1980-1989
1980
29. Juni - Wettstreit in Eppertshausen (Kreis Darmstadt-Dieburg)
Klasse 2a Konkurrenz: MGV Reiskirchen 45 Sänger Chorl.: Karl Theo Sames MGV „Aurelia“ Mannheim Sandhofen 59 Sänger Chorl.: Valentin Seib MGV „Liederkranz“ Unter-Flockenbach 55 Sänger Chorl.: Gerhard Wind MGV Altenhain/Taunus Chorl.: Wolfgang Hauck
Gemeldete Sängerzahl: 55 Chorl.: W. Diefenbach Pflichtchor A: Musikantenprügelei v. A. Kempkens Wahlchor B: Der Sänger v. H. Poos Volkslied: Drumba drumba v. Emil Cossetto
Bei einer übermächtigen Konkurrenz erhält die Sängerschar einen Dämpfer für allzu hochfliegende Erwartungen an die Zukunft. Ein dritter Preis im Klassensingen, einer im Ehrensingen und im Höchsten Ehrensingen der 4. Preis beweisen deutlich, daß es noch einiges zu tun gibt, wie auch Wertungsrichter Prof. Dr. Müller bestätigt. Möglicherweise ist das etwas enttäuschende Abschneiden aber auch die Folge eines erneut rückläufigen Probenbesuchs.
05. – 07. Sept. - Festtage zum 80 jährigen Bestehen
Mit drei Festtagen und 47 Gastvereinen begeht die „Frohe Stunde“ ihr 80. Jähriges Jubiläum. Unter der Schirmherrschaft von Dr. Manfred Wilsch (Chef der ortsansässi¬gen Wick-Werke) steigt freitags ein Kommers mit der Weihe der neuen Vereinsfahne. Ein Festgottesdienst am Samstag mit einem sich anschließenden Festkonzert und ein Prädikatssingen sonntags, bei dem sich 19 Vereine der Kritik von Robert Pappert stellen, runden den sängerischen Teil des Programmes ab. Am Sonntag Abend begeistert ein bunter Abend Weroth und seine Gäste. Die enga¬gierten Künstler Rolf Braun, die Mainzer Gonsbach-Lerchen, Hans- und Ellen Koll¬mannsberger, das Tanzcorps Frickhofen und nicht zuletzt das Tanz- und Unterhal¬tungsorchester „The Bringos“ treffen voll den Geschmack des Publikums. Dank der Mithilfe aller Bürger gehen die Festtage reibungslos von statten und bleiben in bester Erinnerung.
12. Oktober - Regionalsingen in Hahnstätten
Beim Regionalsingen in Hahnstätten setzt sich der Aufwärtstrend trotz der „Wett-streitschlappe“ in Eppertshausen fort. Dank eines „Sehr gut bis hervorragend“ für das Aufgabe-Chorwerk „Musik, du Trösterin“ von Rudolf Desch und eines „sehr gut +“ für die „Musikantenprügelei“ von A. Kempkens gelingt die Qualifikation für das Meister¬chorsingen 1981.
Was passiert 1980 sonst noch ...
- 22. März - Jubiläumskonzert mit den Gastvereinen MGV „Liederkranz“ Niederzeuzheim und dem MGV „Eintracht“ Siershahn
- 26. April - Konzert bei der „Liedertafel“ in Oberzeuzheim
- 10. Mai - Konzert des MGV „Harmonie-Eintracht“ Dreikirchen
- 07. Juni - Freundschaftss. des MGV „Mendelssohn-Bartholdy“ Montabaur
- 27. Juni - Freundschaftss. Des MGV „Frohsinn“ Wirges
- 23. August - Freundschaftss. Des MGV „Arion“ Nomborn
- 13. Sept. - Sommerfest des MGV „Concordia“ Girod
- 19. Oktober - Gruppensingen in Nentershausen
- 25. Oktober - Konzert des Limburger Männergesangvereins
- 08. November - Konzert des MGV „Liederkranz“ Berod
1981
25. Oktober - Die „Frohe Stunde“ ist Meisterchor
In Mülheim-Kärlich erringt die „Frohe Stunde“ erstmals in ihrer 100 jährigen Ge-schichte den Titel „Meisterchor des Sängerbundes Rheinland-Pfalz“. Die Wertungsrichter Prof. Dr. Müller, Gerhard Wind und Wilhelm Heinrichs hören vormittags die Stücke “Das Leben ist ein Abenteuer“ von Wilfried Siegler-Legel, „Der Sänger“ von Heinrich Poos und „Skotse trije“ von Wolfgang Lüderitz. Der Vortrag schließt am Nachmittag mit einem Stundenchor.
Was passiert 1981 sonst noch ...
- 31. Januar - Maskenball, den Freiw. Feuerw. und MGV gemeinsam organisieren, der aber derart schlecht besucht ist, daß er zu einem finanziellen Desaster führt; man beschließt daher, zukünftig auf diese Veranstaltung zu verzichten. Der Bunte Abend an Rosenmontag ist dagegen ein voller Erfolg.
- 09. Mai - Konzert des Frauenchores Heistenbach
- 30. Mai - Waldfest beim MGV „Waldeslust“ Heilberscheid
- 12. Juni - Kommers beim „Frohsinn“ in Staudt
- 21. Juni - Freundschaftssingen in Steinefrenz
- 26. Sept. - 50 jähr. Chorljub. von Alois Sucke in Obererbach
- 27. September - Beim Gruppensingen in Obererbach spricht sich Kritiker Rudolf Desch besonders lobend über Chor und Dirigent aus.
- 24. Oktober - Konzert der Chorgemeinschaft „Hoffnung-Cäcilia“ Heiligenroth
- 08. November - Konzert beim MGV „Sängerbund“ 1880 e.V. in Bermbach
- 28. November - Konzert des MGV „Concordia“ 1903 Görgeshausen
1982
09. Januar - Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen
Nach mehr als einstündiger Diskussion wird Werner Malm neuer 1. Vorsitzender der „Frohen Stunde“. Als Stellvertreter und 2. Vorsitzender steht ihm Thomas Malm künf¬tig zur Seite.
