Juli 1973 mit dem Vater (Männerchor) und den zwei Töchtern (Kinderchor) gleich drei aktive Mitglieder gleichzeitig zu Grabe. Dorf und Verein stehen unter einem traumatischen Schock.

25/26. August - Sommerfest in Ruppach-Goldhausen – Erster öffentlicher Auftritt des Kinderchores​

Am Samstag (Männerchor) und Sonntag (Kinderchor) nehmen beide Chöre der „Fro¬hen Stunde“ an einem Sommerfest des MGV Ruppach-Goldhausen teil. Dabei stellt sich der neue Kinderchor erstmalig in der Öffentlichkeit vor. Ein Lied hat es Chor und Publikum besonders angetan, von dem nur noch die Titel-zeile bekannt ist: „...die Ziege lief den Berg hinauf und wackelt mit dem Bärtchen, da sprang ein kleiner Schneider drauf und meint es wär ein Pferdchen“; die Melodie wird unterstützt durch ein breites „Meck,meck“ der Unterstimme.

23. September - Überregionales Wertungssingen in Kommern​

Dieser Auftritt wird aus Sicht der Sänger zu einem kleinen Fiasko und trägt sicher nicht unwesentlich zur Entscheidung des Chorleiters bei, den Verein zu verlassen. 54/53 und 51 Punkte (von jeweils 60 möglichen) sind äußere Anzeichen eines deutli¬chen Leistungsrückganges, wie er sich bereit 1971 schon einmal angedeutet hatte. Die Folge am

24. September - G. Monreal beendet seine Tätigkeit in Weroth​

Nach zwölf Jahren beendet Gerhard Monreal seine Tätigkeit als Chorleiter der „Frohen Stunde“ und kündigt.

25. Oktober - Außerordentliche Aktivenversammlung​

Sänger und Vorstand erörtern die Situation des Vereins, nach dem Weggang des Chorleiters, auch im Hinblick auf den aktuellen Leistungsstand.

26. Oktober - Neubeginn mit Günther Pörtner​

In einer weiteren Zusammenkunft entscheiden sich 36 von 43 stimmberechtigten Sängern mit Günther Pörtner aus Obererbach einen Neuanfang zu machen. Daneben stehen noch die Chorleiter Reinhold Höbelt, Hans Lingerhand, Hans Schlaud, Karl Kohlhoff, F.J. Kexel und Kaiser (aus Fusingen) zur Disposition.

27. Dezember Siegerehrung „Unser Dorf soll schöner werden“​

Zur Siegerehrung des Wettbewerbes, bei dem das Dorf in der Sonderklasse den I. Preis errungen hat, läd der Landrat nach Montabaur ein und der Chor umrahmt mit seinen Vorträgen die kleine Feierstunde.

Was passiert 1973 sonst noch ...​

  • 07. April - Konzert mit dem Westerwälder Jugendchor, „aber leider – trotz Jugendchor – ohne jugendliche Zuhörer“, wie die Presse titelt
  • 27. Mai - Gruppensingen in Nentershausen

1974​

11. Januar - Jahreshauptversammlung mit Wahl eines Festauschusses​

Hermann Wieser wird zum Vorsitzenden des Festauschusses zur Vorbereitung der Feierlichkeiten anläßlich des 75jährigen Bestehens im Jahre 1975 gewählt. Ihm werden - neben dem gesamten Vorstand - Erich Hannappel als Schriftführer und Dieter Eidt als stellv. Kassenwart an die Seite gestellt.