24. Juli - Wandertag mit Folgen
Der alljährliche Wandertag findet diesmal seinen Abschluß im Sportlerheim. Mit die¬ser Entscheidung des Vorstandes ist Werner Malm nicht einverstanden, weil er die restaurationsmäßige Nutzung des Sportlerheims insgesamt in Frage stellt. Er sieht offenbar keine Möglichkeit, diesen Vorgang als geringfügige Abstimmungsniederlage zu ignorieren, zieht die aus seiner Sicht logische Konsequenz und tritt von seinem Amt als 1. Vorsitzender zurück. Thomas Malm führt als Stellvertreter die Amtsge¬schäfte bis zur nächsten Jahreshauptversammlung fort.
Oktober/November - Chor- und Orchesterkonzerte
Anläßlich des 10 jährigen Chorleiterjubiläums von W. Diefenbach finden in Darm-stadt-Wixhausen (16. Oktober) und in Niedernhausen (6. November) zwei Chor- und Orchesterkonzerte statt, die den Rahmen des bis dahin bei der „Frohen Stunde“ Üblichen sprengen. Zusammen mit dem Marburger Kammerorchester, den Bläsern des Dornbusch-Symphonieorchesters und den Tenorsolisten Peter Bahrig ( in Wix¬hausen) und Dean Schoff (in Niedernhausen) führt die Chorgemeinschaft Diefenbach ( in der sich neben der Frohen Stunde“ auch zwei andere Chöre unseres Chorleiters, nämlich der MGV „Liederkranz“ Wixhausen und der MGV 1873 Niedernhausen wie¬derfinden ) Stücke auf, die mit dieser Besetzung aus dem normalen Repertoire des Laienchorgesanges herausfallen:
Zum einen die Komposition „Rinaldo“, eine Kantate von Goethe, komponiert von Johannes Brahms op. 50 für Tenor-Solo, Männerchor und großes Orchester. Zum Anderen „Landerkennung“ op. 31 von Edvard Grieg und last not least den „Nachtgesang im Walde“ op. 139 von Franz Schubert. Die Veranstaltungen finden beim Publikum und in der Presse begeisterte Aufnahme.
„ Ein Männerchor, wie man ihn selten hört“ (Wiesbadener Tageblatt); „Naturerleben und romatisches Pathos in präziser Wiedergabe“ (Darmstädter Tageszeitung) Beide Konzerte werden für die Sänger der „Frohen Stunde“ zu einem eindrucksvollen Erlebnis, so daß sich der immense Aufwand wirklich gelohnt hat.
Sieben Mal ging es mit eigenen PKW´s nach Niedernhausen zur gemeinsamen Gesangstunde, wobei zweimal vor- und nachmittags geprobt wurde. Um daneben auch die eigene Literatur nicht zu vernachlässigen waren über das Jahr 1982 weitere 56 Chorproben erforder¬lich.
Was passiert 1982 sonst noch ...
- 03. April - Frühjahrskonzert mit den Chören aus Bermbach und Wirges
- 21. Mai - Kommers in Dettingen
- 28. Mai - Kommers in Horbach
- 16. Juli - Kommers in Welschneudorf
- 12. Dezember - Goldenes Priesterjubiläum von Pfarrer Steinebach
1983
08. Januar - Jahreshauptvers.: „Ergänzungswahl scheitert“
Für die Position des 1. Vorsitzenden werden Wahlleiter Dieter Pörtner in langer Diskussion insgesamt 16 Vorschläge unterbreitet. Doch keiner der Genannten erklärt sich für den Fall der Wahl zur Amtsübernahme bereit; selbst eine 20 minütige Sitzungsunterbrechung vermag keinen der mutmaßlichen Kandidaten umzustimmen. Schließlich folgt man dem Vorschlag, den alten Vorstand zunächst kommisarisch im Amt zu belassen, bis ein Kandidat gefunden ist. Da Thomas Malm in jedem Fall sein Mandat niederlegt, wird Dieter Pörtner kommisarisch, bis zu nächsten Versammlung, zum 1. Vorsitzenden gewählt.
19. Februar - Beginn einer neuen Ära
Bei der 2. Jahreshauptversammlung erklärt sich Michael Malm (Im Wiesengrund) für den Fall seiner Wahl bereit, das Amt des 1. Vorsitzenden zu übernehmen. Sein „Ja“ wird mit lautem und lang anhaltendem Beifall gewürdigt. Mit der Wahl von Michael Malm, die sich mehr als Formsache anschließt, beginnt in der „Frohen Stunde“ eine neue Ära, die immerhin sechs Jahre Bestand hat.
12. Juni - Wettstreit in Wiesbaden-Bierstadt
Klasse 4b Konkurrenz: Sängervereinigung 1874/1924 Massenheim 42 Sänger Chorl.: Klaus Ochs
Gemeldete Sängerzahl: 45 Chorl.: W. Diefenbach Chor A: Der Sänger v. H. Poos Chor B: Der Entfernten v. Franz Schubert Volkslied: Skotse trije v. W. Lüderitz
Die Preisrichter Willy Ebbeken und Artur Groß sahen die Konkurrenz im Klassensingen zwei Punkte vor und im Ehrensingen einen Punkt hinter uns. Im höchsten Ehrensingen, daß erst nachmittags ausgetragen wurde fehlte die nötige Konzentration, so daß hier zwei Punkte fehlten. Auch der Dirigentenpreis ging schließlich mit einem Punkt Unterschied an Klaus Ochs. Dennoch ist der Trend nach oben ungebrochen.