Die Vorbereitungen auf das Fest nehmen den Verein im Laufe des Jahres 1974 voll in Anspruch, so daß sonst keine größeren musikalischen Aktivitäten ( Wettbewerbe etc.) möglich sind. Der Wunsch nach einem gut besuchten Wettstreit in Weroth führt allerdings zwangsläufig zum Besuch einer ganzen Reihe von Veranstaltungen außerhalb, die hier nur kurz aufgelistet sind: Kommers beim MGV „Lyra“ Holler, Kommers beim MGV „Beethoven“ Niederahr, Sommerfest des MGV „Frohsinn“ Steinefrenz, Festkommers des MGV Ötzingen, Konzert des Mandolinenvereins Heiligenroth

Was passiert 1974 sonst noch ...​

  • Maskenball, Kinderkappensitzung an Fastnachtsonntag und Bunter Abend an Rosenmontag
  • 19. Mai - Gruppensingen in Dreikirchen
  • 08. September - Kreisleistungssingen in Höhr-Grenzhausen; Gesamtprädikat „gut“
  • Einweihung der neuen Friedhofshalle
  • 29. September - Mitwirkung des Kinderchores beim Kinderchortreffen in Wallmerod

1975​

Das Jahr 1975 ist geprägt vom 75 jährigen Vereinsjubiläum. Wie bereits im Vorjahr bedingt dies eine Fülle von Besuchen bei den zum Fest eingeladenen Chören. Auch hier eine kleine Liste: Konzert beim MGV Leuterod, beim Limburger MGV, beim MGV Heiligenroth, beim MGV Siershahn, beim MGV Nentershausen, beim MGV Dreikirchen und beim MGV Dorndorf.

13.-16. Juni - Festtage zum 75 jährigen Bestehen der „Frohen Stunde“​

Zu einer Sternstunde des Vereins werden die Festtage anläßlich des Jubiläums. Zu dem – auch finanziellen – Erfolg trägt das ganze Dorf mit bei. Alle sind als Helfe¬rinnen und Helfer mit eingespannt und werden mit einem Dankeschön-Abend am 2. August belohnt. Neben den Gastvereinen beim Kommers (13), beim Konzert (15) und beim Wettstreit (28) können sich viele Besucher aus Nah und fern vom Organisationstalent der Weröther und insbesondere des federführenden Festvorstandes überzeugen. Bekannte Größen wie Rolf Braun als Moderator und das Gesangsduo Cindy und Bert sorgen am Bunten Abend für ein volles Zelt. Artisten, Balancekünstler, das Tanz¬corps Frickhofen und das Orchester Jupp Schlitt runden das Programm ab. Zu danken ist sicher neben dem Vorsitzenden des Festausschusses Hermann Wie-ser ,dem 1. Vorsitzenden Josef Pörtner II. und dem Chorleiter Günther Pörtner auch dem Schirmherrn der Veranstaltungen, dem Freund und Gönner des Vereins, Walter Görg.

19. Oktober - Regionalsingen in Höhr Grenzhausen​

Mit dem Aufgabechor „Mache deinem Meister Ehre“ v. R. Schumann (Prädikat: „gut bis sehr gut“), dem selbsgewählten Chor „Der Tod und das Mädchen“ v. Lißmann („Sehr gut bis hervorragend“) und dem Volkslied „Ilsebill“ von Bernhard Weber („sehr gut bis hervorragend“) knüpft der Chor bewertungsmäßig annähernd wieder an frü¬here Zeiten an. Durch das Gesamtprädikat „Sehr gut bis hervorragend“ qualifiziert sich der Chor für das Meisterchorsingen

Auftritte des Kinderchores 1975​

  • Kinderchorsingen in Würges im Taunus
  • Kreisjugendsingen in Leuterod
  • Altentag der Gemeinde

Was passiert 1975 sonst noch ...​

  • 15. März - Jubiläumskonzert mit dem Sängerbund Dehrn und dem „Liederkranz“ Berod
  • 25. Mai - Gruppensingen (Sanctus v. A. Kempkens; „Wahre Liebe“ von L. Janacek) in Nomborn
  • 06. Juni - In der Südwestfunksendung „Chöre des Landes“ werden Aufnahmen des Chores unter dem Dirigat von Gerhard Monreal gesendet.
  • Die Anzahl der aktiven Sänger erhöht sich im Laufe des Jahres auf 58

1976​

Rückverpflichtungen sorgen 1976 für ein strapaziöses Sängerjahr. 29 öffentliche Auftritte sind das Opfer für die gelungenen Veranstaltungen des vergangenen Jahres. Eine Aufzählung erspart sich der Chronist an dieser Stelle.