Oktober - Ausflug nach Scheidegg
Bei einer vom 1. Vorsitzenden bis ins kleinste Detail vorbereiteten, dreitägigen Aus-flugsfahrt ins Allgäu können sich aktive und passive Vereinsmitglieder im Kreise der Sängerfamilie erholen. Viele liebenswerte Anekdoten dieser Fahrt sind noch in bester Erinnerung. Wie beispielsweise Josef Pörtner II sich morgendlich im riesigen Trep¬penspiegel selbst begrüßt, oder Markus Fein beim Mittagessen in Füssen laut ver¬nehmlich um Ruhe bittend „solarium“ ruft und „silentium“ meint. Aber auch der sangliche Teil kommt nicht zu kurz. Sei es das Mitwirken beim bunten Abend des Singvereins Scheidegg ( unter Leitung eines gewissen Dr. Do), oder die Mitgestaltung des Hochamtes in der herrlichen Kirche. Wir fanden überall herzliche Aufnahme und neue Freunde. Es werden unvergeßliche Erinnerungen an diese erste mehrtägige Ausflugsfahrt der „Frohen Stunde“ bleiben.
26. November - Herbstkonzert
Erstmals wieder mit Stuhlreihen findet das Herbstkonzert der „Frohen Stunde“ statt unter Beteiligung des Vocal Ensembles „Le Courage“ aus Niedernhausen und des MGV 1902 „Fidelio“ Eschhofen unter Theodor Lebeda
Was passiert 1983 sonst noch ...
- 16. April - Volksliedersingen in Hünfelden-Heringen
- 02. September - Kommers in Oberelbert
- 25. September - Gruppensingen in Hundsangen
- 15. Oktober - Konzert in Wallmerod
- Mitgestaltung einer Messe für den verstorbenen Pfarrer Schnurr
- Dem Chor treten sieben neue Sänger bei.
1984
4. März - Letzter Kindermaskenball
Nachdem in 1981 der Maskenball für die Erwachsenen eingestellt wurde, findet in diesem Jahr letztmalig ein Kindermaskenball statt.
14. Juli - Waldfest am Sportplatz
Viele Jahre lang finden bereits Waldfeste statt, deren Organisation turnusmäßig zwischen den Vereinen aus Steinefrenz und Weroth wechselt. Auch die „Frohe Stunde“ hat schon verschiedene Male verantwortlich gezeichnet. In diesem Jahr zieht sie die Veranstaltung etwas größer auf. Ein Zelt wird gestellt (das etwas alters-schwach wirkt, aber von seinen Abmessungen her geradezu ideal ist) und auswärtige Vereine sind zu Gast. Neben dem MGV „Frohsinn“ aus Steinefrenz, dem Kirchenchor „St. Matthias“ und dem Frauenchor als einheimische Teilnehmer, wirken der Limbur¬ger Männergesangverein und der MGV „Liederkranz“ Wixhausen, sowie der Musik¬verein aus Hundsangen mit. Mit einem Frühschoppen am nächsten Tag, einem Mit¬tagessen für die ganze Familie und einem sportlichen Knüller ( Fußballspiel Freiwil¬lige Feuerwehr – MGV )schließt eine rundum gelungene Veranstaltung.
30. September - Wettstreit in Nentershausen
Klasse 3c Konkurrenz: GV Sängerlust 1888 Wicker 48 Sänger Chorl.: Karl Kohlhof Männerchor „Cäcilia“ Gladbach 45 Sänger Chorl.: A. Windheuser MGV 1884 Wiesenbach 48 Sänger Chorl.: K. Gossmann Sängervereinigung Wörsdorf 50 Sänger Chorl.: H.-P. Jung
Gemeldete Sängerzahl: 47 Chorl.: W. Diefenbach Chor A: Der Sänger v. H. Poos Volkslied: Wohl auf die Jagd ... v. Hans Lingerhand Volkslied: Skotse trije v. W. Lüderitz
Dieser Wettstreit wird zum Triumph, denn mit allen ersten Preisen und einem imponierenden Punktevorsprung vor den „Verfolgern“ ( acht Punkte im Klassensingen ) kann man an die Leistung beim Wettstreit in Obererbach (1979) anknüpfen. Von den 20 Chören, die in der Turnhalle gewertet werden, erhält Weroth die zweithöchste Punktzahl. Dank professioneller Vorbereitung, die sogar eine Stell- und Akustikprobe am Austragungsort (der alten Turnhalle Nentershausen) am Abend vorher einschließt, darf man nun hemmungslos feiern, was wiederum sogar den Kuß des Chorleiters einschließt. Zusammen mit den Frauen von „Le Courage“, die in gleicher Art und Weise triumphierten, zieht die ganze Sängerschar mit ihrem gemeinsamen Chorleiter in Weroth ein und wird – wie üblich – standes- und traditionsgemäß empfangen. Ein solcher „Auftrieb“ ist den Sängerinnen aus Niedernhausen unbekannt und um so intensiver fällt die „Nachspielzeit“ aus.
13. Oktober - Herbstkonzert
Zusammen mit dem MGV 1870 Bassenheim unter Werner Lohner und den Freunden vom Limburger Männergesangverein, ebenfalls unter W. Diefenbach, gestaltet die „Frohe Stunde“ ein anspruchsvolles Herbstkonzert. Wiederum mit einem „Stuhlreihen Konzert“ setzt der Verein auf musikalische Qualität und nicht auf Einnahme um jeden Preis. In der heimischen Sängerszene setzt er damit einen neuen Maßstab und der Publikumszuspruch gibt ihm recht. Wie bereits im Herbst des vergangenen Jahres ist der Saal des Vereinslokals viel zu klein. 230 Musikliebhaber müssen sich eng zusammen drängen, um den Vorträgen folgen zu können. Die Presse ist voll des Lobes.
Was passiert 1984 sonst noch ...
- 07. Februar - Rundfunkaufnahmen durch den SWF in der Pfarrkirche Steinefrenz; alle Lieder werden gesendet
- 24. März - Konzert des Frauenchores Görgeshausen
- 04. Mai - Konzert des MGV Niedernhausen
- 25. Mai - Kommers in Girod
- 27. Mai - Gruppensingen in Girod
- 02. Juni - Freundschaftssingen in Rübenach
- 30. Juni - Tagesausflug in den Odenwald
- 18. August - Grillfest beim Limburger MGV
- 07. September - Festkonzert in Herschbach (Oww)
- 15. September - Freundschaftssingen in Meudt/Dahlen
- 14. Oktober - Freundschaftssingen bei der „Germania“ in Elz
1985
05. Januar - Jahreshauptversammlung
Der 1. Vorsitzende Michael Malm bedankt sich u.a. bei dem Vize-Chorleiter Josef Malm aus Steinefrenz für seine Tätigkeit. Auch all die anderen Vize-Chorleiter seien an dieser Stelle dankend erwähnt; hervor¬zuheben sind dabei für die neuere Zeit neben Josef Malm insbesondere Wolfgang Malm und Christoph Weimer. Im Hinblick auf das anstehende Fest wird die Amtszeit des Vorstandes in seiner aktuellen Zusammensetzung auf drei Jahre erweitert.