24. Januar - Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen​

Josef Malm, Hermann Jung und Günther Schäfer scheiden aus dem Vorstand aus. An der Führungsspitze ändert sich nichts.

25. Juli - Gruppensingen in Steinefrenz​

Mit dem Chorwerk „Soave fia il morir“ von Palästrina und dem Volkslied „Es blies ein Jäger wohl in sein Horn“ von Wolfgang Lüderitz erntet man von Kritiker Robert Pappert eine insgesamt gute Kritik und sieht sich nun auch sanglich auf dem richtigen Weg, nachdem man in den beiden vergangenen Jahren vorwiegend vereinsorganisatorisch hervorragendes geleistet hat.

26. November - Meisterchorsingen in Siershahn​

Leider setzt sich der trend auf musikalischer Ebene nicht fort. Mit den Liedvorträgen „Ahnung“ v. Walter Groß (Aufgabechor), dem selbstgewählten „Soave fia il morir“ und dem „Es blies ein Jäger wohl in sein Horn“ gelingt es dem Chor nicht, sich für das Stundensingen zu qualifizieren. Man erkennt darin in erster Linie die Folgen der vielen Verpflichtungen, die keinen normalen Probenrythmus ermöglichen.

Was passiert 1976 sonst noch ...​

  • Freiwillige Feuerwehr und MGV veranstalten erstmalig gemeinsam die Fastnachtsveranstaltungen (Maskenball, Kinderkappensitzung und Bunter Abend)
  • 06. Dezember - 10 jähriges Chorleiterjubiläum von G. Pörtner in der Pfarrkirche Hundsangen

Auftritte des Kinderchores 1975​

  • 24. Oktober - Eigenes Kinderchorkonzert im Saal des Vereinslokals „Lindenhof“ bei dem die Singschar Wallmerod, der Kinder- und Jugendchor Ruppach-Goldhausen und der Jugendchor Würges/Ts. mitwirken

1977​

23. Juni - Gruppensingen in Heilberscheid​

Mit dem „Sanctus“ v. A. Kempkens und „Es blies ein Jäger wohl in sein Horn“ gelingt beim Gruppensingen noch ein Vortrag, der den anwesenden Kritiker zufriedenstellt.

02. Juli - Pokalwertungssingen in Würges​

Groß ist die Enttäuschung über das Ergebnis des Pokalwertungssingens in Würges. Der Chor ist auf einem musikalischen Tiefpunkt angelangt. Nur Jeweils dritte und letzte Plätze dokumentieren dies überdeutlich. Der Punktabstand zu dem jeweils Vorletzten ist deprimierend.

03. Juli - Rücktritt des Chorleiters Günther Pörtner​

In der Folge des Pokalwertungssingens in Würges sieht sich Chorleiter Günther Pörtner zum Rücktritt veranlaßt, weil er nach einer Aussprache mit den Sängern über das Ergebnis glaubt, das Vertrauen der Sänger nicht mehr zu besitzen. Tatsächlich war aus den Reihen der Sänger die Kritik am Chorleiter lauter geworden und auch innerhalb des Chores treten nun offen Differenzen zu Tage.

04. Juli - Rücktritt des 1. Vorsitzenden Josef Pörtner II​

In einer Vorstandssitzung befaßt sich das Führungsgremium mit der Situation nach dem Rücktritt des Chorleiters. Der 1. Vorsitzende Josef Pörtner II. und Beisitzer Christoph Weimer erklären ihren Rücktritt. Der Restvorstand terminiert daraufhin eine außerordentliche Mitgliederversammlung.

05. Juli - Außerordentliche Mitgliederversammlung – Neuwahl des 1. Vorsitzenden​

Josef Pörtner I. wird zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt und beschließt noch am gleichen Abend mit dem gesamten Vorstand, einen Kontakt zu dem Chorleiter Wolfgang Diefenbach aus Niedernhausen im Taunus herzustellen, der auch Chorleiter in Nentershausen ist.

06. August - Außerordentliche Mitgliederversammlung – Verpflichtung des neuen Chorleiters Wolfgang Diefenbach​

Bei einer erneut außerordentlich einberufenen Mitgliederversammlung stimmen 55 von insgesamt 58 anwesenden Mitgliedern ( 48 Aktive und 10 Passive) für die Verpflichtung von Herrn Diefenbach. Drei Personen enthalten sich ihrer Stimme.

Letzte Auftritte und Ende des Kinderchores​

Am 23. April beim Konzert des Jugendchores Würges und am 23. Juni in Heilber-scheid tritt letztmalig der Kinderchor auf.

In Folge des Chorleiterwechsels ruhen zunächst die Aktivitäten, weil Herr Diefenbach den Chor nicht ebenfalls führen kann, wie dies seine Vorgänger taten. Verhandlungen mit dem Ziel einer Neubesetzung der Stelle des Kinderchorleiters scheitern ebenso, wie das Projekt Kinderchor schließlich insgesamt. Das Ende dieser lobenswerten Initiative ist besiegelt.

Was passiert 1977 sonst noch ...​

  • 26. März - Eigenes Konzert unter Mitwirkung des Kichenchores „St. Matthias Steinefrenz/Weroth und des Meisterchores „Eintracht“ Wallmerod
  • 01. – 03. September Ausflug nach Kulmbach, der trotz geringer Beteiligung bei denen die mitgefahren sind hervorragend ankommt.

1978​

8. April - Chorkonzert in Freiendiez​

Der erste auswärtige Auftritt mit dem neuen Chorleiter wird ein voller Erfolg. Eine Trendwende zum Besseren ist erkennbar. Die euphorische Berichterstattung weckt neue Hoffnung bei den Sängern und steigert die Erwartungen hinsichtlich des anste¬henden Wettstreites in Wicker. Hier ein kurzer Auszug: „ Die große Überraschung des Liederabends bildeten die Werother Sänger. Dieser Chor besitzt das Dekor einer völlig homogenen Gesangeskunst. Die Klangfärbung ist in ihrer phonischen Ausstrahlung einmal schön.( ) “... stellte Wolfgang Diefenbach einen Chor von leuchtfähiger Transparenz und hoher Flexibilität auch in der modernen Liedkomposition vor.“ (NNP)

09. Juni - Gruppensingen in Ruppach-Goldhausen​

Der neue Chor „Lied eines Verliebten“ von Hugo Distler ist noch nicht ganz ausge-reift. Die Kritik aber schon recht vielversprechend. Die Sänger hoffen mit ihrem Chorleiter, die Unebenheiten des Vortrags bis zum Wettstreit noch glätten zu können.

10. Juli Wettstreit in Wicker​

Klasse 4 b Konkurrenz: MGV Oberreifenberg 42 Sänger Chorl.: Adolf Gräser Gemeldete Sängerzahl: 54 Chorl.: W. Diefenbach Klassensingen: Lied eines Verliebten v. H. Distler Ehrensingen: Des Teufels Ritt v. A. Kubizek Höchstes Ehrensingen: Die Katz, die läßt das Mausen nicht K. Lißmann

Die Konkurrenz aus Oberreifenberg ist bei diesem Wettstreit noch zu stark. Die „Frohe Stunde“ unterliegt im Klassensingen mit 6 Punkten. Etwas enttäuscht ist man über das Abschneiden beim höchsten Ehrensingen; aber auch hier liegt man zwei Punkte zurück. Insgesamt ist man dennoch zufrieden, weil man sich auf dem richti¬gen Weg weiß. Einige Enthusiasten werden auf den Boden der Tatsachen zurückge¬holt.