Konzertreihe - Limburg Stadthalle, Großwelsheim Bayernhalle (am 20. April), Wiesbaden Kurhaus und „Alte Ope“ Frankfurt am Main
Zumindest hinsichtlich der Räumlichkeiten erreicht die „Frohe Stunde“ im Verlauf des Jahres 1985 zusammen mit der Chorgemeinschaft Diefenbach den Zenit ihres musi¬kalischen Wirkens. Das man jemals wieder in einem der ersten Konzerthäuser dieser Welt auf der Bühne stehen wird ist eher unwahrscheinlich. Der Erinnerungswert dieser Veranstaltungen ist daher insgesamt nicht hoch genug einzuschätzen und entschädigt für die vielen Opfer, die in diesem Zusammenhang zu bringen sind. Dazu gehört bsw. der Verkauf von 500 Eintrittskarten für das Konzert in Limburg, was aber gelingt. Die Limburger Stadthalle ist nahezu bis auf den letzten Platz gefüllt. Wer dies schafft, kann von sich behaupten, das Interesse weiter Kreise geweckt zu haben.
02. März - Stadthalle Limburg
Als Einstieg in die Konzertreihe findet anläßlich des 90 jährigen Bestehens des Lim¬burger MGV die erste Großveranstaltung in der Stadthalle Limburg statt. Als Mitwir¬kende zeichnen neben der „Frohen Stunde“ acht weitere Chöre unseres Chorleiters, das Marburger Kammerorchester, das Dornbusch Sinfonieorchester und die Altsoli¬stin Waltraud Elschlepp verantwortlich.
Im Mittelpunkt des Programms steht „Helgoland“, ein symphonischer Chor für Män-nerchor und großes Orchester von Anton Bruckner. Es ist das letzte abgeschlossene Werk des Komponisten überhaupt. Das selten aufgeführte Stück stellt durch häufige Stimmführungen über die normalen Chorregister hinaus höchste Anforderungen an die Leistungsfähigkeit des gewaltigen Männerchores, der den zweiten Programmteil prägt. Neben der „Frohen Stunde“ singen hier in Chorgemeinschaft die Männerchöre aus Dettingen, Limburg und Klein-Krotzenburg.
Die Presse schreibt dazu: „Auch dieser zweite Teil (des Konzertes; Anm.d.Red.) fiel aus dem Rahmen eines üblichen Chor- und Instrumentalkonzertes.“
Zur Aufführung unter Beteiligung der „Frohen Stunde“ gelangen neben „Helgoland“ u.a. auch „Meerestille und glückliche Fahrt“ op. 112 von Ludwig van Beethoven, die „Land(an)erkennung“ op 31 von Edvard Krieg, der Chor der Gefangenen aus der Oper „Fidelio“ von Beethoven und der Chor der Ritter aus „Die Hugenotten“ von Giacomo Meyerbeer.
18. Mai - Auftritt der „Frohen Stunde“ im Kurhaus Wiesbaden
30.8 bis 1.9. - „Freundschaftliches Sängertreffen“ anläßlich des 85 jährigen Bestehens der „Frohen Stunde“ in Weroth
Drei Tage dauern die Feierlichkeiten anläßlich des 85 jährigen Bestehens. Ein weite¬rer Höhepunkt des Sängerjahres 1985. Den Konzertabend am 30. August gestalten neben dem Musikverein Hundsangen noch zehn weitere Vereine. Zum Freund¬schaftssingen am Samstag, dem 31. August, kommen vierzehn Chöre. Am Sonntag morgen steht dann das alljährliche Gruppensingen auf dem Programm, das in die¬sem Jahr in Weroth stattfindet. Kritiker ist Herr Walter J. Scharf aus Darmstadt.
Den Abschluß der Veranstaltungen bildet dann am Sonntag Nachmittag der 1. Kom¬positionswettbewerb des Westerwaldkreises; für den der Landkreis verantwortlich zeichnet, dessen Durchführung jedoch der „Frohen Stunde“ obliegt. Elf Interpreten haben sich qualifiziert. Die Gruppe „Nashville“ geht als Sieger hervor. Organisation und Durchführung dieses speziellen Programmteils im Rahmen des Jubiläums liegen in den Händen unseres Sängers Andreas Malm.
13. Oktober - Die „Frohe Stunde“ singt in der „Alten Oper“
Der Verein „Freunde und Förderer des Chorgesanges e.V.“ hatte die Chorgemein-schaft Diefenbach zum 6. Gala-Chorkonzert „900 Stimmen singen für Sie“ in die Alte Oper Frankfurt eingeladen. Im ersten Teil de Konzertes werden Chorwerke und Volkslieder durch den Konzertchor Hans Schlaud a capella vorgetragen. Die Chor-gemeinschaft Wolfgang Diefenbach beeindruckte die 2500 Besucher nach der Pause mit Chorwerken und Opernchören berühmter Komponisten. Anders als in Limburg bildet die Landerkennung den offiziellen Abschluß des Konzertes. Ohne Zugabe werden Chor und Orchester vom begeisterten Publikum jedoch nicht entlassen. Der Chor der Ritter setzt den musikalischen Schlußpunkt unter ein Konzert, das – wie bereits ausgeführt – Publikum und Sängern eine bleibende Erinnerung sein wird.
Was passiert 1985 sonst noch ...
- 31. Mai - Konzert in Bassenheim
- 02. Juni - Freundschaftssingen in Frickhofen
- 15. Juni - Konzert beim MGV „Concordia“ Wi-Sonnenberg
- 18. Juni - Kommers der Freiwilligen Feuerwehr anl. des 20 jährigen Bestehns
- 05. Juli - Liederabend des MGV „1902“ Altendiez
- 07. Dezember - Ständchen zum silbernen Priesterjubiläum von Pfarrer Toni Sode
- 15. Dezember - Wohltätigkeitskonzert der Ortsvereine für die Mission der Franziskaner in Bacabal/Brasilien
1986
04. Januar - Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen
- Neuwahlen s. Blätter 3-5 des Protokolls der Jahreshauptversammlung
- Michael Malm informiert über die Bildung eines kleinen Chores, der auf ein Angebot des Dirigenten hin jeweils vor der eigentlichen Gesangstunde probt
- Unter dem TOP „Verschiedenes“ stellt der Vorsitzende Michael Malm noch einmal das Problem der Vereinsfinanzierung aus seiner Sicht dar.
19. April - Mitwirkung beim ersten Konzert des Frauenchores Weroth
In der Pfarrkirche Steinefrenz findet die erste eigene Veranstaltung des Frauenchores Weroth statt. Selbstverständlich wirkt bei diesem geistlichen Konzert auch die „Frohe Stunde“ mit und unterstützt damit die Aktivitäten der Frauen mit ihrem engagierten Chorleiter Wolfgang Malm
07. September - Absage in Elgendorf
Terminliche Probleme und zeitliche Verschiebungen des Programmablaufes am Konzertabend führten dazu, daß die Sänger der „Frohen Stunde“ erstmalig in ihrer Vereinsgeschichte an der Veranstaltung nicht aktiv teilnehmen konnten und – ohne gesungen zu haben – wieder heimfahren mußten. Damit fiel gleichzeitig die Generalprobe für den anstehenden Wettstreit in Eitelborn ins Wasser.
21. September - Wettstreit in Eitelborn
Klasse 2 a Konkurrenz: MGV 1844 Hüls 53 Sänger Chorl.: Werner Schommer GV „Rheinperle“ Weis 54 Sänger Chorl.: Ernst Ellerich
Gemeldete Sängerzahl: 53 Chorl.: Wolfgang Diefenbach Chor : Der Sänger v. Heinrich Poos Klassensingen : Crucifixion v. W. Siegler-Legel Höchstes Ehrensingen : Wohl auf die Jagd geht frisch... Hans Lingerhand
Fast vollzählig angetreten erringt der Chor mit der Bewertung von Robert Pappert und Hans Lingerhand sämtliche ersten Preise mit einem Abstand von immerhin 9 Punkten zum Zweitplazierten.
25. – 28. September - Ausflug nach Neustift/Tirol
Dank optimaler Vorbereitung und Organisation durch den Vorstand und insbesondere dessen Vorsitzenden Michael Malm verleben (nur) 30 aktive Sänger und eine weitaus größere Anzahl inaktiver Mitglieder vier wunderschöne Ferientage im Stubaital. Unvergessen bleibt der Abend im Gasthaus „Der Zecher“ am 26.09. bei dem der Wirt zu fortgeschrittener Stunde bei einem Telephonat beobachtet wird. Mit angstgeweiteten Augen und bleierner Stimme ruft er Verstärkung für sein Personal und läßt den Spruch vom Stapel, der vereinsintern zum geflügelten Wort erhoben ist: „Ihr miast´s kimma, die saufen, wie die Ochsen.“ In gemütlicher Runde sangen wir mit den Einheimischen um die Wette und hörten dabei z. B. „...jo, wenn die Glocken leit´nnnnnnn, um die Mittagszeit´nnnnnnnnnn“
26. Oktober - Herbstkonzert der „Frohen Stunde“
Unter Mitwirkung des Kirchenchores „St. Nikolaus“ Dehrn, des „Jungen Chores“ Dehrn (beide unter der Leitung des damalig stellv. Mainzer Domkantors Eberhard Metternich, eines Sohnes unseres aktiven Sängers Alfons Metternich) , der polnischen Solistin Hedwig Coner, und unseres inaktiven Mitgliedes Wolfgang Malm findet vor vollbesetztem Hause im Saal des Vereinslokals „Lindenhof“ das Herbstkonzert statt. Die NNP schreibt:“...nach drei Stunden Werbung für den Chorgesang darf man den Verantwortlichen des MGV Weroth ein Kompliment machen. Mit diesem abwechslungsreichen Abend hat der MGV „Frohe Stunde“ seinem Namen alle Ehre gemacht und einen Maßstab gesetzt, an dem sich andere Vereine messen lassen müssen.“
15. November - Chor- und Orchesterkonzert in Darmstadt-Weiterstadt
Ein weiterer musikalischer Höhepunkt des Jahres 1986 ist ein Chor-und Orchesterkonzert der Chorgemeinschaft Diefenbach bei den Freunden der Chorgemeinschaft DA-Weiterstadt. Zur Aufführug gelangen u.a. „Meeresstille und glückliche Fahrt“ v. L.van Beethoven, Teile aus der Schöpfung von J. Haydn, „Nachtgesang im Walde“ und „Gott in der Natur“ von Schubert, sowie Evergreens der Opernchöre, wie der Jägerchor aus dem „Freischütz“ von C.M.v. Weber, der Chor der Ritter aus den „Hugenotten“ von Giacomo Meyerbeer und der Schwanengesang aus Albert Lortzing´s Oper „Undine“.