Oktober - Beerdigung von Pfarrer Schlitt​

Die „Frohe Stunde“ nimmt mit einem Grablied Abschied von Pfarrer Hans Schlitt, der dem Chor oft mit Rat und Tat zur Seite stand. Er entwarf u.a. das Logo des Festes von 1975, daß sich auch im offiziellen Briefkopf des Vereins und bei sonstigen An¬lässen wiederfindet.

Was passiert 1978 sonst noch ...​

  • Freundschaftssingen in Görgeshausen
  • Kommers in Ruppach-Goldhausen
  • Kommers in Hundsangen
  • Kommers in Großholbach
  • Waldfest in Nomborn
  • Nov. - Konzert beim MGV Niedernhausen

1979​

05. Januar - Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen​

Neuer 1. Vorsitzender wird Eduard Hannappel. Zu seinem Stellvertreter und 2. Vor-sitzenden wählt die Versammlung Josef Metternich. Seit langer Zeit sieht der Schriftführer in seinem Jahresbericht Veranlassung, den hervorragenden Besuch der Proben zu würdigen. „Man braucht kein Prophet zu sein, wenn man unserem Chor im nächsten Jahr einen weiteren Leistungsaufschwung vorhersagen kann, wenn die großartige Beteiligung und die Mitarbeit in den Gesangproben in Zukunft weiterhin so gut klappt.“

11. März - Eigenes Konzert​

mit dem Limburger MGV und der „Cäcilia“ Ruppach-Goldhausen. Die „Frohe Stunde“ erlebt einen Ansturm, wie schon lange nicht mehr. Erstmals finden die Aktiven des Chores keinen Platz mehr im Saal und müssen zwischen den Auftritten in der Gast¬stube verweilen. 24. Juni Wettstreit in Obererbach Absoluter Höhepunkt im Jahre 1979 ist der Wettstreit in Obererbach. Die musikali-sche Talsohle ist durchschritten und man knüpft mit einer überzeugenden Leistung an „alte Zeiten“ an. Mit dem neuen Chor „Der Sänger“ hat man ein zeitlos interes-santes und schwieriges Werk im Gepäck, daß mit seinen 10 Schwierigkeitspunkten in der Bewertung durch die Preisrichter A. Kempkens und Robert Pappert zu einer Gesamtpunktzahl von 240 verhilft. Einem von der „Frohen Stunde“ bis dahin inner-halb dieser Kategorie noch nie erreichten Wert.

Klasse 2a Konkurrenz: MGV „Harmonie“ Wicker 55 Sänger Chorl.: J. Eisenberg MGV „1869“ Wiesb.-Igstadt 51 Sänger Chorl.: Hans-P. Jung MGV „Eintracht“ Dorndorf 55 Sänger Chorl.: Edmund Kaiser

Gemeldete Sängerzahl: 54 Chorl.: W. Diefenbach Klassensingen: Der Sänger v. H. Poos Ehrensingen: Die Katz, die läßt das Mausen nicht K. Lißmann Höchstes Ehrensingen: Das ist die Nacht

Das ganze Dorf nimmt bei der Rückkehr Anteil am Erfolg der Sänger und freut sich über alle ersten Preise.

Was passiert 1979 sonst noch ...​

  • 07. Juli - 10 jähriges Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Weroth
  • 09. Juli - Kinderfest in Hundsangen
  • 17. Juni - Freundschaftssingen bei der „Germania“ in Elz
  • 31. August Kommers in Berod
  • 02. September - Gruppensingen in Berod
  • 21. September - Kommers in Ötzingen
  • 20. Oktober - Konzert beim MGV „Beethoven“ Dernbach
  • 02. Dezember - Kreisleistungssingen in Mogendorf
  • Produktion einer LP mit allen Diefenbach-Chören