23. November - Kreisleistungssingen in Nauort
Für die I. Stufe auf dem erneuten Weg zum Meisterchor bringen die Sänger „Abendfrieden“ von Franz Schubert und „Wohl auf die Jagd geht frisch und gut ...“ von Hans Lingerhand zum Vortrag. Der Beifall des anwesenden Fachpublikums bescheinigt auch hier eine tadellose Leistung , nicht so der anwesende Kritiker Bundeschormeister Klaus Weber. Mit seiner Wertung und einem Gesamtprädikat „befriedigend – gut“ versagt er der „Frohen Stunde“ ein Weiterkommen. Das Urteil des Kritikers steht in derart krassem Widerspruch zur Meinung der Zuhörer und insbesondere auch seiner Chorleiterkollegen, daß unter den Anwesenden erhebliche Zweifel an seiner Fachkompetenz laut werden. Da der Austragungsmodus des Singens jedoch keine Korrektur des Ergebnisses zuläßt, insbesondere weil es keinen zweiten Wertungsrichter gibt, schafft die „Frohe Stunde“ die Qualifikation zur nächsten Stufe nicht. Als einer der traditions- und erfolgreichsten Männergesangvereine des Westerwaldes derart brüskiert, beschließt die „Frohe Stunde“, bis auf Weiteres – zumindest bis zur Änderung der Regularien – an Meisterchorsingen nicht mehr teilzunehmen
29. November - Konzert in Bermbach
Das die Ereignisse des Kreis-Leistungssingens den Chor im Kern nicht zu entmutigen vermögen, beweist der Auftritt beim MGV Bermbach. Trotz spärlicher Besetzung gelingt ein hervorragendes Konzert, bei dem der Chor mit Beifall förmlich überschüttet wird.
Was passiert 1986 sonst noch ...
- 22. Februar - Konzert mit dem „Lindenquartett“ in Walmerod
- 10. Mai - Teilnahme an einem Konzert in Staudt
- 23. Mai - Kommers in Siershahn
- 21. Juni - Wald- bzw. Sommerfest des Kirchenchores im Saal des Vereinslokals „Lindenhof“
- 10. August - 3. Platz bei der Sportwoche der Spvgg Steinefrenz/Weroth
- 22. August - Freundschaftssingen in Steinefrenz
- 24. August - Gruppensingen in Steinefrenz; Kritiker ist Komponist Winfried Siegler-Legel, der bezüglich der vorgetragenen Werke von Heinrich Poos („Der Sänger“) und des von ihm selbst komponierten „Crucifixion“ eine optimale Leistung bescheinigt.
- 08. November - Gruppensingen in Steinefrenz
1987
03. Januar - Jahreshauptversammlung
Wie schon in den Vorjahren wird die Finanzierung des Vereins zum beherschenden Thema des Tagesordnungspunktes „Verschiedenes“. Als Vereinsmitglied – wie er betont – und nicht als Vereinsvorsitzender unterbreitet Michael Malm den Vorschlag, den zuletzt 1977 auf 3,-- DM veränderten Beitrag auf monatlich mindestens 5,-- DM zu erhöhen mit entspr. Ausnahmeregelungen für Studenten, Wehrpflichtige und Jugendliche. Diesem Antrag stimmte die Versammlung mit überwältigender Mehrheit zu.
19. Juli - Pokal-Wertungssingen in Kölbingen
Da auch bei diesem Wertungssingen nur ein Preisrichter fungierte, fährt man mit etwas gemischten Gefühlen nach Kölbingen. In der Männerchorklasse II heißt der Gegner MGV „Harmonie“ Rennerod. Mit den neu einstudierten Stücken „In Catilinam“ aus dem Zyklus „Politicon“ von Jan Novak (Chor) und „Drei junge Trommler“ von Wolfgang Lüderitz (Volkslied), weiß der Chor allerdings zu begeistern. Jeweils 68 von 70 erreichbaren Punkten bescheren das Gesamtprädikat „hervorragend“, die ersten Preise der Klasse M II und die Tageshöchst wertung bei 23 teilnehmenden Vereinen.
Bleibt anzumerken, daß Chorleiter Wolfgang Diefenbach angesichts des triumphalen Erfolges in jugendlichem Leichtsinn der direkt um sich gescharten Handvoll an Sängern ein Freibier bestellte, nicht ahnend, daß sich die Kunde über dieses freudige Ereignis rasend schnell verbreitete und er sich plötzlich allen Sängern einschließlich mitgereister Anhänger als Freibierkunden gegenüber sah. Derart in der Ehre gepackt blieb ihm nichts übrig, als einen Teil des wohlverdienten Dirigentenlohnes an der Theke zu investieren.
Dank dieses vielversprechenden Auftaktes im inoffiziellen Teil gelang auch der Abschluß prächtig, als man siegestrunken noch das am gleichen Tag stattfindende Pfarrfest in Steinefrenz besuchte und den Umsatz dort noch einmal deutlich anheben konnte.
06. September - Wettstreit in Langendernbach
Klasse M III Konkurrenz: „Eintracht“ Dorndorf ___ Chorl.: ____ „Quartettverein“ Villmar ___ Chorl.: ____ „Glück Auf“ Bad Ems ___ Chorl.: ____
Gemeldete Sängerzahl: __ Chorl.: Wolfgang Diefenbach Chor A Klassensingen : Der Sänger v. Heinrich Poos Chor B Ehrensingen : In Catilinam v. Jan Novak Höchstes Ehrensingen : Drei junge Trommler v. Wolfgang Lüderitz
Vier erste und ein zweiter Preis sind verdienter Lohn intensiver Chorarbeit. Verdient im wörtlichen Sinne, da der Verein erstmalig Geldpreise erhielt. Darüber hinaus bescheren die Wertungsrichter W. Siegler-Legel und Lorenz Koch erneut die Tageshöchstwertung mit insgesamt 355 Punkten.
26/27. September - Chorfreizeit des kleinen Chores in Bad Schwalbach
Der kleine Chor nimmt an einem Jazzwochenende teil, daß unser Dirigent Wolfgang Diefenbach leitet. Es findet seinen Abschluß in zwei Konzerten und zwar in Niedernhausen und im Jagdhofkeller in Darmstadt. Moderiert werden beide Veranstaltungen von Bill Ramsey, der neben dem „Projektjazzchor“ auch noch die Combo des hessischen Jugendjazzorchesters und die international bekannte Jazzgröße Rachel Gould begrüßen kann. Die Gesamtleitung hat Wolfgang Diefenbach.
17. Oktober - Herbstkonzert und Dirigentenjubiläum
Zehn Jahre ist Wolfgang Diefenbach bereits Dirigent der „Frohen Stunde“. Anlaß genug in einem würdigen Rahmen dieses „Dienstjubiläum“ zu feiern. Den Rahmen bildet das Herbstkonzert den der MGV aus Platzgründen in der Turnhalle Wallmerod veranstaltet. Zu Gast ist der Sieger des deutschen Chorwettbewerbs, das „Collegium vocale“ aus Limburg. Erstmals präsentiert sich diese Gemeinschaft ehemaliger Limburger Domsingknaben unter Leitung von Eberhard Metternich dem Westerwälder Publikum und wird neben dem Jubilar stürmisch gefeiert.
Was passiert 1987 sonst noch ...
- 16. Mai - Konzert des Frauenchores „Le courage“ in Nierdernhausen
- 05. Juni - Konzert des MGV Dreikirchen
- 19. Juni - Konzert des Kirchenchores Hundsangen
- 27. Juni - Wandertag
- 12. Juli - Freundschaftssingen in Fehl-Ritzhausen
- 20. September - Gruppensingen in Meudt-Dahlen
- 25. September - Konzert des MGV Wallmerod
- 07. November - Konzert des MGV Elgendorf
- 13. Dezember - Konzert des MGV Ruppach-Goldhausen unter Mitwirkung der Jagdhornbläsergruppe Hachenburg-Alsdorf
1988
08. Mai - Chor- und Orchesterkonzert in Darmstadt-Weiterstadt
In bester Erinnerung werden den Sängern die Chor- und Orchesterkonzerte bei unseren Freunden in Weiterstadt bleiben. Von den köstlichen Eiern, die immer zu Beginn bereit stehen, angefangen, über Kaffe und Kuchen während der Proben, bis hin zu der perfekten Bewirtung vor, während und nach der eigentlichen Veranstaltung. Die Organisation ist immer hervorragend.
Das Konzert mit der argentinischen Mezzosopranistin Graciella Alpyrin im Mai 1988 macht noch lange von sich reden. Den Sängern bleibt insbesondere der Chor der Zigarettenarbeiterinnen und die Habanera aus George Bizet´s Oper „Carmen“ haften, weil man sich in einer markanten Textpassage nicht für ein „seht ihr Sie“ oder „sie ist da“ entscheiden kann. Heraus kommt meistens ein „Seht ihr da“ oder etwas ähnliches.
Neben bereits mehrfach aufgeführten Opernchören ( „Jägerchor“ aus dem Freischütz, „Land(an)erkennung“ von Edvard Krieg, „Matrosenchor“ aus dem „Fliegenden Holländer“ von Richard Wagner) gelingen auch die neu einstudierten Werke. U.a. aus dem Oratorium „Die vier Jahreszeiten“ von Joseph Haydn der Chor der Landleute und Jäger“, der Chor der spanischen Stierfechter von Verdi und der Studentenchor von Jaques Offenbach.
Auch hier begleitet uns, wie schon des öfteren, das Hessische Staatsorchester Wiesbaden. In der Chorgemeinschaft Diefenbach wirken neben der „Frohen Stunde“, die Chorgemeinschaft Weiterstadt, das Vocalensemble „Le courage“ aus Niedernhausen und der MGV „Liederkranz“ Wixhausen mit.
04. Juli - Die „German-American-Singers of Chicago“ zu Gast in Weroth
Zu einer ersten internationalen Begegnung kommt es im Herbst 1988. Zu Gast in Weroth sind die German-American Singers aus Chicago. Von deutschen Einwanderern 1935 gegründet, ist ein Großteil des etwa 80 Sänger starken Chores deutscher Herkunft erster oder zweiter Generation. Er sieht seine Hauptaufgabe in der Erhaltung und Förderung deutschen Kulturgutes in Nordamerika durch Lied und Chorgesang. Der Chor steht zum Zeitpunkt seines Besuches in Weroth unter der Leitung von Professor Alfred Gras, Dozent für Musik an der staatlichen Universität Chicago.
Unvergessen ist das Konzert mit den German-American Singers am 04. Juli 1988 in der ausverkauften Stadthalle Montabaur vor über 700 begeisterten Zuschauern aus der gesamten Region. Dem völkerverbindenden Aspekt wird durch den Austausch der Grußbotschaften zwischen James R. Thompson, dem damaligen Gouverneur des Staates Illinois und dem damaligen Staatsminister des Landes Rheinland Pfalz, Rudi Geil, in besonderer Weise Rechnung getragen. Regierungspräsident Dr. Zwanziger vertritt an diesem Abend die rheinland-pfälzische Seite. Die freundschaftlichen Beziehungen unterstreichen auch Eugene Sawyer, Bürgermeister von Chicago, Willi Bahl, als Vertreter der Verbandsgemeinde und der Aldermann von Chikago mit unserem Altbürgermeister Eduard Hannappel.
Möglich geworden ist dieser herausragende Meilenstein in der Geschichte der „Frohen Stunde“ insbesondere durch das Engagement ihres Vorsitzenden Michael Malm. In zweijähriger Vorbereitungszeit zieht er in erster Linie die Fäden, die sich bei dem Aufenthalt unserer amerikanischen Freunde zu einem festen Freundschaftsband zwischen deutschen und amerikanischen Sängerinnen und Sängern zusammenziehen.
Unvergessen ist der Ausflug mit unseren Gästen an den Rhein und der Abschluß im Saal unseres Vereinslokals. Nur so kommt es zu echter Völkerverständigung und wird das im Herzen umgesetzt, was formelle Grußbotschaften nur anzuregen vermögen. Bis heute bestehen Kontakte nach Amerika und die „German-American-Singers“ bewiesen uns zuletzt ihre Wertschätzung durch die Übermittlung eines Videobandes, mit dem sie uns - quasi persönlich - zum 100´sten beglückwünschten.
17. Juli - Pokal-Wertungssingen in Hadamar-Steinbach
Klasse M II Konkurrenz: 1857 Burgschwalbach 40 Sänger Chorl.: Hubert Weller 1845/61 Eppstein/Ts. 40 Sänger Chorl.: Frank Sittel
Gemeldete Sängerzahl: 48 Chorl.: W. Diefenbach Chor : Der Sänger v. Heinrich Poos Volkslied : Wohl auf die Jagd... v. Hans Lingerhand
Mit ihrem Programm können die Sänger und ihr Chorleiter den Wertungsrichter Willi Trageser überzeugen. Mit 133 Punkten erreicht der Chor den ersten Platz in seiner Klasse und die drittbeste Wertung der insgesamt 16 angetretenen Vereine.
06. November - Gruppensingen in Hundsangen
Beim Gruppensingen ist dann wohl offensichtlich „die Luft raus“. Wertungsrichter Gerhard Wind hat bei „In Catilinam“ und „Wenn es Tag wird in den Bergen“ von Wilhelm Heinrichs einiges kritisch anzumerken. Es ist nicht mehr zu überhören, daß der Probenbesuch kontinuierlich rückläufig gewesen ist. Trotz ständiger Ermahnung durch Vorstand und Vorsitzenden bleiben häufiger Sänger fern; auch ohne sich –wie es früher gute Übung war- wenigstens abzumelden.
Was passiert 1988 sonst noch ...
- 26. März - Konzert des Quartettvereins Niederhadamar
- 03. Juni - Konzert des MGV Hundsangen
- 09. September - Konzert des MGV Großholbach
1989
07. Januar - Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen
Nachdem Michael Malm sein Amt als 1. Vorsitzender aus beruflichen Gründen niederlegen muß, stehen wieder einmal Neuwahlen auf der Tagesordnung. Nach längerer Diskussion, bei der u.a. auch eine Satzungsänderung mit dem Ziel einer Verkürzung der Amtszeit des Vorstandes auf ein Jahr angeregt wird, erkl ärt sich schließlich Thomas Malm bereit, den Vorsitz für zunächst ein Jahr zu übernehmen. Eine Satzungsänderung wird nicht mehr weiter verfolgt und statt dessen Thomas Malm mit großer Mehrheit gewählt. Er hält sich die Option offen, nach Ablauf des Jahres zurückzutreten. 2. Vorsitzender wird Johannes Hannappel.
04. März - Frühlingskonzert der „Frohen Stunde“
Bei dieser Veranstaltung sind der MGV „Liederkranz“ aus Obererbach und der Kirchenchor Langenhahn unsere musikalischen Gäste im Saal des „Lindenhof“. Das der Abend insgesamt einen guten Eindruck hinterläßt, muß man in erster Linie den Gastchören zurechnen. Mit der eigenen Leistung kann man nur bedingt zufrieden sein. Erneut macht sich der mangelhafte Probenbesuch bemerkbar
20. Mai - Konzert mit „Le courage“ in Niedernhausen
Nicht wie sonst üblich, mit zwei/drei Liedern, sondern mit einem ganzen Liedblock von ca 20 Minuten, galt es vor ausverkaufter Autalhalle in Niedernhausen das Publikum zu erfreuen. Eine Herausforderung der besonderen Art, der die Sänger aber durchaus gerecht werden konnten. Die fachliche Kritik an diesem Experiment fiel durchaus positiv aus.
25. Juni - Wettstreit in Obererbach
Klasse M 3 a Konkurrenz: „Harmonie“ Wicker 45 Sänger Chorl.: Hans-Erich Debo „Eintracht“Niederselters 55 Sänger Chorl.: Rudolf Born
Gemeldete Sängerzahl: 50 Chorl.: W. Diefenbach Chor A : Der Sänger v. Heinrich Poos Chor B : In Catilinam v. Jan Novak Höchstes Ehrensingen : Crucifixion ... v. Winfried Siegler-Legel
Bei schwül warmem Wetter konnten wir im Chor A den 1. Platz, im Chor B den 1. Platz, im Volkslied den 2. Platz ( 1. Platz Wicker mit „Soon Ah will be done“, einem späteren „Hit“ der „Frohen Stunde“) und im Dirigentenpreis den 1. Platz erreichen. Gerade hier im heimischen Raum ein wichtiger Erfolg des Vereins.
15. Oktober - Außerordentliche Aktivenversammlung – Thema „Probenbesuch“
Bei einer außerordentlichen Aktivenversammlung steht der schlechte Probenbesuch im Mittelpunkt. Von 46 aktiven Sängern folgen 39 der Einladung und sprechen sich zu dem Thema aus.
18. November - Konzert mit dem Knabenchor „Sweschnikov“ aus Moskau
Erneut sind wir einer Einladung unsere Freunde aus Weiterstadt gefolgt und gestalten zusammen mit diesen und den Frauen von „Le Courage“ Niedernhausen den äußeren Rahmen für den Auftritt des Knabenchores der Choralschule „Sweschnikov“ aus Moskau. Anerkannte Musikfachkritiker bezeichnen die ca. 160 Jungen in ihrer Gesamtheit als „Weltklasse Chor“, der in die „Elite der Knabenchöre“ einzureihen ist. Mit einem Liedblock von 5 „Solobeiträgen (de Victoria „Popule meus“, Schubert “Wein und Liebe“ und „Die Nacht“, Dvorak „Liebeslied im Garten“, Dingemann „Das schwäbische Echo“) und der Mitwirkung bei der Gemeinschaftsproduktion des Chores der spanischen Stierfechter aus „La traviata“ von Verdi, steuerten wir unseren Anteil zu einem denkwürdigen Abend bei. Denn was der Knabenchor leistete, darf schon als außergewöhnlicher Höhrgenuß eingestuft werden.
Was passiert 1989 sonst noch ...
- 18. März - Konzert des Frauenchores Heiligenroth
- 15. April - Kreisheimatfest des Westerwaldkreises in Wirges
- 21. – 23. April - 125 jährige Jubiläumskirmes in Weroth
- 08. September - Teilnahme am Kommers in Herschbach mit nur 35 Sängern
- 09. September - Waldfest des Kirchenchores; Teilnahme mit „sage und schreibe“ nur 28 Sängern
- 15. September - Konzert in Nentershausen; auch hier vermißt man Klangfülle
- 08. Oktober - Gruppensingen in Wallmerod
- 27. Oktober - Konzert in Oberahr
- 04. November - Konzert in Horbach